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Unter den Linden mit Trabi und Brandenburger Tor in Berlin
Unter den Linden mit Trabi und Brandenburger Tor © visitBerlin; Foto: Arthur F. Selbach

Unter den Linden

Berlins Prachtboulevard

Vom Berliner Dom zum Brandenburger Tor, auf dem Weg liegen noch viele weitere Sehenswürdigkeiten – der Prachtboulevard Unter den Linden führt Sie mitten durch Berlin.

Unter den Linden ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen im Berliner Zentrum und der ideale Startpunkt für Sie, um Berlin kennenzulernen: Der Prachtboulevard in Berlin-Mitte ist das alte Herzstück Berlins und führt Sie vom Brandenburger Tor bis zur Schlossbrücke und dem Berliner Dom. Beim Schlendern der rund 1,5 km spazieren Sie an zahlreichen wichtigen Einrichtungen wie der Humboldt-Universität oder der Staatsoper sowie Sehenswürdigkeiten wie der Neuen Wache oder dem Zeughaus vorbei. Den Boulevard schmücken zudem Restaurants, Cafés und Geschäfte.

Geschichte des Boulevard Unter den Linden

Die Straße, die die älteste Flaniermeile Berlins ist, war zunächst nur ein Reitweg. Die Linden führten ab 1573 vom Stadtschloss nach Lietzow, dem später nach der Königin Sophie Charlotte benannten „Charlottenburg“, und von dort aus weiter nach Spandau. Die ersten Linden stehen seit 1647 hier. Ab 1701 wurden die Linden im Zuge königlicher Prachtentfaltung und neuer Architektur immer weiter ausgebaut. Dies haben wir Friedrich dem Großen zu verdanken, da er dafür gesorgt hat, dass die Linden zu einer Prachtstraße ausgebaut wurden. Daher steht bis heute ein Reiterstandbild vom „Alten Fritz“ am östlichen Ende der Straße.  

Entlang der Straße Unter den Linden entstanden im Laufe der Zeit das Zeughaus, die Friedrichstadt und unter Friedrich dem Großen das Kronprinzenpalais, das Prinzessinnenpalais, das Opernhaus und das Palais für Prinz Heinrich, die jetzige Humboldt-Universität. Karl Friedrich Schinkels sorgte schließlich dafür, dass die unterschiedlichen Bauten und Stilrichtungen in einem ästhetischen Konzept vereint wurden. So wurden die Neue Wache und die Schlossbrücke gebaut sowie der Lustgarten umgestaltet, wodurch sich die Linden zu einem Gesamtensemble vereinen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Berliner Dom im eklektizistischen Stil des Wilhelminismus neu errichtet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war vom Boulevard Unter den Linden außer einer Trümmerwüste nicht viel übrig. Mit Ausnahme des Stadtschlosses. Doch 1950 entschied der damalige Generalsekretär des Zentralkommitees der SED, Walter Ulbricht, das Stadtschloss abzureißen. Als ein Symbol des preußischen Absolutismus war es ihm ein Dorn im Auge. Die anderen noch existierenden Gebäude wurden aber nach und nach wieder aufgebaut. Die eigentliche Bautätigkeit jedoch begann erst 1958. Es entstanden typische Sechziger-Jahre-Gebäude mit gleichförmigen Fassaden. An Stelle des Stadtschlosses wurde der Palast der Republik gesetzt, der nach der Wende als asbestverseucht geschlossen und abgerissen werden musste.

Unter den Linden heute

Seit dem Mauerfall wurden viele Gebäude restauriert und neu erbaut. Der Lustgarten – zu DDR-Zeiten als Paradeplatz genutzt – wurde wieder zu einem Garten, wie es die Pläne von Lenné ursprünglich vorgesehen hatten.
Bis Herbst 2019 läuft noch der Wiederaufbau des Stadtschlosses. Außerdem wird derzeit die Staatsoper Unter den Linden so aufwändig renoviert, wie noch nie in ihrer 250jährigen Geschichte.

Sehenswürdigkeiten entlang Unter den Linden

Hotels

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