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Die Berliner Museumsinsel und der Berliner Dom
Die Museumsinsel und der Berliner Dom © iStock.com, Foto: Chalabala

Museumsinsel

Eine Insel mit fünf Museen mitten in Berlin

Hier wohnt Nofretete: Auf der Museumsinsel zeigen fünf Museen bedeutende Kunstwerke aus Ägypten, Byzanz und Berlin.

Ein Lächeln geheimnisvoll wie das der Mona Lisa, ein wissender Blick, eine Aura, die jeden Betrachter in ihren Bann zieht: Eine Audienz bei der schönsten Berlinerin, der Nofretete im Neuen Museum, ist ein Highlight eines jeden Berlin-Besuchs.

Eine Insel – Fünf Museen – Ein Ticket

Die Museumsinsel in Berlin ist ein grandioses Gesamtkunstwerk mit fünf weltweit berühmten Museumsbauten, die in einem außergewöhnlichen Ensemble versammelt sind. Neben der Nofretete zählen der Pergamonaltar und das Ishtar-Tor zu den wichtigsten Ausstellungsstücken. Seit 1999 ist die Berliner Museumsinsel mit dem Titel Welterbe der UNESCO ausgezeichnet.

Der Eintritt für Besucher unter 18 Jahren ist frei. Regulärer Preis beträgt 18,- €, ermäßigt 9,- €.

Tickets für die Museumsinsel

Die fünf Museen der Berliner Museumsinsel:

  • Pergamonmuseum
  • Bode-Museum
  • Neues Museum
  • Alte Nationalgalerie
  • Altes Museum
     

Mit der Eröffnung des Alten Museums im Jahr 1830 werden historisch bedeutsame Sammlungen und Kunst erstmals der Allgemeinheit zugänglich gemacht. Die Idee eines Museums, das allen offensteht, reicht bis in die Zeit der Aufklärung und ihrer Bildungsideale zurück. In den folgenden 100 Jahren entstehen auf dem Areal fünf Museen. Ab Ende der 1870 heißt die Museumsinsel auch so.

Geschichte der Museumsinsel

Das Bürgertum fordert schon länger öffentlich zugängliche Kunstsammlungen, doch es dauert bis der Vorschlag einer Ausstellung tatsächlich umgesetzt wird und das erste Museum seine Pforten öffnet. Nachdem König Friedrich Wilhelm II. den Vorschlag einer Kunstsammlung aufgegriffen hat, öffnet 1830 das Alte Museum, Preußens erstes öffentliches Museum. Karl Friedrich Schinkel, Preußens bedeutendster Baumeister, hat die Entwürfe geliefert.

Fast 30 Jahre später kommt das königlich-preußische Museum – heute: Neues Museum – hinzu. 1976 wird die Nationalgalerie eröffnet – heute Alte Nationalgalerie. Es dauert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts das Ensemble zu vervollständigen. 1904 eröffnet das Kaiser-Friedrich-Museum – heute Bode-Museum – und 1930 das Pergamonmuseum.

Die Nationalsozialisten planen einen gigantomanischen Umbau, der zum Glück nicht umgesetzt werden kann. Nach dem Krieg ist die Museumsinsel eine Ruinenlandschaft, vor allem das Neue Museum ist fast vollständig zerstört. Zu DDR-Zeiten beginnt der Wiederaufbau, doch das Neue Museum bleibt als Ruine bestehen.

Masterplan Museumsinsel

Nach dem Mauerfall beschließt der Stiftungsrat 1999 eine umfassende Sanierung des Ensembles, den sogenannten Masterplan Museumsinsel. Dazu gehören der Wiederaufbau des Neuen Museums sowie die Restaurierung der anderen Museen. Zusätzlich sollen die einzelnen Gebäude enger zusammengefasst werden und thematisch mit einer unterirdischen Promenade verbunden werden. Diese Archäologische Promenade wird die Kulturen von der Antike bis ins Abendland präsentieren. Nach dem Vorbild des Louvre gibt es voraussichtlich ab 2018 einen zentralen Eingang für das Ensemble, die James-Simon-Galerie.

Die fünf Museen der Museumsinsel Berlin

Pergamonmuseum

Das dreiflügelige Pergamonmuseum von Alfred Messel ist mit rund einer Million Besuchern pro Jahr das meistbesuchte Museum Berlins. Im Rahmen des Masterplans Museumsinsel wird das Pergamonmuseum schrittweise saniert und bis 2025 um einen vierten Flügel ergänzt. Im Zuge dieser Sanierung ist der Saal mit dem Pergamonaltar bis 2019 geschlossen. Das Ischtar-Tor, die Prozessionsstraße, das Marktor von Milet sowie das Museum für Islamische Kunst sind weiterhin zu sehen. Im neuen gläsernen Flügel werden das Kalabscha-Tor, die Säulenhalle des Königs Sahure, und die Tell-Halaf-Fassade ausgestellt. Tickets für das Pergamonmuseum

Bode-Museum

Das Bode-Museum ist bereits seit 2005 generalsaniert. Es beherbergt in frischem Glanz eine umfangreiche Skulpturensammlung vom Mittelalter bis zum späten 18. Jahrhundert sowie Schätze des Museums für Byzantinische Kunst und des Münzkabinetts. Im Sommer ist das gegenüberliegende Ufer wegen des schönen Blicks auf die nördliche Spitze der Museumsinsel ein beliebter Treffpunkt der Berliner und ihrer Besucher. Tickets für das Bode-Museum

Neues Museum

1841 beginnt Friedrich August Stüler mit dem Bau des Neuen Museums. Er nutzt Dampfkraft und industriell gefertigte Trägerkonstruktionen: bautechnisch eine Sensation. Im Zweiten Krieg wird das Museum stark zerstört und bleibt bis 1999 eine Ruine. Insgesamt zehn Jahre dauerten der anschließende Wiederaufbau und die Sanierung durch den renommierten Architekten David Chipperfield. Seit der spektakulären Wiedereröffnung 2009 sind hier ausgewählte Ausstellungstücke des Ägyptischen Museums, der Papyrussammlung, des Museums für Vor- und Frühgeschichte sowie der Antikensammlung untergebracht. Das Prunkstück im Neuen Museum ist die Nofretete.

Alte Nationalgalerie

Wie ein antiker Tempel erhebt sich die Alte Nationalgalerie mit ihrer Treppenanlage über die Museumsinsel. Vorbild für den Architekten Friedrich August Stüler ist die Akropolis von Athen. Das zwischen 1867 und 1876 erbaute Gebäude zeigt Gemälde und Skulpturen des Klassizismus, der Romantik, des Biedermeier, des Impressionismus und der beginnenden Moderne. Hier hängen Werke von Caspar David Friedrich, Karl Friedrich Schinkel, Karl Blechen, Adolphe Menzel, Edourad Manet, Claude Monet, Auguste Renoir. Max Liebermann sowie Lovis Corinth. Auch die wohl schönste Skulptur Preußens, die berühmte Prinzessinnengruppe von Johann Gottfried Schadow, steht in der Alten Nationalgalerie. Tickets für die Alte Nationalgalerie

Altes Museum

Das vom Baumeister Karl Friedrich Schinkel entworfene klassizistische Gebäude mit einer schönen Rotunde, Kuppel und Säulenportal ist 1830 das erste Museum auf der Insel. Nach Umbaumaßnahmen zeigt das Museum die ständige Ausstellung Neue Antike im Alten Museum (Antikensammlung mit Gold-Schatzkammer) mit antiker Kunst und Skulpturen. Tickets für das Alte Museum

Praktische Infos von visitBerlin

Die Museumsinsel liegt in Berlin-Mitte. Nehmen Sie die S-Bahn bis zum Hackeschen Markt. Parkplätze hat die Museumsinsel nicht – Sie müssten auf die kostenpflichtigen Plätze in der Innenstadt ausweichen. Wenn Sie Lust auf alle Museen auf dem Museumsinsel haben, nutzen Sie die Berlin WelcomeCard Museumsinsel. Damit besuchen Sie an drei Tagen hintereinander alle Häuser auf der Museumsinsel kostenlos (Sonderausstellungen sind davon ausgenommen). Haben Sie den Museumspass, können Sie sogar 30 weitere Museen zu Berlin kostenfrei besuchen. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist der Eintritt der Staatlichen Museen Berlin generell frei.

Museen der Museumsinsel – Öffnungszeiten

Di/Mi/Fr/Sa/So 10 - 18 Uhr, Donnerstag 10-20 Uhr, montags geschlossen

Tickets für die Museumsinsel

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