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Kurfürstendamm: Shopping in Berlin
Shopping am Kurfürstendamm © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Kurfürstendamm

Ich habe so Heimweh nach dem Kurfürstendamm

Ein Bummel auf dem Kurfürstendamm gehört bestimmt auch zu Ihrem Berlin-Besuch. Berlins beliebteste Shoppingmeile ist das lebhaft schlagende Herz der City West.

Einst reitet der Kurfürst auf dem Kurfürstendamm zur Jagd in den Grunewald, heute sind hier Berliner und Besucher auf der Jagd nach den neuesten Moden, schicken Designerstücken oder den besten Schnäppchen. Und so wird er vom Kurfürstendamm zum Ku’damm.

Der Kurfürstendamm ist Berlins bekannteste und beliebteste Shoppingmeile und das Herz der City West. Hier werden Sie bestimmt auch eine erfolgreiche Shopping-Tour haben. Der 3,5 Kilometer lange Boulevard führt Sie vom Breitscheidplatz mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche bis zum Rathenauplatz, wo die Villenviertel im Grunewald stehen.

Am Breitscheidplatz beginnt offiziell der Kurfürstendamm, zuvor heißt die Straße Tauentzienstraße. Diese mündet in den Wittenbergplatz, wo auch das legendäre KaDeWe steht – das wohl bekannteste Kaufhaus Berlins, das jeder mit dem Kurfürstendamm verbindet, auch wenn es sich dort genau genommen gar nicht befindet.

Der Kurfürstendamm heute: Shoppingmeile für alle

Voller Leben und Trubel beginnt der Boulevard am Breitscheidplatz. Das noch auf der Seite der Tauentzienstraße gelegene Europa-Center ist eines der ältestes Shopping Center Berlins. Das Hochhaus mit dem weithin sichtbaren Mercedes-Stern beherbergt rund 70 Geschäfte, das Kabarett Die Stachelschweine und die Berlin Tourist Info.

Entlang des Kurfürstendamms werden Sie die Flagstores bekannter Labels, Shops von internationalen Marken und bekannter Namen und mit Karstadt ein weiteres großes Kaufhaus finden.

Richtung Halensee ab dem Olivaer Platz ist es ruhiger, hier sind die Schaufenster eleganter und die Geschäfte werden immer edler. Nun reihen sich die Boutiquen der großen Designer und internationalen Top-Marken aneinander. Glanzvoll renoviert ist das Haus Cumberland, ein prachtvolles Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert.

 

Sehenswürdigkeiten am Kurfürstendamm

Die markanteste Sehenswürdigkeit am Kurfürstendamm ist die Kaiser-Wilhelm-Gedächtsniskirche am Breitscheidplatz. Dahinter hat sich mit dem renovierten Bikinihaus, dem Zoo Palast und dem Hochhaus des Waldorf Astoria ein neues elegantes Quartier entwickelt, das wesentlich zum Aufschwung der City West beigetragen hat.

Ein interessantes Beispiel zeitgenössischer Architektur ist das rund geschwungene Ku’damm-Eck an der Ecke Joachimsthaler Straße. Im gegenüberliegenden Kranzler Eck stehen bis zum Neubau im Jahr 2000 die Stühle des Café Kranzler auf dem Bürgersteig. Heute ziert die rot-weiß gestreifte Markise immer noch die Rotunde des Neuen Kranzler Eck, auch wenn das Café derzeit geschlossen ist.

Die beiden Bühnen vom Theater und von der Komödie am Kurfürstendamm gehören zu den  beliebtesten Boulevardtheatern in Berlin. Mit kurzweiligen Stücken und bekannten Schauspielern begeistern sie immer wieder ihr Publikum – suchen Sie sich doch auch ein Stück aus, um Ihren Berlin-Besuch perfekt zu machen. Im Ku‘Damm Karree befindet sich auch The Story of Berlin, eine spannende Zeitreise durch die Geschichte der Stadt – hier können Sie sogar einen originalen Atomschutzbunker besuchen. Ein Stück weiter schreibt die Schaubühne am Lehniner Platz  mit ihren packenden Inszenierungen immer wieder Theatergeschichte.

Zur 750-Jahr Berlins verwandelt sich der Ku’Damm in einen Skulpturen-Boulevard. Die in sich verschlungene Skulptur Berlin Höhe Tauentzienstraße – bekanntes Motiv aus Gute Zeiten Schlechte Zeiten – wird bis heute oft und gerne fotografiert. Heftiger umstritten als jedes andere Kunstwerk in West-Berlin sind die „Beton-Cadillacs” am Rathenauplatz.

Vom Reitweg zur Shoppingmeile

Kurfürst Joachim II. lässt um 1542 einen Dammweg als Reitweg vom Berliner Stadtschloss zum Jagdschloss Grunewald anlegen. Der älteste Beleg für die Existenz des unbenannten Reitweges ist 1685 der „Plan géométral de Berlin et des environs“ des Ingenieurs La Vigne. Erst 1886 ist die Straße fertig ausgebaut und die Entwicklung zum Boulevard kann beginnen. Als Geburtstag des Boulevard gilt der 5. Mai 1886 – der Tag, an dem die Dampfstraßenbahnlinie Zoologischer Garten – Halensee ihren Dienst aufnahm.
In den 20er Jahren ist der Kurfürstendamm das Zentrum des Neuen Westens, hier treffen sich Dichter, Journalisten und Intellektuelle im Romanischen Café (heute steht hier das Europa-Center) und dem Café des Westens (später Café Kranzler). Zu  Mauerzeiten ist der Kurfürstendamm das Herz des alten West-Berlins, das Schaufenster des Westens, in dessen Vitrinen die neuesten Moden ausliegen. Den Kurfürstendamm als Sehnsuchtsort besang schon Hildegard Knef im ihrem Berlin-Lied: Ich habe so Heimweh nach dem Kurfürstendamm. Zu der Zeit flanieren Berliner und Gäste über den Boulevard, sitzen in den berühmten Straßencafés Kranzler und Möhring und bummeln durch Geschäfte und Kaufhäuser und tanzen in den Discos durch die Nacht.  
Nach der Wende wird es abends ruhiger am Kurfürstendamm und in der City West, denn das Nachtleben verlagert sich in die Bezirke im Osten, wo die neuen Clubs eröffnen. Viele der alteingesessenen Cafés und Restaurants schließen. Von den einst über 20 Kinos gibt es heute noch zwei: das Cinema Paris im Centre Français und die Astor Filmlounge. Doch vom Aufschwung der City West in den letzten Jahren mit dem neuem Zoo Palast und dem Bikini profitiert auch der Kurfürstendamm, der sich immer mehr zur eleganten Shoppingmeile entwickelt.


Rings um den Kurfürstendamm

Einen Abstecher lohnen die Seitenstraßen zwischen Fasanenstraße und Schlüterstraße mit ihrem Pariser Flair, gesäumt von prächtigen Altbauten. In der Fasanenstraße, der Bleibtreustraße und der Knesebeckstraße reihen sich schicke Boutiquen, Buchhandlungen, Designgeschäfte und gemütliche Cafés aneinander. Ein Abstecher über die Uhlandstraße in die Kantstraße führt Sie zur Designmeile mit dem Designcenter stilwerk und vielen weiteren Kunst- und Einrichtungsgeschäften. Nicht weit entfernt ist auch der schön gestaltete Savignyplatz mit seinen zahlreichen Cafés und Restaurants.

Kleiner Tipp:

Achten Sie auf die Hausnummern am Kurfürstendamm. Nummer 1 bis 10 werden Sie vergeblich suchen, die gibt es nicht mehr. Sie gehören seit den 20ern zur Budapester Straße.