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Naturkundemuseum
Tristan im Museum für Naturkunde © visitBerlin, Foto: Wolfgang Scholvien

Berliner Museen für junge Leute

Computerspiele, Dinosaurier, Spionage – diese Berliner Museen sind für junge Leute ideal

Die Museen in Berlin hat eine unglaubliche Vielfalt zu bieten. Mehr als 175 Museen halten Geschichte lebendig oder beherbergen weltberühmte Kunstschätze. Nicht alles ist für Erwachsene und Jugendliche gleichermaßen interessant, sodass Sie für Ihre Schüler auf Klassenfahrt eine Vorauswahl treffen sollten. Dann kann der Museumsbesuch für alle zu einem spannenden und kurzweiligen Erlebnis werden. Viele Ausstellungen sind interaktiv gestaltet, Mitmachen und Anfassen sind dort ausdrücklich erwünscht! Zudem bieten sowohl die privaten als auch die staatlichen Museen in Berlin spezielle Führungen, Workshops oder anderweitige Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche an. Wir haben für Sie besondere Tipps zusammengestellt, welche eine spannende Ergänzung zu den großen bekannten Kunstmuseen wie der Museumsinsel, der Gemäldegalerie oder dem Hamburger Bahnhof bilden.

10 Tipps für Berliner Museen, die junge Leute begeistern

Auf eine Zeitreise in die 80er Jahre begeben Sie sich mit Ihren Schülern im asisi Panorama DIE MAUER. In einer gigantischen Stahlrotunde können Sie von der vier Meter hohen Plattform einen Blick in den Ost- und den Westteil der geteilten Stadt werfen. Fiktive Szenen zeigen das Alltagsleben auf beiden Seiten der Mauer. Parolen, die zur Staatstreue aufrufen, stehen bunten Reklametafeln gegenüber, dazwischen die wachsamen Grenzsoldaten – eindrücklicher könnten die Unterschiede kaum dargestellt werden.

Den Alltag in der ehemaligen DDR können Sie Ihren Schützlingen auch im DDR Museum eindrücklich nahebringen, denn hier gibt es Geschichte zum Anfassen. Schubladen und Schränke durchstöbern ist hier ebenso möglich, wie virtuell einen kultigen Trabi fahren.

Über außergewöhnlichste Fluchtversuche erfahren Interessierte mehr im Mauermuseum – Haus am Checkpoint Charlie. Fluchtrequisiten wie Heißluftballons, präparierte Koffer, ein Mini-U-Boot oder Autos mit Kofferraumverstecken erzählen wahre Geschichten und Schicksale, die zu Herzen gehen.

Story of Berlin - Berlin im Nationalsozialismus - Bücherverbrennung
The Story of Berlin Ausstellung Bücherverbrennung © Monique Wuestenhagen

Schauraum Berlin im Nationalsozialismus. Hier dargestellt Bücherverbrennung

Ganze 800 Jahre Stadtgeschichte werden im Erlebnismuseum The Story of Berlin kurzweilig in 23 Themenräumen lebendig. Jeder dieser Räume ist mit Multimediatechnik ausgestattet. Eine weitere Besonderheit sind die Führungen durch den Original-Luftschutzbunker unter dem Kurfürstendamm.

In dem ältesten Teil der Stadt, dem Nikolaiviertel, führt Sie ein Besuch des Hanfmuseums. Hier wird die Kulturgeschichte und Nutzung – von der Kleider- und Papierherstellung bis zur Medizin – dieser Pflanze beleuchtet. Ein Höhepunkt ist die Vitrine, in der Hanfpflanzen gezüchtet werden. Im Café werden die Besucher zudem mit Hanfspezialitäten versorgt.

Eine Kulturgeschichte der moderneren Art erwartet Sie und Ihre Schüler im Computerspielemuseum. Hier kann nicht nur die Entwicklung von Konsolen verfolgt werden, in der Arkade laden originale Spielautomaten zum Zocken ein. Aber Vorsicht, aus dem Raum mit Klassikern wie Gauntlet, Pac-Man, Asteroid oder Space Invaders ist so mancher Jugendliche nur schwer wieder herauszubekommen.

In eine Zwischenwelt von Fiktion und Realität begeben Sie sich im Museum der unerhörten Dinge. Raritäten wie weißer Rotwein sind hier ebenso zu finden wie Kuriositäten, zum Beispiel das Fell eines japanischen Bonsai-Hirsches oder Kolumbus’ Fernrohr.

Technikmuseum Berlin
Rosinenbombe Technikmuseum © Foto: Serjozha Kostyushev

Das Deutsche Technikmuseum in Berlin mit dem Science Center Spectrum präsentiert die Kulturgeschichte der Verkehrs-, Kommunikations-, Produktions- und Energietechniken auf über 25.000 Quadratmetern.

Reale Erfindungen zeigt hingegen das Deutsche Technikmuseum, das zu den größten seiner Art in Europa zählt. Hier kommt selbst bei Technikmuffeln Freude auf. Unter den bekanntesten Ausstellungsstücken befindet sich ein original Rosinenbomber, ein RumplerTropfen-Wagen, ein Schiffsimulator sowie der prunkvolle Salonwagen Kaiser Wilhelm II. Im angeschlossenen Science Center Spectrum können die Jugendlichen faszinierende Experimente mit Magneten oder Strom selbst durchführen und bizarre Lichteffekte erleben.

Ebenfalls eines der größten und renommiertesten seiner Gattung erleben Sie mit Ihrer Klasse bei einem Besuch im Berliner Naturkundemuseum. Staunen Sie hier das mit über 13 Meter Höhe größte Dinosaurier-Skelett der Welt oder die Sonderausstellung zu einem der seltenen Tyrannosaurus-Skelette, das den Namen Tristan trägt. Unter den vielen ausgestopften Tieren ist auch der ehemalige Zooliebling, der berühmte Eisbar Knut zu sehen. Wieder in die aktuelle Zeit eintauchen, können Sie im Deutschen Spionagemuseum. Hier erfahren die Schüler, was Facebook und NSA alles wissen, müssen Geheimcodes knacken und heil durch einen Laser-Parcours gelangen.

Besonderheiten in Berliner Museen

  • Das Naturkundemuseum veranstaltet von Oktober bis März Taschenlampenführungen, bei denen in den dunklen Museumsräumen garantiert Gänsehaut aufkommt!
  • Das zum Deutschen Technikmuseum gehörende Science Center Spectrum bietet speziell für Schulklassen zahlreiche Ergänzungen zur Experimentierausstellung an – lassen Sie Ihre Gruppe im Schülerlabor „Meilensteine“ die spannende Wissenschaftsgeschichte hautnah erleben.
  • Im Seminarraum des DDR Museums können Schüler auf Klassenfahrt mit Zeitzeugen sprechen und ihre Fragen an Jemanden stellen, der alles selbst erlebt hat.
  • Im THE STORY OF BERLIN gehören spannende Geschichts-Ralleys zu den speziellen Angeboten und Mitmachaktionen.

Den Besuch in Berliner Museen für junge Leute gut planen

Museumsinsel
© visitBerlin, Foto: Kristin Buller

DB Regio

 

Argumente für eine Klassenfahrt mit Museumsbesuch gibt es mehr als genug. Mit der richtigen Planung und Vorbereitung können zudem die Kosten gering gehalten werden. Unsere Insidertipps geben Ihnen eine erste Hilfestellung für Ihr Sightseeing-Programm mit Jugendlichen:

  • Vermeiden Sie den Museumsbesuch an Wochenenden, denn dann sind die Museen der Hauptstadt meist sehr gut besucht.
  • Kommen Sie gleich morgens, dann umgehen Sie den größten Andrang. Aber auch in den frühen Abendstunden sind Museumsbesuche in Berlin möglich. Etliche Ausstellungen haben inzwischen täglich bis 20 Uhr geöffnet, andere öffnen Donnerstag für abendliches Sightseeing ihre Pforten.
  • Beachten Sie unbedingt, dass an Montagen die meisten Berliner Museen geschlossen haben.
  • Reservierungen sind zwingend nötig, wenn Sie mit Ihrer Klasse an Führungen oder Workshops teilnehmen wollen. Am besten reservieren Sie Ihre bevorzugte Veranstaltung bereits einige Wochen vorab.
  • Die Staatlichen Museen in Berlin können von allen Schülern bis zu einem Alter von 18 Jahren kostenfrei besichtigt werden. Private Häuser gewähren für Schüler zumindest Ermäßigungen. Freien Eintritt bieten diese Museen meist nur bis zum sechsten Lebensjahr an.
  • Mit Gruppenpreisen und -rabatten können Sie die Kosten beim Eintritt jedoch ebenfalls deutlich senken.
  • Die Erreichbarkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist bei den Berliner Museen für junge Leute durchweg gewährleistet. Die von uns vorgestellten zehn Einrichtungen erreichen Sie sogar alle mit einem Ticket für den Tarifbereich AB, das Sie auch als Tageskarte für Kleingruppen mit bis zu fünf Personen erhalten. S- und U-Bahnen sowie Busse bringen Sie ohne weite Laufwege mit Ihrer Gruppe zu den Sehenswürdigkeiten.