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Blick auf den Berliner Dom
Fahrradtour zum Berliner Dom © iStock.com/Andrey Artykov

Berliner Dom

Domkirche Berlins und Grablege der Hohenzollern

Groß und prunkvoll mit seiner weithin sichtbaren Kuppel erhebt sich der Berliner Dom mitten im Herzen der Stadt. Eine wahre Augenweide ist der Kirchenraum – aufwändig verziert und kunstvoll geschmückt.

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Der Berliner Dom war einst repräsentative Bühne der Hohenzollern, welche im Stadtschloss auf der anderen Seite der Spree residierten. Heute spielt die größte Kirche Berlins als Oberpfarr- und Domkirche der evangelischen Kirchengemeinde eine wichtige Rolle über die Stadtgrenzen hinaus.

Eine Kirche für die Monarchie: Die Geschichte des Berliner Doms

Die Geschichte des Berliner Domes reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Die Vorgängerbauten sind ursprünglich Teil des Berliner Stadtschlosses. König Friedrich II. lässt 1750 einen Kirchenbau am Lustgarten einweihen. Anfang des 19. Jahrhunderts wandelt Berlins wichtigster Baumeister Schinkel den bestehenden Dom in einen schlichten klassizistischen Bau um.

Größer und prächtiger

Doch zur Jahrhundertwende ändert sich der Geschmack. Kaiser Friedrich Wilhelm II findet, dass der eher bescheidene Schinkel-Dom den Repräsentationsansprüchen der Monarchie nicht mehr entspricht und treibt einen Neubau voran – größer, prachtvoller und üppiger ausgeschmückt. Julius Carl Raschdorff erhält den Auftrag für den monumentalen Bau. Jedoch erst sein dritter Entwurf überzeugt den Kaiser, für den der Dom die "Hauptkirche des Protestantismus"  und die Berliner Antwort auf den Petersdom in Rom und St Pauls Cathedral in London ist.

Die Einweihung des repräsentativen Gebäudes findet 1905 statt. Im Zweiten Weltkrieg erleidet der Dom große Schäden. Erst 1975 beginnt die DDR mit der Wiederherstellung, wenn auch in vereinfachter Form. Abgeschlossen wurde sie sogar erst vier Jahre nach der Wende im Jahr 1993. Zuletzt ersetzt 2008 ein neues goldenes Kreuz das sanierungsbedürftige Kuppelkreuz. Das alte Kreuz befindet sich heute auf dem einem der Domfriedhöfe in der Liesenstraße 6.

Die Architektur des Berliner Doms

Die monumentale Kuppel, flankiert von vier Türmen, dominiert den Bau. Die Kuppel krönt eine Laterne mit goldenem Kreuz. Raschdorff hat den Berliner Dom im Stil der italienischen Hochrenaissance mit barocken Einflüssen gestaltet. Auch das Innere der Kirche entspricht dem üppigen Geschmack des späten 19. Jahrhunderts: Ein prunkvoller Mix aus verschiedenen Stilepochen mit ornamentalen Mosaiken, Gold und Statuen ziert den Kirchenraum. Der Marmoraltar von Stüler und der Marmortaufstein von Christian Daniel Rauch sind die wohl bedeutendsten Kunstwerke. Beeindruckend ist auch das riesige Gemälde der Ausgießung des Heiligen Geistes von Carl Begas in der Tauf- und Traukirche.

Die Grablege der Hohenzollern

In der Hohenzollerngruft, die seit 2020 wegen Umbau- und Sanierungsarbeiten geschlossen ist, ruhen rund fast 100 Särge aus fünf Jahrhunderten, einige schlicht gehalten andere prunkvoll gestaltet. Die aufwändig gestalteten Sarkophage von Andreas Schlüter für Friedrich I und Königin Sophie Charlotte unter den beiden großen Emporen im oberen Kirchenraum sind Meisterwerke des Barocks. Kaiser Friedrich Wilhelm II allerdings fand nicht in seiner Kirche die letzte Ruhe, sondern im holländischen Exil.

Zur Zeit ist die Hohenzollerngruft wegen Sanierung und Umbauten geschlossen.

Das Dommuseum und die Kuppel

Das Dommuseum zeigt  Zeichnungen und Entwürfe zur Entstehungsgeschichte des Berliner Doms. Die originalgetreuen Modelle  vermitteln einen guten  Eindruck vom Innern der Kirche. Ein sagenhafter Panoramablick über Berlins Zentrum belohnt den Aufstieg auf die Kuppel mit rund 270 Stufen. Und das üppig verzierte Kaiserliche Treppenhaus verfügt sogar über einen Fahrstuhl, den der technikbegeisterte Kaiser 1905 von einer amerikanischen Firma einbauen ließ. Treppenhaus und Fahrstuhl sind nur zu besonderen Gelegenheiten für Besucher zugänglich.

Besichtigungen bei Gottesdiensten und Veranstaltungen sind nicht möglich.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe

Konzerte im Berliner Dom

Die Konzerte im prachtvoll gestalteten Dom sind ein besonders eindringliches Erlebnis. In Gottesdiensten und Konzerten erklingt die historische Sauer-Orgel mit ihrem reichen Klang. In speziellen Orgelführungen können Sie das imposante Instrument aus der Nähe bestaunen. Mit der Berliner Domkantorei und dem Staats- und Domchor Berlin beherbergt der Berliner Dom gleich zwei ausgezeichnete Chöre. Highlights im Programm sind die Internationale Orgelsommer und die zahlreichen Konzerte in der Advents- und Weihnachtszeit.

Für Öffnungszeiten, Führungen und Angebote für Schulklassen informieren Sie sich bitte auf der Webseite.

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