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Alte Nationalgalerie in Berlin: Karl-Freidrich-Schinkel-Saal
Alte Nationalgalerie: Karl-Friedrich-Schinkel-Saal © visitBerlin, Foto: Pierre Adenis

Alte Nationalgalerie

Von der Pracht des 19. Jahrhunderts

In Berlins Alter Nationalgalerie entdecken Sie Meisterwerke von französischen Künstlern wie Édouard Manet und bedeutende Gemälde der deutschen Romantik.

Tickets

Caspar David Friedrich, Paul Cézanne und Pierre-Auguste Renoir – diese berühmten Namen begegnen Ihnen in der Alten Nationalgalerie. Das Museum ist Teil der Museumsinsel, die zum UNESCO-Welterbe gehört. In der Galerie schauen Sie sich Gemälde und Skulpturen aus dem 19. Jahrhundert an. Das Gebäude selbst sieht einem antiken Tempel ähnlich - gebaut im  Stil des Preußischen Klassizismus.

Vom Klassizismus zur Romantik auf drei Etagen

Halten Sie einen Moment inne, bevor Sie in die Alte Nationalgalerie hineingehen. Der klassizistische Bau wirkt sehr imposant! Der obere Teil wird von Säulen umrahmt, ganz im Stil eines antiken Tempels. Die Idee dazu stammt von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen. Seine Ideen beeinflussen die Berliner Baukunst des 19. Jahrhunderts. So wird denn auch sein Entwurf zum Vorbild für die Alte Nationalgalerie – ein klassizistischer Tempelbau. Betreten Sie das Museum, sind Sie weiterhin vom Preußischen Klassizismus umgeben. Im Eingangsbereich und der ersten Etage finden Sie sich vor Statuen und Gemälden aus dieser Zeit wieder. Die Etage bringt sie weiter zu den Werken von Adolph Menzel. Seine Kunst wird hier ausführlich dokumentiert. Weiter führt Sie die Tour in die zweite Etage zu den impressionistischen Gemälden. Hier stehen Sie vor berühmten Kunstwerken von Monet, Renoir oder Manet. Planen Sie ruhig ein bisschen Zeit ein und betrachten Sie so berühmte Gemälde wie Renoirs „Im Sommer“. Die Räume sind weitläufig gestaltet, jedem Kunstwerk wird genügend Platz eingeräumt. Im dritten Stock begegnen Ihnen Werke aus der Romantik und Goethezeit. Für viele ein Höhepunkt: Der Saal, der komplett den Werken von Caspar David Friedrich gewidmet ist. Stellen Sie sich einmal vor seinen „Mönch am Meer“ und lassen Sie den weiten, grauen Nachthimmel auf sich wirken.

Nicht nur die Kunstwerke sind bedeutend, auch das Museum selbst hat eine interessante Geschichte hinter sich. Sie beginnt im Jahr 1861 mit dem Tod eines Bankiers. In seinem Testament vermacht Bankier Wagener seine gesammelten Gemälde dem preußischen Staat. Auflage ist, dass alle Freunde der Kunst sie anschauen dürfen. Architekt Friedrich August Stüler beginnt bald ein würdiges Museum für Wageners Kunstschätze zu entwerfen. Johann Heinrich Strack ist der zweite Architekt und vollendet den Bau schließlich. 1876 ist es so weit, das Museum öffnet seine Pforten. Allerdings nicht durchgängig bis heute: Im Zweiten Weltkrieg beschädigen Bomben und Häuserkämpfe das Gebäude. Die Galerie wird saniert, kehrt aber nicht sofort zu Ihren Glanzzeiten zurück. Deutschland wird geteilt und die Exponate verteilen sich auf mehrere Orte in der DDR und West-Berlin. Erst nach der Wende kommen sie wieder an ihren ursprünglichen Platz zurück. Die Stadt saniert das Museum noch einmal in den 90er Jahren. Jetzt gibt es auch die viel gelobte Halle für Caspar David Friedrich. 2001 öffnet die Alte Nationalgalerie erneut ihre Türen und tut es bis heute.

Menschen sitzen am Brunnen vor der Alten Nationalgalerie
Menschen sitzen am Brunnen vor der Alten Nationalgalerie © visitBerlin, Foto: Günter Steffen

Fünf berühmte Meisterwerke

Diese Kunstwerke sollten Sie nicht verpassen:

  • die Gemälde „Das Balkonzimmer“ (1845) und „Eisenwalzwerk“ (1875) von Adolph von Menzel
  • Alexander Calandrellis Reiterstandbild aus Bronze von Friedrich Wilhelm IV. auf dem Treppenaufgang (1875-1886)
  • das Mädchenporträt „Im Sommer“ von Pierre-Auguste Renoir (1868)
  • Caspar David Friedrichs Bild „Der Mönch am Meer“ (1808-1810)
  • Johann Gottfried Schadows Doppelskulptur „Prinzessinnengruppe“ (1795-1797)

Sehenswertes nahe der Alten Nationalgalerie

Die Alte Nationalgalerie ist eine von fünf Kunststätten auf der Museumsinsel. Von hier aus blicken Sie direkt auf das Neue Museum. Ägyptische Exponate und frühgeschichtliche Stücke sind dort ausgestellt. Darunter die Büste der Nofretete. Auch zum Pergamonmuseum sind es nur ein paar Schritte. Besonders berühmt sind der Pergamonaltar (derzeit nicht zu sehen) und das Ishtar-Tor – ein Stadttor von Babylon. Direkt dahinter liegt das Bode-Museum, ein Prachtbau im Stil des Neobarock. Im Programm sind Stücke aus der Byzantinischen Kunst und Skulpturen vom 10. bis zum 18. Jahrhundert. Spätantike Sarkophage gehören genauso dazu wie Statuen von Tilman Riemenschneider. Das Alte Museum erinnert wie die Alte Nationalgalerie an einen antiken Tempel. Hier ist die Antikensammlung untergebracht. Schauen Sie sich in der Ausstellung zum Beispiel die Porträts von Caesar und Kleopatra an.

Praktische Infos von visitBerlin

Die Museumsinsel liegt in Berlin Mitte. Nehmen Sie die S-Bahn bis zum Hackeschen Markt. Parkplätze hat die Museumsinsel nicht – Sie müssten auf die kostenpflichtigen Plätze in der Innenstadt ausweichen. Einen ganzen Museumstag planen Sie am besten donnerstags ein, dann hat das Haus bis 20 Uhr geöffnet. Wenn Sie Lust auf alle Museen auf dem Museumsinsel haben, nutzen Sie die Berlin WelcomeCard Museumsinsel. Damit besuchen Sie an drei Tagen hintereinander alle Häuser auf der Museumsinsel kostenlos (Sonderausstellungen sind davon ausgenommen). Haben Sie den Museumspass, können Sie sogar 50 weitere Museen zu Berlin kostenfrei besuchen. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist der Eintritt der Staatlichen Museen Berlin generell frei.

Tickets

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 – 18:00
Mittwoch 10:00 – 18:00
Donnerstag 10:00 – 20:00
Freitag 10:00 – 18:00
Samstag 10:00 – 18:00
Sonntag 10:00 – 18:00

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