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Französischer Dom am Gendarmenmarkt in Berlin
Französischer Dom am Gendarmenmarkt © ©2009 BTM/Scholvien

Gendarmenmarkt

Der schönste Platz Berlins

Der schönste Platz in Berlin? Der schönste Platz gar nördlich der Alpen? Machen Sie sich selbst ein Bild vom Gendarmenmarkt.

Einst marschieren hier Soldaten, heute schlendern Berliner und Besucher über den Platz. Er gilt als der schönste Platz Berlins, wenn nicht als schönster Platz nördlich der Alpen. Das Ensemble aus Konzerthaus und den zwei mit Türmen geschmückten Kirchenbauten ist von vollendeter Harmonie. Im Sommer spielen hier Orchester beim Classic Open Air die schönsten klassischen Melodien, im Winter verwandelt sich der Platz in ein romantisches Winterwunderland mit Weihnachtsmarkt.

Geschichte des Gendamenmarktes

Friedrich I. lässt die Friedrichstadt Ende des 17. Jahrhunderts  nach Plänen von Johann Arnold Nering anlegen. Vor allem Hugenotten, die aus Frankreich nach Preußen geflohen sind, leben hier. Deshalb erhielt die französisch-reformierte Gemeinde eine Kirche auf dem Platz, die lutherische Gemeinde die andere Kirche. Friedrich II. lässt die Stallungen des Kürassierregiments der Gens d'armes abreißen, die sich am Platz befunden haben und ihm seinen Namen gegeben haben. Zwischen den beiden Kirchen entsteht das neue Schauspielhaus, das jetzige Konzerthaus Berlin.

Ganz zentral auf dem Platz vor dem Konzerthaus steht eine Statue des Dichters Friedrich Schiller. Zwischen Grundsteinlegung und Einweihung des Denkmales liegen stolze 12 Jahre. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist der Platz ein Trümmerhaufen. In den 70ern Jahren lässt der Magistrat den Platz umbauen, bei dem er seine heutige Gestalt erhält.  Seinen heutigen Namen, der 1950 in Platz der Akademie geändert worden ist, erhält der Gendarmenmarkt 1991 nach der Wiedervereinigung zurück.

Ein Dom – Keine Kirche

Seine jetzige Gestalt nimmt der Gendarmenmarkt unter Friedrich II. an – durch eine einheitliche Bebauung  nach den Plänen von Georg Christian Unger. Carl von Gontard schmücke die beiden Kirchen, die Französische Friedrichstadtkirche  und die lutherische Kirche, mit fast überdimensioniert wirkenden Kuppeltürmen. Die Türme heißen zwar Deutsche Dom und Französischer Dom, doch sind sie keine Kirchen. Der Name Dom kommt vom französischen Wort dôme, das Kuppel bedeutet.  

Der Deutsche Dom beherbergt heute die Ausstellung des Deutschen Bundestags Wege, Irrwege, Umwege. Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland. Im Französischen Dom befindet sich das Hugenottenmuseum. Die Französische Friedrichstadtkirche ist immer noch im unteren Teil des Gebäudes.

Der prominentes Bewohner E.T.A. Hoffmann

Einst hat hier der Dichter E.T.A. Hoffmann seine Wohnung, er hielt das städtische Treiben in der Erzählung Des Vetters Eckfenster fest. Er feiert gerne in der  Weinstube Lutter & Wegner. Hier soll sein Freund, der Schauspieler Ludwig Devrient, das Wort Sekt als Verballhornung geschaffen haben.  Die heutige Weinstube ist nur zwei Straßenecken vom originalen Haus entfernt.

Classic Open Air

Jeden Sommer ist der Gendarmenmarkt die romantische  Bühne für die Open Air-Konzertreihe Classic Open Air. Auf der Freitreppe zum Konzerthaus spielen die Orchester schwungvolle Klassiker, während  langsam die Sonne an einem lauen Sommerabend untergeht.  

Weihnachtsmarkt

In der Adventszeit findet der stimmungsvolle Weihnachtsmarkt WeihnachtsZauber auf dem Gendarmenmarkt statt. Die liebevoll geschmückten Holzbuden bieten traditionelles Kunsthandwerk und leckere Weihnachtsspezialitäten.

Sehenswürdigkeiten am und in der Nähe des Gendarmenmarktes