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Rosinenbomber am Technikmuseum
Rosinenbombe Technikmuseum © Foto: Serjozha Kostyushev

Deutsches Technikmuseum

Bis zum Zweiten Weltkrieg zählt Berlin beinahe 100 Ausstellungen über Technik und Fortschritt. In dieser Tradition steht auch das Deutsche Technikmuseum in Kreuzberg. Das Haus ist mit einer Fläche von 26.500 Quadratmeter eines der größten technischen Museen in Europa. Hier, auf dem Gelände des alten Anhalter Güterbahnhofs am Gleisdreieck erwarten Sie spannende interaktive Erlebnisse. Exponate aus den verschiedensten Bereichen wie Verkehrs- und Kommunikationstechnik lassen die Herzen der Besucher höherschlagen. Nicht zuletzt staunen sie über Schiffe, Jagdflugzeuge und Dampfloks.

Zwischen Rosinenbombern, alten Tanten und Tropfenwagen

Das Deutsche Technikmuseum öffnet im Jahr 1983 als „Museum für Verkehr und Technik“ seine Pforten. Im Jahr 2003 erhält das Museum mit einem futuristischen Neubau ein modernes Gewand. Über dem Eingang thront eine Douglas C-47B Skytrain, ein „Rosinenbomber“ der Luftbrücke von 1948/49. Auf dem Gelände des Deutschen Technikmuseums befindet sich auch die Ladestraße des zum Teil erhaltenen Güterbahnhofs. An der Ladestraße liegt unter anderem das Museum der Zukunft, das neue Hauptgebäude der Stiftung Deutsches Technikmuseum: Das Areal umfasst mehrere Foren zu hochaktuellen Themen wie Mensch und Maschine oder dem immer rasanteren technischen Fortschritt. Außerdem erwartet Sie hier das Science Center Spectrum mit faszinierenden Experimenten mit Strom, Magneten oder bizarren Lichteffekten. In zwei alten Lokschuppen sehen Sie historische Dampfloks und alles, was mit Zugreisen zu tun hat, zum Beispiel Bahneruniformen. Im Deutschen Technikmuseum können Sie nicht weniger als 40 historische Schienenfahrzeuge bewundern. Riskieren Sie einen Blick in den mondänen Salonwagen des letzten deutschen Kaisers. Natürlich gibt es auch detailgetreue Modelle zu bewundern, etwa des alten Anhalter Bahnhofs. Ein Klassiker unter den ausgestellten Flugzeugen wiederum ist die gute alte Tante Ju. Die Dessauer Flugzeugschmiede Junkers stellt die berühmte dreimotorige Propellermaschine Ju 52 von 1932 bis 1952 her. Der Schifffahrtsgeschichte der letzten 10.000 Jahre widmet sich das Museum mit etwa 1.500 Exponaten. Staunen Sie über ein 33 Meter langes Frachtschiff aus dem Jahr 1840. Damals beherrschen majestätische Gefährte dieses Typs die Flüsse zwischen Elbe und Weichsel. Spannend ist auch der Schiffssimulator des Museums: Fühlen Sie sich einmal wie ein Kapitän und steuern Sie Ihr Schiff sicher in den Hafen. Autoliebhaber sind aus dem Schaudepot des ehemaligen Güterbahnhofs gar nicht mehr wegzubekommen: Die Palette reicht von Pferdekutschen über Dampfwagen bis zum Pkw mit Kreiskolbenmotor. Dort steht auch ein Originalexemplar des zwischen 1921 und 1925 gebauten Rumpler Tropfenwagens. Von dem skurrilen, windschnittigen Gefährt sind auf der ganzen Welt nur noch zwei Exemplare bekannt. Flanieren Sie auch durch den Museumspark mit einer Brauerei und mehreren Mühlen.

Fünf Hauptattraktionen im Deutschen Technikmuseum

  • Rosinenbomber Douglas C-47B Skytrain über dem Museumsportal
  • Salonwagen von Kaiser Wilhelm II.
  • Verkehrsflugzeug vom Typ Tante Ju
  • extrem seltener Rumpler Tropfenwagen
  • Schiffssimulator für angehende Kapitäne

Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung

Einen kurzen Spaziergang vom Deutschen Technikmuseum entfernt zeigt die Initiative Import Projects Präsentationen von Künstlern über die Vernetzung unserer technisierten Welt. Sie reichen von präparierten Alltagsgegenständen über Malereien bis hin zu Musikdarbietungen. Nur circa 20 Gehminuten sind es vom Deutschen Technikmuseum zum Martin-Gropius-Bau. Imposant ist bereits die Fassade mit Mosaiken und Reliefs aus Terrakotta. Heute zeigt der Martin-Gropius-Bau Ausstellungen zu so unterschiedlichen Bereichen wie Kulturgeschichte, Archäologie und Fotografie. Am Halleschen Ufer, gegenüber vom Deutschen Technikmuseum, befindet sich in einem ehemaligen Bunker die private Galerie The Feuerle Collection. Hier, in wuchtigen Betonräumen, präsentiert der Sammler Désiré Feuerle kaiserliches Mobiliar aus China zusammen mit Werken zeitgenössischer Künstler aus der ganzen Welt. Zwischen dem Potsdamer Platz und dem Brandenburger Tor liegt seit 2009 das Muskelhaus Science Center Otto Bock. Weiße Bänder in Form von Muskelfasern ziehen sich um das Gebäude. Erfahren Sie an interaktiven Schauobjekten viel Interessantes über den menschlichen Körper. Zum Beispiel, wie unser Gleichgewichtssinn arbeitet und wie gedankengesteuerte Prothesen funktionieren. Vor rund 100 Jahren entsteht in Weimar das Bauhaus – eine der wichtigsten Schulen für Kunst und Architektur im 20. Jahrhundert. Hier unterrichten und entwerfen weltberühmte Maler und Architekten wie Paul Klee und Mies van der Rohe völlig neue Designmuster. Begeben Sie sich im Berliner Bauhaus-Archiv auf die Spuren dieser renommierten Künstlergruppe. Das Archiv liegt am Lützowufer, knapp 2 Kilometer vom Deutschen Technikmuseum entfernt. Es beherbergt Kunst, Gebäudemodelle und Skizzen der Bauhaus-Meister.

Praktische Tipps von visitBerlin

Ganz bequem erreichen Sie das Deutsche Technikmuseum zum Beispiel mit den U-Bahn-Linien U1 und U2 bis zur barrierefreien Station „Gleisdreieck“. Von dort sind Sie in wenigen Gehminuten beim Technikmuseum. Mit der Berlin WelcomeCard von visitBerlin erhalten Sie einen Nachlass auf den Normalpreis. Ihre Kinder bekommen beim Besitz einer WelcomeCard noch eine Extraermäßigung. Und mit dem Museumspass Berlin besuchen Sie die wichtigsten Berliner Museen drei Tage hintereinander mit freiem Eintritt. Das Deutsche Technikmuseum veranstaltet jeden Sonntag um 14 Uhr Führungen für Familien. Ein besonderes Augenmerk legt das Museum auch auf seine kleinen Besucher. So erklärt es ihnen bei Führungen wie Technik für Kinder, warum ein Flugzeug fliegt. Für Blinde gibt es ebenfalls besondere Museumstouren.

 

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag 9:00 – 17:30
Samstag und Sonntag 10:00 – 18:00
Montag geschlossen

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