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Berliner Dom in Berlin-Mitte
Fahrradtour zum Berliner Dom © iStock.com/Andrey Artykov

Berliner Dom

Die Hofkirche der Hohenzollern

Groß und prunkvoll mit seiner weithin sichtbaren Kuppel erhebt sich der Berliner Dom mitten im Herzen der Stadt. Eine wahre Augenweide ist der Kirchenraum – aufwändig verziert und kunstvoll geschmückt.
Der Berliner Dom war einst die Hofkirche der Hohenzollern, welche im Stadtschloss auf der anderen Seite der Spree residierten. Heute spielt die größte Kirche Berlins als Oberpfarr- und Domkirche  der evangelischen Kirchengemeinde eine wichtige Rolle über die Stadtgrenzen hinaus.

Die Architektur des Berliner Doms

Die monumentale Kuppel, flankiert von vier Türmen, dominiert den Bau. Die Kuppel krönt eine Laterne mit goldenem Kreuz. Raschdorff hat den Berliner Dom im Stil der italienischen Hochrenaissance mit barocken Einflüssen gestaltet. Auch das Innere der Kirche entspricht dem üppigen Geschmack des späten 19. Jahrhunderts: Ein prunkvoller Mix aus verschiedenen Stilepochen mit ornamentalen Mosaiken, Gold und Statuen ziert den achteckigen Kirchenraum. Der Marmoraltar von Stüler und der Marmortaufstein von Christian Daniel Rauch sind die wohl bedeutendsten Kunstwerke. Beeindruckend ist auch das riesige Gemälde der Ausgießung des Heiligen Geistes von Carl Begas in der Tauf- und Traukirche.

Führungen im Berliner Dom

Alle 20 Minuten finden Führungen durch den Berliner Dom statt, welche im Eintrittspreis enthalten sind. Neben der Predigtkirche mit der beeindruckenden Kuppel lohnt auch die Tauf- und Traukirche mit ihrer eher stillen und zur Einkehr einladenden Atmosphäre einen Besuch.  In der Hohenzollerngruft ruhen rund 100 Särge aus vier Jahrhunderten, einige schlicht gehalten andere prunkvoll gestaltet. Die aufwändig gestalteten Sarkophage von Andreas Schlüter für Friedrich I und Königin Sophie Charlotte  sind Meisterwerke des Barocks. Nur Kaiser Friedrich Wilhelm II fand nicht in seiner Kirche die letzte Ruhe, sondern im holländischen Exil.

Das Dommuseum zeigt  Zeichnungen und Entwürfe zur Entstehungsgeschichte des Berliner Doms. Die originalgetreuen Modelle  vermitteln einen guten  Eindruck vom Innern der Kirche. Ein sagenhafter Panoramablick über Berlins Zentrum belohnt den Aufstieg auf die Kuppel mit rund 270 Stufen. Und das üppig verzierte Kaiserliche Treppenhaus verfügt sogar über einen Fahrstuhl, den der technikbegeisterte Kaiser 1905 von einer amerikanischen Firma einbauen ließ. Er ist außer Betrieb und wird nur zu besonderen Gelegenheiten geöffnet.

Besichtigungen bei Gottesdiensten und Veranstaltungen sind nicht möglich.

 

Eine Kirche für die Monarchie: Die Geschichte des Berliner Doms

Schon seit dem 15. Jahrhundert stehen Vorgängerbauten an der Stelle des heutigen Domes, sind sie doch die Hofkirchen des nahegelegenen Berliner Stadtschlosses. Anfang des 19. Jahrhunderts hat Berlins wichtigster Baumeister Schinkel den bestehenden Dom in einen schlichten klassizistischen Bau umgewandelt. Doch zur Jahrhundertwende ändert sich der Geschmack. Kaiser Friedrich Wilhelm II findet, dass der eher bescheidene Schinkel-Dom den Repräsentationsansprüchen der Monarchie nicht mehr entspricht und treibt einen Neubau voran – größer, prachtvoller und üppiger ausgeschmückt. Julius Carl Raschdorff erhält den Auftrag für den monumentalen Bau, erst sein dritter Entwurf überzeugt den König. Die Kirche ist die Berliner Antwort auf den Petersdom in Rom und St Pauls Cathedral in London.

Die Einweihung des repräsentativen Gebäudes findet 1905 statt. Im Zweiten Weltkrieg erleitet der Dom große Schäden. Erst 1975 beginnt die DDR mit der Wiederherstellung, wenn auch in vereinfachter Form. Abgeschlossen wurde sie sogar erst vier Jahre nach der Wende im Jahr 1993. Zuletzt ersetzt 2008 ein neues goldenes Kuppelkreuz das eher schlichte Kreuz aus der DDR-Zeit.

    Sehenswürdigkeiten in der Nähe

     

    Gottesdienst im Berliner Dom

    Gottesdienst: Sonn- und Feiertage 10 Uhr
    Abendmahlgottesdienst (wird simultan ins Englische übersetzt) mit Kindergottesdienst: Sonn- und Feiertage 18 Uhr
    Predigtgottesdienst: Samstag 18 Uhr
    Vesper: Montag – Samstag 12 Uhr
    Mittagsandacht: Montag – Freitag 18 Uhr
    Abendandacht (donnerstags als Evensong in englischer und deutscher Sprache)

    Einmal im Monat Donnerstagabend (meist am 2. Donnerstag im Monat) Taizé – Andacht
    Eine Übersicht aller Gottesdienst, Vespern und Andachten finden Sie auf der Website des Berliner Doms.

    Konzerte im Berliner Dom

    Die Konzerte im prachtvoll gestalteten Dom sind ein besonders eindringliches Erlebnis. In Gottesdiensten und Konzerten erklingt die historische Sauer-Orgel mit ihrem reichen Klang. In speziellen Orgelführungen können Sie das imposante Instrument aus der Nähe bestaunen. Mit der Berliner Domkantorei und dem Staats- und Domchor Berlin beherbergt der Berliner Dom gleich zwei ausgezeichnete Chöre. Ein Highlight im Programm ist der Internationale Orgelsommer.

    Die Schatzsuche-App

    Die in mehreren Sprachen verfügbare Global-Treasure-App stellt spannende Fragen zu verschiedenen Stationen – mit jeweils drei Antwortmöglichkeiten. Am Ende winkt an vielen Orten ein kleines Dankeschön für die Schatzsucher.

    Infos für Schulklassen

    Im Berliner Dom werden für jede Altersklasse Schülerführungen angeboten. Neben der Domführung gibt es auch begleitete Gruft-, Orgel- und Museumsrundgänge.

    Die 90-minütigen Schülerführungen kosten:
    bis 15 Personen 35 Euro Führungspauschale zzgl. 30 Euro Eintritt,
    bis 30 Personen 60 Euro Führungspauschale zzgl. 50 Euro Eintritt.
    Eine vorherige Anmeldung ist notwendig.

      Öffnungszeiten

      Montag 9:00 – 19:00 und 9:00 – 19:00
      Dienstag 9:00 – 19:00
      Mittwoch 9:00 – 19:00
      Donnerstag 9:00 – 19:00
      Freitag 9:00 – 19:00
      Samstag 9:00 – 19:00
      Sonntag 12:00 – 19:00

      Hier finden Sie weitere Informationen