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Statue ohne Kopf im Pergamon Museum in Berlin
Pergamon Museum © visitBerlin, Foto: Günter Steffen

Pergamonmuseum

In die Welt des antiken Orients eintauchen

Das Ishtar-Tor aus Babylon, der Pergamonaltar und das Markttor von Milet: Bestaunen Sie im Pergamonmuseum Ausgrabungsfunde aus Vorderasien und der Antike.

Tickets

Das Pergamonmuseum gilt als Besuchermagnet schlechthin unter den Berliner Museen. Mit dem türkisfarben schimmernden Ishtar-Tor und dem monumentalen Pergamonaltar aus der Antike beeindruckt der imposante Bau auf der Museumsinsel. Schreiten Sie wie vor mehr als 2.000 Jahren die Treppenstufen des originalerhaltenen Altars empor. Dahinter öffnet sich Ihnen eine mystische und bisweilen geheimnisvolle Welt. Unweigerlich drängt sich die Frage auf: Wie schaffen es die antiken Völker, eine solch filigrane Architektur zum Leben zu erwecken? Neben den architektonischen Meisterleistungen aus Vorderasien und der Antike strahlen Ihnen auch prunkvolle Werke aus der islamischen Archäologie entgegen.

Babylon und Vorderer Orient: Berlins bedeutendstes Archäologiemuseum

Nachdem der berühmte Kaufmann und Archäologe Heinrich Schliemann Troja freilegt, bricht im 19. Jahrhundert das Ausgrabungsfieber aus. Deutsche Forscher begeben sich nach Babylon, Uruk, Assur und Ägypten. Ihre Funde sind bald auf der Berliner Museumsinsel, im Vorgängerbau des Pergamonmuseums, ausgestellt. Doch schon nach kurzer Zeit reicht der Platz nicht mehr aus. Zwischen 1910 und 1930 entsteht schließlich an gleicher Stelle der Neubau von Alfred Messel mit einem noch größeren Ausstellungsbereich. Heute gilt das Pergamonmuseum als eine der Hauptattraktionen der Stadt Berlin. Neben dem imposanten Pergamonaltar - dem Höhepunkt der hellenistischen Kunst - bilden das 17 Meter hohe Markttor von Milet und das prachtvolle Ishtar-Tor den Kern der Ausstellung. In jedem der Flügel finden Sie eine der drei Sammlungen: Teile der Antikensammlung im Hauptteil, das Vorderasiatische Museum im Südflügel und das Museum für Islamische Kunst zukünftig im Nordflügel.

Beachten Sie, dass noch bis 2023 Teile des Museums aufgrund von Sanierungsarbeiten geschlossen bleiben. Darunter auch der monumentale Pergamonaltar. Lassen Sie sich dennoch genug Zeit für Ihren Rundgang durch die Räumlichkeiten. Bereits der Eingangsbereich begeistert mit liebevollen Details an Säulen und Giebeln und aufwendigen Reliefs. Im Südflügel erreichen Sie schließlich den Durchgang zum Vorderasiatischen Museum. Besonders der Baukunst ist hier viel Raum gewährt: Vom Boden zur Decke reichen die Ausmaße des blau schimmernden Ishtar-Tors aus Babylon. Die fein eingearbeiteten Reliefs strahlen Ihnen schon von Weitem entgegen. In den lichtdurchfluteten Sälen des Pergamonmuseums erfahren Sie außerdem, wie vielseitig die historische Architektur des Orients ist. Die Mschatta-Fassade aus einer jordanischen Wüstenresidenz ist reich an filigranen Stuckwänden und Gravuren. Diese präsentiert sich Ihnen in den hellen Räumlichkeiten des Museums für Islamische Kunst. Dort können Sie einen Blick auf die prächtigen Kuppeln aus Alhambra und die Gebetsnischen aus dem Iran werfen. Spektakulär wirkt auch das imposante Markttor von Milet mit seinen geschwungenen Bögen und römischen Säulen.

Höhepunkte im Pergamonmuseum

  • das berühmte Ishtar-Tor aus Babylon
  • der kleinasiatische Pergamonaltar mit seinen aufwendigen Reliefs
  • römisches Markttor von Milet aus dem 2. Jahrhundert nach Christus
  • die filigran gestaltete Mschatta-Fassade aus einem der jordanischen Wüstenschlösser
  • Statuette des Beters aus Assur

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Fünf Museen der Staatlichen Museen bilden das Ensemble auf der Museumsinsel. Das Highlight schlechthin im Neuen Museum ist die berühmte Büste der Nofretete. Außerdem präsentiert das Haus einen originalgetreuen ägyptischen Hof, Mumien und wertvolle Papyrusrollen. Direkt nebenan am Lustgarten begrüßt Sie schon beim Betreten des Alten Museums die mächtige Rotundenkuppel. Hinter den Säulen und Skulpturen erreichen Sie die Sammlung mit römischer und griechischer Bildhauerei. Die Alte Nationalgalerie wiederum ist etwas für Liebhaber deutscher Malerei. Klassiker wie Caspar David Friedrich und der Landschaftsmaler Carl Blechen stehen im Mittelpunkt. Vom Gestalter der Quadriga auf dem Brandenburger Tor, Friedrich Wilhelm von Schadow, können Sie die berühmte Prinzessinnengruppe bestaunen. Im nördlichen Teil der Museumsinsel befindet sich das Bode-Museum mit seiner markanten Kupferkuppel. Im Inneren des imposanten Bauwerks laden das Münzkabinett und das Museum für Byzantinische Kunst zu einem faszinierenden Rundgang ein. Wenige Gehminuten entfernt bietet Ihnen das Deutsche Historische Museum Unter den Linden einen spannenden Abriss quer durch die deutsche Geschichte.

Tipps und Hinweise für Ihren Besuch

Das Pergamonmuseum erreichen Sie vom U- und S-Bahnhof Friedrichstraße bequem zu Fuß. Der S-Bahnhof Hackescher Markt liegt auch nicht weit entfernt entfernt. Die Straßenbahnen M1 und 12 halten am nahe gelegenen Kupfergraben, am Lustgarten Unter den Linden stoppen die Busse 100 und 200. Studenten, Schüler, Rentner, Schwerbehinderte und Erwerbslose erhalten ermäßigten Eintritt. Kinder unter 17 Jahren können das Museum sogar kostenlos besuchen. Vergünstigungen bekommen Sie außerdem mit dem Museumspass Berlin. Das Haus hat auch montags geöffnet und donnerstags gelten verlängerte Öffnungszeiten. Öffentliche Führungen können Sie täglich vor Ort buchen. Schulklassen sollten sich jedoch vorher anmelden. Achtung: Bis 2023 bleibt der Nordflügel und der Pergamonaltar aufgrund von Sanierungsarbeiten geschlossen. Ein ergänzender, temporärer Ausstellungsbau gegenüber der Museumsinsel ist für Ostern 2018 geplant.

 

Tickets

Öffnungszeiten

Montag 10:00 – 18:00
Dienstag 10:00 – 18:00
Mittwoch 10:00 – 18:00
Donnerstag 10:00 – 20:00
Freitag 10:00 – 18:00
Samstag 10:00 – 18:00
Sonntag 10:00 – 18:00

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