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Hanf Museum Berlin
Eingang des Hanf Museum Berlin © Hanfmuseum Berlin, Foto: Steffen Geyer

Hanf Museum Berlin

Ausstellung über eine der ältesten Nutzpflanzen der Menschheit

Nutzpflanze, Heilpflanze und Droge zugleich: Entdecken Sie bei einem Besuch des Hanf Museums die kulturelle Bedeutung von Cannabis seit Anbeginn der Menschheit.

Direkt in Berlins Mitte, im pittoresken Nikolaiviertel, befindet sich das Hanf Museum. Die Ausstellung beschreibt anschaulich die jahrtausendealte Nutzung von Hanf in verschiedenen Gesellschaften. Anhand von Installationen und Schautafeln lernen Sie auf circa 250 Quadratmetern, wofür die Menschen diese vielseitig verwendbare Kulturpflanze seit jeher nutzen: von Textilien über Dämmmaterial bis hin zur Medizin. Entdecken Sie so, welche Vorteile Hanf dem Menschen seit jeher in seiner Entwicklung gebracht hat. Und zwar abseits seiner psychoaktiven Wirkung.

Alles über Hanf: vom Kleidungsstück bis zur Medizin

Kein anderes Museum in Deutschland beherbergt eine Ausstellung, die sich einzig und allein der Hanfpflanze widmet. Im Winter 1994 eröffnet das Haus im Nikolaiviertel auf Initiative des H.A.N.F. e.V.. Erklärtes Ziel ist es, sich für die Wiedereingliederung des Hanfs in unsere Wirtschaft einzusetzen. Ihre Entdeckungsreise beginnt vor einem schmucken, kleinen Bürgerhaus. In den acht Räumen des Museums erwarten Sie spannende Informationen und Exponate, die die Vielseitigkeit des Hanfs erklären. In fast gemütlicher Wohnzimmer-Atmosphäre geht Ihr Rundgang los: So erfahren Sie gleich zu Anfang, dass Hanfsamen eine vorchristliche Grabbeigabe sind. Im alten China wiederum spielen Hanfschnüre eine wichtige Rolle, wie Sie im Raum für Kulturgeschichte erfahren. Auch in der Textil- und Stoffherstellung spielt Hanf eine große Rolle. So finden Sie hier ein altes Spinnrad, mit dem Pflanzenfasern zu Fäden gemacht werden. Auf deren Basis entstehen Kleidungsstücke, Seile und Matten. Diese Produkte stellt das Museum vor der grünen Vitrine aus. Darin befinden sich Hanfpflanzen. Werfen Sie von Nahem einen Blick auf die unscheinbaren und doch so außergewöhnlichen Pflanzen, die dort wachsen. Der nächste Ausstellungsraum präsentiert Ihnen dann Kosmetikprodukte, Hanfpapier, medizinische Präparate und Öle auf Hanfbasis. In der Gemäldegalerie geht es schließlich auch um die Hanfpflanze als Genussmittel. Die Bilder bekennender Konsumenten aus Geschichte und Gegenwart hängen hier dicht an dicht. Eine kleine Ausstellungsvitrine zeigt zudem historische Pfeifen aus dem Wien der Jahrhundertwende. Im benachbarten Raum schließlich dreht sich alles um Rastafaris und den Vorderen Orient. Im Anschluss an Ihren Rundgang statten Sie dem Keller einen Besuch ab. Dort bietet ein kleines Café THC-freie Cannabisspezialitäten wie Hanftee und ein regelmäßiges Musik- und Kulturprogramm an. Daneben liegen Bücher und Zeitschriften zum Thema aus.

Höhepunkte der Ausstellung

  • Informationen zur medizinischen Nutzung von Cannabis
  • Ausstellungsbereich über die Textilherstellung
  • Hanf als Lebensmittel und Grundstoff für Papier
  • historische Haschpfeifen aus dem Wien der Jahrhundertwende
  • eine grüne Vitrine, in der Hanfpflanzen wachsen

Das mittelalterliche Berlin: Ein Spaziergang durch das Nikolaiviertel

Die Nikolaikirche ist das älteste Gotteshaus in Berlin. Nur wenige Schritte vom Hanf Museum entfernt, befindet sie sich ebenfalls im Nikolaiviertel. Dies ist die rekonstruierte mittelalterliche Keimzelle Berlins. Das ehemalige Gotteshaus dient mittlerweile als Museum für Kirchen-, Bau- und Stadtgeschichte. Es präsentiert die Entstehung des Gebäudes in der Dauerausstellung Vom Stadtgrund bis zur Doppelspitze. Ebenfalls Teil des Nikolaiviertels ist das prunkvolle Ephraim-Palais aus dem 18. Jahrhundert. Auf drei Etagen besichtigen Sie in dem Rokoko-Gebäude wechselnde Sonderausstellungen zur Berliner Kunst- und Kulturgeschichte. Das Stadtmuseum zeigt hier seine Grafische Sammlung.

Unsere Tipps für Ihren Besuch

Mit den U- und S-Bahn-Linien U5, U8, S5, S7 und S75 erreichen Sie das Hanf Museum über den Berliner Alexanderplatz. Von hier sind es noch circa 600 Meter Fußweg bis zur Ausstellung. Alternativ nutzen Sie die U-Bahn-Station Klosterstraße, die von der U2 angefahren wird. Die Buslinie M48 bringt Sie zur Haltestelle Nikolaiviertel. Der Eintritt ist für Kinder unter zehn Jahren frei. Ermäßigungen erhalten Gruppen ab 6 Personen und Inhaber des Berlinpasses. Führungen durch das Museum erhalten Sie nach vorheriger telefonischer Anmeldung. Kleinere Gruppen unter 10 Personen zahlen dafür zusätzlich 5 Euro.

 

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 – 20:00
Mittwoch 10:00 – 20:00
Donnerstag 10:00 – 20:00
Freitag 10:00 – 20:00
Samstag 12:00 – 20:00
Sonntag 12:00 – 20:00
Montag geschlossen

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