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Konzerthaus und Französischer Dom auf dem Gendarmenmarkt
Französischer Dom am Gendarmenmarkt © visitBerlin, Foto: Wolfgang Scholvien

Französischer Dom

Dom und Kirche

Er ist eigentlich keine Kirche, sondern ein Turm: Der Französische Dom. Zusammen mit dem Deutschen Dom schmückt er Berlins schönsten Platz, den Gendarmenmarkt.

Er flankiert zusammen mit seinem Zwillingsbruder das Konzerthaus und schmückt den Gendarmenmarkt. Der Französische und der Deutsche Dom mit ihren markanten Kuppeltürmen sind  der Grund, warum der Gendarmenmarkt als der schönste Platz von Berlin gilt – und Sie ihn auf keinen Fall verpassen dürfen. Und zugleich sind die Gebäude  steinerne Beweise einer gelungenen Integration und von religiöser Toleranz.

Der Französische Dom ist keine Kirche – auch wenn sein Name das nahelegt. Denn eigentlich handelt es sich um zwei Gebäude. Der Französische Dom ist nur der prachtvolle Kuppelturm des Gebäudes. Er beherbergt das Hugenottenmuseum und eine Aussichtsplattform.  Der untere Teil des Gebäudes ist wirklich eine Kirche, die Französische Friedrichstadtkirche.  

Geschichte des Französischen Doms

Der Name kommt vom  französischen dôme für Kuppel. Die Namensgebung verdankt der Französische Dom seiner Baugeschichte:  1701 beginnt der Bau einer Kirche für die französische, protestantische Gemeinde, die 1705 fertiggestellt wird. Zahlreiche französische Protestanten, die Hugenotten, sind aus Frankreich nach Preußen geflohen. Mit dem Edikt von Potsdam gewährte Kurfürst Friedrich Wilhelm ihnen eine sichere Zuflucht in Preußen.  

Friedrich II. beauftragt 1785 Karl von Gontard und dann später Christian Ungers, die beiden Kirchen mit prächtigen Türmen aufzustocken. Sie sind rein repräsentativer Schmuck ohne irgendeine Funktion.  Im Zweiten Weltkrieg zerstören Bombenangriffe die Gebäude auf dem Gendarmenmarkt. Lange bleiben sie als Ruinen stehen, erst 1981 beginnt der Wiederaufbau. Ostern 1983 konnte der erste Gottesdienst in der restaurierten Kirche gefeiert werden. Der Turm mit der Aussichtsbalustrade und dem Carillon eröffnet 1987 zur 750-Jahrfeier Berlins.

Französische Friedrichstadtkirche

Der Innenraum ist gemäß der reformierten Glaubensauffassung einfach gehalten. Es gibt keine Bilder und keinen Altar. Dennoch besitzt er mit seinen geschwungenen Deckenbögen eine schlichte Eleganz. Die prachtvolle Orgel mit goldenem Strahlenkranz ist der einzige prachtvolle Schmuck.  

Konzerte

Die Französische Friedrichstadtkirche gehört zu den wichtigsten Orten für Kirchenmusik in Berlin. Regelmäßig finden hier hochkarätige Konzerte statt. Neben den wöchentlichen Orgelkonzerten ist der Kirchenraum auch stimmungsvoller Rahmen für viele Konzerte anderer Veranstalter.

Glockenspiel

60 Glocken aus Bronze bilden das Carillon. Es ist nach dem Carillon im Tiergarten das zweitgrößte der Stadt.

Gottesdienste

Die Gottesdienste finden jeden Sonntag um 9.30 Uhr und um 11 Uhr statt. Um 11 Uhr gibt es auch einen Gottesdienst in französischer Sprache im Raum Georges Casalis.

Das Hugenottenmuseum

Bereits 1935 eröffnet das Hugenottenmuseum, das einen spannenden Einblick in die Geschichte der Hugenotten in Frankreich und Berlin bietet. Höhepunkt der Ausstellung ist das Edikt von Potsdam, das ihnen die  freie Ausübung ihres reformierten Glaubens gewährt.

Aussichtsbalustrade

Wenn Sie die 284 Stufen erklimmen, gelangen Sie auf Aussichtsbalustrade an der Kuppel. Ihre Mühen des Aufstieges werden mit einem grandioser Blick über den Gendarmenmarkt und die Umgebung belohnt.

Öffnungszeiten (Zusatzinfos)
Öffnungszeiten  
April - Oktober 10 – 19 Uhr
letzter Aufgang zur Plattform bis 18 Uhr
November - März 10 – 18 Uhr
letzter Aufgang zur Plattform bis 17.30 Uhr

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