Direkt zum Inhalt
Lesbisch-Schwules Stadtfest 2015
Lesbisch-Schwules Stadtfest am Nollendorfplatz © visitBerlin, Foto: Pedro Becerra/STAGEVIEW.de

Wir halten Sie während der Coronakrise auf dem Laufenden.

Zur aktuellen Situation in Berlin

 

Offizielle Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin:

+++Auf unserer Notfallseite finden Sie alle wichtigen Informationen und Updates zur aktuellen Situation in Berlin. +++ Wir haben für Sie die Adressen und Telefonnummern von Botschaften, Konsulaten, Bahnhöfen, Flughäfen und Krankenhäusern zusammengestellt.+++

NOTFALLSEITE

In unserem Servicecenter erhalten Sie weitere Informationen:

+49 (0) 30 25 00 25

Nollendorfplatz

Stolpern und Erinnern

Die Kuppel am U-Bahnhof Nollendorfplatz leuchtet seit 2013 in Regenbogenfarben, ein Zeichen für die Toleranz und Vielfalt des Kiezes. Gleich davor steht seit der Jahrtausendwende eine Stele vom Berliner Künstler Salomé, ein phallischer Metallstift in Regenbogenfarben mit rosa Spitze, gestiftet von den Wirten schwuler Lokale. Ein Zeichen des Selbstbewusstseins. Er ergänzt den Rosa Winkel, der am U-Bahnhof seit 1982 an die Zeiten der Verfolgung erinnert.

Seit 1982 gibt es hier eine Gedenktafel, wo mit dem Rosa Winkel an die Verfolgung und Ermordung Homosexueller im Dritten Reich erinnert wird. Häufig liegen Blumen davor.

Dazu kommen so genannte Stolpersteine. Sie befinden sich auf den Gehwegen vor den Häusern, in denen während der NS-Zeit deportierte und ermordete Menschen wohnten. Seit 2011 gibt es sie in Schöneberg auch für homosexuelle Männer. Zum Beispiel in der Motzstraße Nr. 9 für Albrecht Krosigk und Nr. 30 für Otto Hampel.

Und seit 2019 erinnert in der Bülowstr. 94 eine großformatige Hauswand mit dem Porträt von Walter Degen an die KZ-Internierungen Homosexueller. Es ist das Street-Art-Kunstwerk des Künstlers Nils Westergard mit dem Titel „The UNforgotten“.

Die lebensfrohen Zeiten rufen weniger auffallende Tafeln in Erinnerung. Etwa die Hauswand-Plakette in der Nollendorfstr. 17, wo Christopher Isherwood wohnte – einer von vielen Ausländern, welche die Berliner Freiheit der 1920er Jahre genießen. Oder ein Schild über dem Bio-Supermarkt in der Motzstr. 24, wo sich Anfang der 1930er Jahre das legendäre Transvestiten-Lokal „Eldorado“ befindet. Und die Magnus-Apotheke in der Motzstr. 11 erweist mit ihrem Namen dem Begründer der Homosexuellenbewegung, Magnus Hirschfeld, die Ehre.