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Kolk - Altstadt Spandau
Kolkviertel in der Altstadt Spandau © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

5 Tage in Berlin - Insidertipps

Diese Orte kennen Sie bestimmt noch nicht

Derzeit gelten in Berlin verschärfte Corona-Einschränkungen, aktuelle Infos finden Sie auf unserer Website.

Sie kennen Kurfürstendamm, Brandenburger Tor und Schloss Charlottenburg bereits und wünschen sich Geheimtipps für eine schöne Zeit in der Berlin? Unser Ausflugsprogramm für Berlin bringt Sie an fünf Tagen zu reizvollen Orten abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten. Entdecken Sie Berlins idyllische Parks und Seen, kleine Läden im Kiez und Spuren der überwundenen Teilung. Freuen Sie sich auf Natur, Kunst und Kultur in einer Stadt, die sich stetig neu erfindet.

Tipp: Kaufen Sie die Berlin WelcomeCard 5 Tage. Sie erhalten nicht nur Ermäßigungen bis 50% bei vielen Berliner Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, sondern haben auch freie Fahrt bei Bus und Bahn. Im praktischen Guide finden Sie außerdem weitere Tipps für Ihren Berlin-Aufenthalt.

Berlin WelcomeCard

Tag 1: Ganz viel Grün und Wasser

IGA Berlin 2017
© visitBerlin, Foto: V. Kneiske

Wenn Sie bei Berlin vor allem an Bauwerke und Architektur denken, ist das nur das halbe Bild. Immerhin bestehen über vierzig Prozent der Stadtfläche aus Parks, Wäldern und Feldern, Wiesen, Seen und Flüssen. Romantische Spaziergänge führen Sie in diesen grünen Teil der Hauptstadt. Sie starten die Tour in den Gärten der Welt im südöstlichen Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Der Erholungspark entführt Sie in die Gartenarchitektur zahlreiche Länder, von England und Italien bis nach China und Japan. 

Mit  der Berlin WelcomeCard für fünf Tage können Sie Ihren Eintrittspreis für die Gärten der Welt reduzieren. Und müssen Sie sich nicht mehr um Fahrscheine für den öffentlichen Nahverkehr kümmern.

Wuhlesteg führt über das Wuhletal zum Kienberg
Wuhlesteg im Kienbergpark, Marzahn-Hellersdorf © visitBerlin, Foto: V. Kneiske

Anschließend wandern Sie auf dem Wuhletalweg, der Sie bis in den Schlosspark Biesdorf führt. Der Wanderweg im Wuhletal führt Sie durch die reizvole Landschaft mit schönen Ausblicken. Im Schlosspark bietet Ihnen eine 1868 errichtete Villa wechselnde Ausstellungen. Oder Sie wandern ein wenig durch die romantische Parkanlage. Freuen Sie sich auf reizvolle Licht- und Schattenspiele und auf immer wieder neue Blicke auf das Schloss.

Über die nahegelegene S-Bahn-Station der Linie 3 gelangen Sie von Biesdorf ins 10 Minuten ans Ostkreuz und sind von dort mit der S 5 in 20 Minuten am Müggelsee. Ruhen Sie sich bei einer Bootstour auf dem größten Gewässer der Hauptstadt aus. Sie beenden diesen ersten Ausflugstag in der Altstadt von Köpenick, wo Dahme und Spree zusammenfließen und wo verwinkelte Gassen zum Bummeln einladen. Vielleicht besuchen Sie auch den Wappensaal des Köpenicker Schlosses (leider noch bis Ende des Jahres geschlossen), und möglicherweise regt hier der Blick auf das kostbare Tafelservice Ihren Appetit an. Dann haben Sie in der Altstadt viele Möglichkeiten, gut zu essen. Ein authentisches Lokal mit typisch Berliner Küche ist zum Beispiel der Ratskeller.

Tag 2: Mit dem Fahrrad in den Südwesten

Kolk - Altstadt Spandau
© visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Der Kolk ist das älteste Siedlungsgebiet im Berliner Ortsteil Spandau, nahe der im Ortsteil Haselhorst gelegenen Zitadelle.

Heute starten Sie Ihren Ausflug mit dem Fahrrad am Olympiastadion. Es liegt im Westen der Hauptstadt. Im Olympiastadion können Sie auf den Glockenturm steigen, der 1936 für die Olympischen Spiele gebaut wurde. Von hier aus sehen Sie an schönen Tagen sogar den Alexanderplatz. 

Unweit des Stadions liegt das Georg Kolbe Museum im Berliner Westend. Es befindet sich im Atelierhaus des berühmten Bildhauers (1877–1947) und zeigt Ihnen eine beeindruckende Sammlung der klassischen Moderne sowie zeitgenössischer Kunst. Anschließend steigen Sie auf den Teufelsberg. Berlins zweithöchste Erhebung ist eigentlich ein Schuttberg und entstand nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Amerikaner nutzten ihn lange Zeit als Abhörstation, was man noch heute an fünf Radarkuppeln erkennt. Die Anlage, ein beliebtes Fotomotiv mit morbiden Charme, können Sie im Rahmen von Führungen besichtigen. 

Eine kurze Radstrecke führt Sie weiter in die romantische Altstadt von Spandau. Bummeln Sie durch die Gässchen und genießen Sie den mittelalterlichen Charme der Spandauer Altstadt. Ein eindrucksvolles Bauwerk ist die nahegelegene Zitadelle Spandau, eine Festung aus dem 16. Jahrhundert. Für ein Mittagessen in einem rustikalen Ambiente bietet sich die Zitadellen-Wirtschaft an. Eine schnelle Alternative ist  beispielsweise der Altstadt Burger. Er serviert Ihnen auf Wunsch auch vegetarische Leckerbissen zwischen zwei Brötchenhälften. So gestärkt starten Sie in die zweite Tageshälfte.

Der Berliner Wannsee: beliebter Badesee & Ausflugsziel
Fahrradfahren am Wannsee © visitBerlin, Foto: Thomas Kierok

Umgeben von der Havel und von Wald fahren Sie bis zum Großen Wannsee und können die Rundtour Richtung Potsdam-Babelsberg anschließen. Sehenswert sind historisch bedeutende Orte wie das Haus der Wannsee-Konferenz und die Glienicker Brücke. Auch können Sie sich auf atemberaubende Natur-Highlights in der Fluss- und Seenlandschaft freuen.

Zum Abschluss des Tages kehren Sie gemütlich bei den Wannseeterrassen ein und genießen den Sonnenuntergang über dem See. Zudem finden Sie viele Restaurants mit einheimischer wie internationaler Küche in der Nähe des S-Bahnhofs Zehlendorf.

Tipp: Mit einer Berlin WelcomeCard erhalten Sie an einer von vielen Deezer nextbike Leihstationen ein Leihrad zum ermäßigten Preis oder können sich durch die Fahrradstation Berlin das Rad sogar direkt ins Hotel liefern lassen.

Tag 3: Das geteilte Berlin und Mauerfall

Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Flur in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen © Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

In kaum einer Stadt hat das Auf und Ab des 20. Jahrhunderts so markante Spuren hinterlassen wie in der deutschen Hauptstadt. Sie starten Ihre heutige Tour durch die wechselvolle Stadtgeschichte in der Gedenkstätte Hohenschönhausen. Hier sehen Sie während einer Führung die Zellen im ehemaligen Stasi-Gefängnis und erfahren mehr über den Alltag der politisch verfolgten Insassen. Beim anschließenden Bummel durch den lebenswerten und kreativen Kaskelkiez mit seinen vielen Cafés im Stadtteil Lichtenberg spüren Sie den Wandel , den Berlin in den vergangenen drei Jahrzehnten durchgemacht hat.

Ein steinernes Zeugnis der im Kalten Krieg geteilten Stadt ist die East Side Gallery. Aus dem ehemaligen Teil der Berliner Mauer wurde die längste Open-Air-Galerie der Welt. Auf mehr als einem Kilometer sehen Sie hier faszinierende Street Art, darunter den wahrscheinlich berühmtesten Bruderkuss der Kunstgeschichte von Leonid Breschnew und Erich Honecker. Noch etwas tiefer in die Geschichte der deutschen Teilung tauchen Sie anschließend am Checkpoint Charlie ein.

Touristen am Checkpoint Charlie in Berlin Friedrichstraße
Checkpoint Charlie in Berlin Friedrichstraße © visitBerlin, Foto: Artfully Media, Sven Christian Schramm

Hier verbinden das Mauermuseum, der Informationspavillon Blackbox Kalter Krieg und die 360-Grad-Ausstellung Die Mauer – asisi Panorama historische Informationen mit aktuellen Eindrücken. An das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte erinnert die Ausstellung Topographie des Terrors. Sie thematisiert das Schreckensregime von Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt zwischen 1939 und 1945.

Dort, wo im Herzen Berlins nach dem Krieg über Jahrzehnte eine Wunde klaffte, ist nach 1990 am Potsdamer Platz Berlins vielleicht modernster Stadtteil entstanden. Ein kurzer Fußweg über den Landwehrkanal führt Sie zu Berlins jüngstem kreativen Hotspot, dem Galerienviertel rund um die Potsdamer Straße mit seinen hippen Concept-Stores und Pop-up-Galerien. Rund um die Potsdamer Straße  finden sich viele hervorragende Restaurants, um den Tag ausklingen zu lassen.  etwa das Panama. 

Tag 4: Wanderungen zwischen Schlosspark und Dorfidylle

Schloss Schönhausen
Das Schloss Schönhausen in Pankow © © SPSG, Foto: Leo Seidel

Ein Geheimtipp im Berliner Norden ist das kleine Flüsschen Panke. Entlang des Ufers führt Sie ein gut ausgebauter Wanderweg vom Stadtzentrum bis ins Brandenburger Umland. Wandern Sie stromabwärts vom Schlosspark Buch durch das Naturschutzgebiet der Karower Teiche bis zum Schloss Schönhausen. Mittags lädt der großzügige Park Sie im Sommer zu einem Picknick unter einem der alten Bäume ein. 
In der zweiten Tageshälfte schnüren Sie erneut die Wanderstiefel. Nach einer U-Bahn-Fahrt bis zur Haltestelle Alt-Tegel wandern Sie entlang des Tegeler Fließ. Hier weiden kräftige Wasserbüffel, die die Landschaft pflegen. Ihre Tour endet in Lübars.

Frühling am Tegeler See
© visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Inmitten von Wiesen und Weiden genießen Sie idyllisches Dorfleben, ohne dass Sie das Berliner Stadtgebiet verlassen haben. Der Bus 222 bringt Sie anschließend zurück nach Alt-Tegel. Nach einigen Minuten kommen Sie zu Fuß zur Greenwichpromenade am Tegeler See. Besonders reizvoll ist das maritime Flair des Ortes. Runden Sie den Tag mit einem mediterranen Abendessen in den Tegeler Seeterrassen ab. Das Restaurant bietet Ihnen einen herrlichen Blick auf den See.

Tag 5: Berliner Moderne und das Berliner Kiezleben entdecken

Tempelhofer Hafen
© visitBerlin

Berlin ist eine boomende Metropole und zieht Menschen aus aller Welt an. Das war bereits in den 1920er Jahren so. Und bis heute hat sich nichts daran geändert. Und auch die damit verbundenen Herausforderungen für den Wohnungsbau ähneln sich. Welche Rezepte visionäre Planer vor rund einhundert Jahren suchten und fanden, erfahren sie heute in der Hufeisensiedlung Britz im Berliner Süden, die zum UNESCO Welterbe gehört und  ein spannendes Beispiel für die architektonischen Strömungen der Berliner Moderne darstellt.

Gönnen Sie sich in der Mittagspause noch einmal ein gutes Essen mit Blick aufs Wasser am Tempelhofer Hafen. Als herausragendes Bauprojekt integriert er ein modernes Einkaufszentrum in ein historisches Speichergebäude. Hinterher können Sie auf dem weiten Tempelhofer Feld skaten, Fahrrad fahren oder einfach nur im Gras liegen und in die Sonnen blinzeln. Vielleicht gibt es keinen anderen Ort in der Hauptstadt, der so stark das Berliner Lebensgefühl und den Berliner Geist der Freiheit verkörpert.

Tempelhofer Feld Berlin am Abend
Das Tempelhofer Feld am Abend © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Ihre fünf Tage in Berlin enden im Stadtteil Schöneberg mit einem Stadtbummel.

Hier genießen Sie noch einmal das Berliner Kiezleben. Sie erkunden das Bayerische Viertel, eins der nobelsten Stadtquartiere in der Berliner Innenstadt. Anschließend lädt Sie die Akazienstraße mit ihren vielen kleinen und originellen Läden zu einer Einkaufstour ein. Für ein Abendessen im Viertel haben Sie die Qual der Wahl: Empfehlenswert sind unter anderem das behagliche Café Bilderbuch und das Buddha House mit tibetischer und nepalesischer Küche in der Akazienstraße.

Kaufen Sie die Berlin WelcomeCard. Sie erhalten nicht nur Ermäßigungen bis 50% bei vielen Berliner Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, sondern haben auch freie Fahrt bei Bus und Bahn. Im praktischen Guide finden Sie außerdem weitere Tipps für Ihren Berlin-Aufenthalt.