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11 plus 1 Geheimtipp für einen Ausflug in Berlins Kieze

Gruss aus den Bezirken

Friedrichshagener Bölschestraße in Berlin mit Hausfassaden
Die Bölschestraße in Friedrichshagen © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Warum in die Ferne schweifen? Berlin bietet mit seinen zwölf unterschiedlichen Bezirken eine Menge wunderschöne Ausflugsziele. Wir haben für euch nachgefragt und direkt aus den Bezirken viele tolle Tipps und Anregungen erhalten. Kommt mit uns auf Entdeckungstour in die nicht so bekannten Ecken der Hauptstadt. 11 plus 1 Geheimtipp für einen Postkarten-tauglichen Mini-Urlaub in der eigenen Stadt.

Tipp 1: Charlottenburg-Wilmersdorf - Grüne Stadtoase

Restaurant Bootshaus Stella am Lietzensee
Lietzenseepark mit Blick auf das Wasser © Runze & Casper, Foto: Martin Beikirch

Obwohl mitten in Charlottenburg gelegen, ist der Lietzenseepark eine grüne Ruheoase. Hier könnt ihr in aller Ruhe spazieren gehen und den Ausblick auf den See genießen. Ein Rundgang lohnt sich auf alle Fälle und am Kopfende laden die schönen Cafés und Restaurants mit zum Verweilen ein. Hier drei Tipps:

Wo: Bootshaus Stella, Witzlebenplatz 1
Wann: täglich 10 - 22 Uhr

Wo: Engelbecken, Witzlebenstraße 31
Wann: Montag bis Samstag,  17 - 23 Uhr; Sonn- & Feiertag, 12 - 23 Uhr

Wo: Café Manstein, Witzlebenstraße 32
Wann: täglich 9 - 20 Uhr
 

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Tipp 2: Friedrichshain-Kreuzberg - Pop-up-Radwege

Volkspark Friedrichshain
Volkspark Friedrichshain © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

So fahrradfreundlich wie im Moment war Berlin noch nie. Lasst euch von den ersten warmen Sonnenstrahlen nach draußen locken und probiert die neuen Pop-up-Fahrradwege. Alleine in Friedrichshain-Kreuzberg könnt ihr jetzt sicher entlang des Mehringdamms zum Tempelhofer Feld radeln, entlang der Skalitzer Straße, am Kottbusser Damm, sowie am Tempelhofer und am Halleschen Ufer. Weitere Pop-up-Radwege findet ihr an der Lichtenberger Straße und an der Petersburger Straße. 

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Ein echter Klassiker für ein sonniges Wochenende mit Kind und Kegel ist ein Ausflug zum Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain. Und wer kein Picknick packen möchte, kann sich am Imbiss Schönbrunn Verpflegung holen. Für größere Kids lohnt sich ein Ausflug ins Computerspielemuseum

Wo: Computerspielemuseum, Karl-Marx-Allee 93a
Wann: täglich 10 - 20 Uhr

Rabatte gibt's mit der Berlin Welcome Card

Tipp 3: Lichtenberg - Seen-Rundgang mit Geschichte

Paar am Orankesee
© Runze & Casper, Foto: Bezirksamt Lichtenberg

Hier bietet sich ein Besuch der Orankesee Terrassen an. Lasst euch mit den Hörgeschichten, die der Förderverein Obersee & Orankesee unter dem Titel Hörenschönhausen zusammengestellt hat zu Ausflügen rund um die beiden Seen inspirieren.

Sobald es wärmer wird ist das Strandbad Orankesee ein beliebtes Badeziel in Berlins Osten. Wer es lieber etwas ruhiger mag, der kann bei einem Spaziergang rund um den Obersee unter Schatten spendenden Roteichen und Ahornbäumen die Natur genießen.

Ihr wollt noch mehr entdecken? Dann schaute euch doch mal diese Fahrradtour durch Lichtenberg an.

Wo: Orankesee Terrassen, Orankestraße 41
Wann: täglich 11.30 - 23 Uhr

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Tipp 4: Marzahn-Hellersdorf - Verwunschene Idylle

Schloss Biesdorf
Schloss Biesdorf im Sommer © Fachbereich Kultur Marzahn-Hellersdorf, Foto Karin Scheel

Zwischen Einfamilienhäusern und Plattenbauten liegt das Schloss Biesdorf, ein verwunschenes Kleinod mitten in der Stadt. Schon von weitem ist der achteckige Turm der spätklassizistischen Villa zu erspähen. Umgeben von 15 Hektar Land flaniert ihr auf geschwungenen Wegen unter 100-jährigen Bäumen in Richtung Schloss. Der Park wurde von dem renommierten Landschaftsarchitekt Alfred Brodersen im englischen Stil angelegt. Entspannt im Lesegarten oder lasst euch im Schloss-Café verwöhnen.

Die aktuelle Ausstellung im Schloss Biesdorf Habitate beginnt am 13. März und geht bis zum 6. Juni. 

Wo: Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55
Wann: täglich von 10 – 18 Uhr, Freitag 12 – 21 Uhr, Dienstag geschlossen

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Tipp 5: Mitte - Zeitreise ins historische Herz Berlins

Mitte Museum
Daueraustellung des Mitte Museums © Mitte Museum, Foto: Markus Hawlik

In Mitte gibt es auch abseits der vielbesuchten Attraktionen eine Menge zu entdecken. Reist im Mitte Museum zurück in der Zeit und lernt mehr über das historische Zentrum Berlins. In der neuen Ausstellung Entstanden aus Sand werden euch bekannte und weniger bekannte Aspekte aus Geschichte und Gegenwart des Berliner Bezirks Mitte präsentiert.

In der Zeit vom 13. März bis zum 26. Juni präsentiert das Schwule Museum im Mitte Museum die Sonderausstellung lesbisch, jüdisch, schwul - Leben im Nationalsozialismus - Überleben in der Nachkriegszeit.

Wo: Mitte Museum, Pankstraße 47
Wann: Sonntag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr

Tipp: Wenn ihr mit dem Fahrrad unterwegs seid, könnt ihr vom Nordhafen aus (7 Minuten vom Mitte Museum) die Spreerunde nach Spandau starten.

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Tipp 6: Neukölln - Abseits des Mainstreams

Britzer Garten
Britzer Garten Berlin © Grün Berlin GmbH

Abseits des Mainstreams lädt Neukölln mit dem Britzer Garten und der Parkanlage um den Gutshof Britz zum Spazierengehen ein. Etwas urbaner ist es rund ums KINDL-Zentrum. In der ehemaligen Brauerei ist heute zeitgenössische Kunst zu sehen. Nach dem Ausstellungsbesuch könnt ihr euch in Babettes Garten bei Kaffee und Kuchen verwöhnen lassen.

Wenn ihr am Samstag in Neukölln unterwegs seid, solltet ihr unbedingt auf dem Wochenmarkt Dicke Linda auf dem Neuköllner Kranoldplatz vorbeischauen (10 bis 16 Uhr) und ein leckeres Picknick für eine anschließende Radtour durch Neukölln holen.

Wo: Britzer Garten, Eingänge hier,
Wann: ab 7 Uhr bis zum Eintritt der Dunkelheit

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Tipp 7: Pankow: Auf die feine englische Art

Botanischer Volkspark Blankenfelde
© Friedel Kantaut, tic

Lasst euch von der Vielfalt Pankows überraschen. Ein guter Ausgangspunkt ist die KulturBrauerei. Hier seht ihr die Dauerausstellung “Alltag in der DDR”. Jeden Sonntag könnt ihr von 12 bis 18 Uhr über den Street Food Market schlendern. Etwas weiter zurück in der Zeit reist ihr bei einem Besuch von Schloss Schönhausen. Im Schlosspark wandelt ihr auf den Spuren von Königin Elisabeth Christine. Gartenfreunde kommen auch im Botanischen Volkspark Blankenfelde-Pankow auf ihre Kosten.

Diese Radtour durch Pankow führt euch durch zwei weiteren schöne Parkanlagen, den Volkspark Humboldthain und den Bürgerpark Pankow.

Wo: KulturBrauerei, Schönhauser Allee 36, Prenzlauer Berg

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Tipp 8: Spandau: Hier habt eine wunderbare Aussicht

Brauhaus Spandau
© visitSpandau.de/CS

Neben der Zitadelle Spandau ist das Brauhaus Spandau mit seinem großzügig angelegten Biergarten ein fantastisches Ausflugsziel. Der rote Backsteinbau an der Havel diente der Garnison Spandau ab 1880 als „Heeresdampfwäscherei“ und ist  der perfekte Treffpunkt für eine kleine Entdeckertour durch Spandau abseits der bekannten Pfade.

Nur einen kurzen Spaziergang entfernt findet ihr Berlins ältestes Siedlungsgebiet, das malerische Kolk. Auch die Spandauer Schleuse und die größten Fußgängerzone Berlins in der Spandauer Altstadt ist zu Fuß leicht erreichbar.

Mit dem Rad lohnt sich eine Tour Richtung Norden entlang des Spandauer Sees und des Altstadthafens in Richtung der Insel Eiswerder. Weitere Inspirationen findet ihr auf dieser Fahrradtour durch Spandau.

Wo: Brauhaus Spandau, Neuendorfer Straße 1
Wann: Biergarten von 10 bis 23 Uhr geöffnet

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Tipp 9: Reinickendorf - Promenade mit Blick auf den See

Reinickendorf an der Greenwichpromenade mit Blick auf See und Dampfer
Greenwichpromenade Reinickendorf, Berlin © Sylvana Klinik/Bezirksamt Reinickendorf von Berlin

„Das Grün sprießt, das Wasser lockt – das Leben geht los in Reinickendorf!“ Beginnt euren Ausflug mit einem Besuch der Fußgängerzone Alt-Tegel, die ihr leicht mit U- und S-Bahn erreicht.  Nach einem Kaffee im Sonnenschein spaziert ihr zur Greenwichpromenade am Tegeler See. Hier können sich die Kleinen auf dem großer Spielplatz austoben. Wie wäre es mit einer Runde Minigolf oder einer Dampferfahrt?

Nach einer Runde im Tretboot könnt ihr euch in den Tegeler Seeterrassen im Retro-1970er-Flair mit Blick auf den Tegeler See verwöhnen lassen. Oder genießt den Ausblick aufs Wasser bei einem Spaziergang, etwa über die Sechserbrücke oder flaniert einfach über die Promenade bis zum Kanonenplatz. Hier könnt ihr den Tag auf der Terrasse des Fisherman`s Restaurant mit Blick auf den See ausklingen lassen.

Wo: Tegeler Seeterassen, Wilkestraße 1
Wann: täglich 12 - 20 Uhr

Wo: Fisherman's Restaurant, Eisenhammerweg 20
Wann: Montag geschlossen, Dienstag bis Sonntag 12 - 22 Uhr

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Tipp 10: Steglitz-Zehlendorf - Fahrt ins Blaue

Die Pfaueninsel an der Wannsee-Babelsberg Route
© Wirtschaftsförderung Steglitz-Zehlendorf, Foto: Steven Ritzer

Berlins Südwesten erkundet ihr am besten mit dem Fahrrad. Entlang der verschiedenen Routen erwartet euch nicht nur herrliche Natur, ihr könnt auch interessante Kulturelle Highlights entdecken. Schaut doch mal beim Brücke-Museum oder dem Haus am Waldsee vorbei. Daneben freuen sich zahlreiche Biergärten und Cafés auf eure Einkehr, etwa die Fischerhütte am Schlachtensee. Gleich hier könnt ihr auch Baden oder euch ein SUP-Board leihen. Auch zur Krummen Lanke ist es nicht weit oder zum Radschnellweg Königsweg durch den Grunewald, der euch geradewegs zum Wannsee bringt.

Falls ihr ein Leih-Fahrrad für einen Ausflug ins Umland benötigt, steigt in Potsdam am Bahnhof Griebnitzsee aus. Hier bietet euch das Pedales eine tolle Auswahl an Leihrädern. Von hier könnt ihr auch entlang des Babelsberg Parks zurück nach Glienicke. Genießt die Ruhe am Uferweg und am Wasser. Tipp: Bei Pedales könnt ihr alternativ zum Rad auch ein Kanu ausleihen.

Tipp: Mit der Berlin WelcomeCard bekommt ihr bei Pedales und anderen Anbietern und Attraktionen bis zu 50 Prozent Rabatt.

Wo: Fischerhütte am Schlachtensee, Fischerhüttenstraße 136, Zehlendorf
Wann: 11 - 23 Uhr

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Tipp 11: Tempelhof-Schöneberg - Ein Hafen für jeden

Tempelhofer Hafen gegenüber dem Ullsteinhaus
Tempelhofer Hafen © Getty Images, Foto: spreephoto

Mit dem Fahrrad übers Tempelhofer Feld "fliegen", gemütlich durch die Boutiquen in der Akazienstraße bummeln, am Tempelhofer Hafen den Blick auf den Kanal genießen oder auf dem Schöneberger Südgelände entlang alter Bahngleise durch den Wald spazieren: Das alles und noch viel mehr könnt ihr in Tempelhof-Schöneberg erleben. Historisch Interessierten empfehlen wir das die Orte des Erinnerns im Bayerischen Viertel. Mehrere Gedenktafeln erzählen in Text und Bild wie die Berliner Juden in den Jahren 1933 bis 1945 schrittweise mehr und mehr diskriminiert wurden. Und der Regenbogenkiez am Nollendorfplatz ist bis heute Mittelpunkt der LGBTI-Community in Berlin.

Wo: Tempelhofer Hafen, Tempelhofer Damm 227,
Wann: Montag bis Samstag, 10 - 20 Uhr

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Tipp 12: Treptow-Köpenick - Ab in den Wald

Ausflugsgaststätte Schmetterlingshorst
Ausflugsgaststätte Schmetterlingshorst © wikimedia, Foto: Lienhard Schulz (CCBY-SA3-0)

Taucht ein ins dichte Grün des märchenhaften Feuchtgebiets der Krummen Lake. An ihrem Ufer führen viele schmale Wege vom Karolinenhof im Süden Köpenicks durch den Grünauer Forst bis zum ehemaligen Funkhaus in Grünau. Beginnt euren Ausflug mit einer Fahrt auf Berlins schönster Straßenbahnstrecke, der Uferbahn: Tram-Linie 68 bis Haltestelle Richtershorn. Vom Startpunkt geht ihr 400 Meter in den Wald in Richtung Krumme Lake.

Gesäumt von Erlenbruchwäldern, Seggenrieden und Röhrichten wandelt ihr am Fließ entlang durch unberührte Birken- und Stieleichenwälder hindurch. Haltet Ausschau nach Fröschen und Molchen, insgesamt sieben Amphibienarten leben hier im Fließ. Und ratet mal wieviele verschiedene Insekten und Schmetterlingsarten auf den nahe gelegenen Wiesen leben? Es sind 478! Besonders schön sind die Lichtungen in Höhe des Strandbads Grünau, durch die sich die Krumme Lake windet. Am Ende eurer Wanderung erwartet euch die urigen Waldgaststätte Hanff‘s-Ruh.

Wo: Hanff‘s-Ruh, Rabindranath-Tagore-Straße 25
Wann: Mittwoch bis Montag, 11 - 21 Uhr

Tipp: Ein weitere schöner Ausflug beginnt mit der Tram-Linie 62 bis zum Wendenschloss. Von hier lauft ihr 15 Minuten zum Schmetterlingshorst, eingebettet in der Natur des Köpenicker Forstes.

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Und für einen schnellen Überblick, was in Berlin los ist, schaut einfach mal auf visitBerlin.de.

Josefine Köhn-Haskins

Josefine

ist in München aufgewachsen, hat dort studiert und bei der SZ volontiert. Auf der Suche nach neuen Abenteuern entdeckte sie erst New York, dann Miami und berichtete als Trendscout und Korrespondentin für verschiedene Publikationen. Ihr Zuhause fand sie dann aber in Berlin. Fasziniert von den vielen Facetten der Stadt ist sie kreuz und quer in den Kiezen unterwegs und beschäftigt sich gerne mit Zukunftsideen und Smart City Konzepten für ein innovatives Berlin.