Direkt zum Inhalt
KINDL - Zentrum für zeitgenössische Kunst
KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst © Kindl-Zentrum, Foto: Jens Ziehe

KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst

Eine Brauerei als Kunstraum

In einer ehemaligen Brauerei in Neukölln bietet das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst Raum für Installationen, Performances, Gemälde und andere Kunst.

Die monumentalen Backsteinfassaden der einstigen Kindl-Bierbrauerei sind die Kulisse für ein innovatives Kunstprojekt: Das expressionistische Industriedenkmal entwickelt sich seit einigen Jahren zum spannenden Begegnungsort von Alltagskultur und Kunstszene. Mit hohen Produktionshallen und einer riesigen Ausstellungsfläche ist das heutige KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst der ideale Ort für Großinstallationen. Die rauen, atemberaubend brachial wie aufregend futuristisch wirkenden Räume bringen aber auch moderne Malerei und Performances ganz besonders zur Geltung.

Spektakuläre Installationen im Sud- und Kesselhaus

KINDL - Zentrum für zeitgenössische Kunst
KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst © Kindl-Zentrum, Foto: Jens Ziehe

In den außergewöhnlichen Räumen der ehemaligen Kindl-Brauerei in Berlin-Neukölln entsteht das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst. Die privat finanzierte Institution wird neben wechselnden Ausstellungen internationaler Gegenwartskunst auch Veranstaltungen und Gastronomie Raum bieten.

Ende der 1920er-Jahre entsteht die Kindl-Brauerei im Geist des Expressionismus. Zu dieser Zeit ist sie die modernste Produktionsstätte ihrer Art weltweit. Nach der Schließung im Jahr 2005 steht der denkmalgeschützte Gebäudekomplex lange Jahre leer. Ein deutsch-schweizerisches Sammler-Ehepaar übernimmt diesen 2011 mit dem ambitionierten Ziel, hier ein neues Kunstzentrum zu entwickeln. Und einen kulturellen Begegnungsort zwischen den Besuchern und den Menschen im Viertel zu schaffen. Im Oktober 2016 öffnet schließlich der komplett renovierte Gebäudekomplex. Bereits der erste Blick auf das gewaltige Industriedenkmal hinterlässt einen bleibenden Eindruck: Ein Blick nach oben offenbart Ihnen die Größe des mächtigen Klinkerturms. An dessen Fuß beeindruckt der spitz in die Höhe zulaufende, außergewöhnliche Eingang. Dieser wirkt wie ein modernes Portal eines gotischen Gotteshauses. Direkt neben dem Turm machen Sie die hohen Fenster des Kesselhauses aus, die fast bis zur Decke reichen. Mit seinen 20 Metern Höhe bietet das Gebäude ein außergewöhnliches Ambiente für Großinstallationen. Wie zum Beispiel Roman Signers herabhängendes Sportflugzeug: Von September 2014 bis Juni 2015 verdeutlicht sein Exponat Kitfox Experimental, welch spektakuläre Ausstellungen hier Platz finden. Im Maschinenhaus bieten mehrere Räume Platz für unterschiedlichste Veranstaltungen. Helle Fliesenwände für Videoinstallationen und ein gläserner Aufsichtsstand erzeugen eine inspirierende Stimmung für Künstlergespräche, Konzerte und Lesungen. An der Decke sind gewaltige Trägerkonstruktionen erhalten geblieben, die dem Ort eine wuchtig-dramatische Stimmung verleihen. Nicht minder eindrucksvoll ist das Sudhaus: Die sechs großen Sudpfannen lassen einen an Metropolis und Steampunkkultur denken. In diesem bizarren Ambiente lädt das sogenannte Kafenion König Otto zu Getränken und Snacks ein. Unter dem Sudhaus stellt eine kleine, alternative Brauerei wieder Gerstensaft her. Im Angebot sind süffige Craft-Biere der Marke Rollberg, die Sie im Sommer im Biergarten direkt vor dem Gebäude genießen können.

Die Highlights der Kunst-Brauerei

  • die einstmals größten Sudpfannen Europas
  • 5.500 Quadratmeter großer Ausstellungskomplex
  • ehemaliges Maschinenhaus mit Raum für Kunst- und Kulturveranstaltungen
  • denkmalgeschützte Architektur der Kindl-Brauerei aus den 1920er-Jahren
  • Craft-Bier-Brauerei im Sudhaus mit Café und Biergarten

Kunst in Berlin Neukölln: lokal und bürgernah

Körnerpark
Körner Park in Neukölln © Bezirksamt Neukölln

Der Körnerpark liegt zwischen Jonasstraße, Schierker Straße, Selkestraße und Wittmannsdorfer Straße im Berliner Bezirk Neukölln. Die rund 2,4 Hektar große Parkanlage ähnelt einem Schlosspark. Neben Wasserspielen (unter anderem Fontänen) findet sich im westlichen Teil eine Orangerie, die ein Café sowie eine Galerie für wechselnde Ausstellungen beherbergt. Der Vorplatz der Orangerie wird im Sommer für verschiedene Veranstaltungen genutzt. Im nördlichen Teil ist ein Blumengarten angelegt.

Gleich in der Nähe des KINDL – Zentrums für zeitgenössische Kunst befindet sich die Galerie im Körnerpark. In den langen Gängen des neobarocken Gebäudes der Orangerie sehen Sie überwiegend Ausstellungen zu bildender und Fotokunst. Im Sommer organisiert das Haus im Außenbereich Konzerte. Ebenfalls in Neukölln, gehört die Galerie im Saalbau an der Karl-Marx-Straße zu den beliebtesten Ausstellungsorten. Das Haus versteht sich als bodenständig und bezirksverbunden. Entsprechend viele Kunstschaffende aus dem Stadtteil stellen hier aus. Besonders viel Wert legen die Betreiber auf gesellschaftskritische Themen. Wie in der Galerie im Körnerpark wechseln hier die Ausstellungen regelmäßig. Von der Kindl-Brauerei benötigen Sie nur 10 Minuten zu Fuß zu den Ausstellungshäusern.

Unsere Tipps für Ihren Besuch

Mit der U-Bahn-Linie U8 fahren Sie zur Haltestelle Boddinstraße oder mit der U7 zum Rathaus Neukölln. Von hier aus benötigen Sie etwa zehn Minuten zu Fuß zum KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst. Auf der Rollbergstraße sowie auf dem Gelände der Brauerei gibt es Parkplätze. Am Montag und Dienstag hat die Kindl-Brauerei geschlossen.

Zeitgenössische Kunst im Schillerkiez

Kunst und Kultur wird in Neukölln großgeschrieben. Allerorten treffen Sie auf Galerien, Theater und Ausstellungen. Kunstevents und kreatives Schaffen – dafür steht der Schillerkiez. Junge Familien und Trendsetter haben den Kiez für sich entdeckt: Hier können Sie in Cafés und Burger-Läden gut essen.

Mehr über Berlins Kieze verrät Ihnen unserer Berlin-App Going Local.

 

Öffnungszeiten

Mittwoch 12:00 – 18:00
Donnerstag 12:00 – 18:00
Freitag 12:00 – 18:00
Samstag 12:00 – 18:00
Sonntag 12:00 – 18:00

Hier finden Sie weitere Informationen