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Deutschen Dom
Deutscher Dom © Deutscher Bundestag, Foto: Marco Urban

Deutscher Dom

Wege, Umwege und Irrwege deutscher Geschichte

Ein geschichtsträchtiger Ort: Der Deutsche Dom schmückt den Gendarmenmarkt. Doch besuchen Sie auch mal die Ausstellung im Innern – das lohnt sich unbedingt.

Der Gendarmenplatz in Berlin-Mitte ist beeindruckend. Gleich zwei Dombauten, der Französische und der Deutsche Dom, bilden mit ihren imposanten Kuppeln den zu Recht bewunderten Rahmen für das Konzerthaus.
Wie bei seinem Gegenstück, dem Französischen Dom, bezieht sich der Name nur auf den oberen Teil des Gebäudes, den Kuppelbau. Abgeleitet ist der Name von französischen „dôme“ für Kuppel und verweist damit nicht auf eine Kirche.

Geschichte des Deutschen Doms

Zunächst entsteht Anfang des 18. Jahrhunderts tatsächlich eine Kirche. Im Stil des Barock errichtet Carl von Gontard unter Friedrich II. zwei prächtige Kuppelbauten auf den beiden Kirchen, welche nur repräsentative Schmuckwerke sind.

Nach der Märzrevolution bahren die Revolutionäre die Gefallenen auf den Stufen des Doms auf. Viele Berliner nehmen bei einem Gottesdienst Abschied auf dem Gendarmenmarkt. Festgehalten hat die Szene der Berliner Maler Adolph Menzel in dem Gemälde Aufbahrung der Märzgefallenen. 1943 durch einen Brand zerstört, steht zunächst lange nur die Ruine des Deutschen Domes. Erst zwischen 1982 und 1996 wird das Gebäude in Etappen wieder aufgebaut.

Die Ausstellung Wege – Irrwege– Umwege

Heute beherbergt der Deutsche Dom die Ausstellung des deutsche Bundestages Wege – Irrwege – Umwege. Interaktiv und spielerisch zeigt die Ausstellung auf fünf Etagen die wechselhafte Geschichte des parlamentarischen Systems von der Märzrevolution 1848 bis heute. Früher befand sich die Ausstelllung im Reichstag. Ein Besuch der Ausstellung gehört damals zu jeder Klassenfahrt, die west-deutsche Schulklassen nach Berlin unternehmen.

In der Ausstellung erhalten Sie einen Überblick über die Entstehung und Arbeit der politischen Parteien in Deutschland. Fotos, Installationen und Filme illustrieren die bewegte Geschichte: die erste Nationalversammlung 1848, die Entwicklung im Deutschen Kaiserreich, die Zerschlagung der demokratischen Systeme im Nationalsozialismus und der Neubeginn nach Kriegsende.

Infos für Schulklassen

Der Deutsche Dom bietet kostenlose Führungen für Gruppen und Schulklassen. Dies ist nur mit Voranmeldung unter 030 227-30431 oder 030 227-30432 möglich. Außerdem veranstaltet der Deutsche Dom auf Anfrage und nach Anmeldung pädagogisch-didaktische Schülerprojekte und Diavorträge für die Sekundarstufe I und II zu verschiedenen Themen.
Im Rollenspiel Plenarsitzung können Jugendliche und Erwachsene die Rolle von Bundestagsabgeordneten einnehmen und an einer Plenarsitzung teilnehmen.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Öffnungszeiten (Zusatzinfos)
Okt - Apr Di - So 10.00 - 18.00 Uhr
Mai - Sep Di - So 10.00 - 19.00 Uhr

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