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Komische Oper
Komische Oper Berlin © visitBerlin, Foto: Wolfgang Scholvien

Komische Oper Berlin

Lebendiges Musiktheater mit Tradition

Handlung und Musik stehen gleichberechtigt nebeneinander – wo gibt’s denn das? Na in der Komischen Oper in Berlin. Das müssen Sie sehen.

Tickets

Von außen ist das Gebäude an der Behrenstraße schlicht, es steht an der Rückseite des Boulevards Unter den Linden. Doch welch eine Welt tut sich im Innern auf! Der neobarocke Zuschauersaal von 1882 und die fantasievollen Inszenierungen entführen in einen Opernkosmos sondergleichen.

An der Komischen Oper wird seit 1947 unter Walter Felsenstein Musiktheatergeschichte geschrieben, die szenische Handlung steht hier gleichberechtigt neben der Musik. Dieser Tradition des Hauses fühlt sich auch Intendant Barrie Kosky verpflichtet – indem er Innovationen als wichtigen Bestandteil des historischen Erbes versteht und den Begriff des Musiktheaters möglichst weit fasst, von der klassischen Barockoper zur beschwingten Operette zum vermeintlich seichten Musical.

Auch die jüdische Unterhaltungstradition des Metropol-Theaters vor dem Krieg findet heute wieder einen Platz im Spielplan. Mit dieser Vielfalt öffnet sich die Komische Oper auch sprachlich einem internationalen Publikum, nachdem hier lange Zeit alle Produktionen ins Deutsche übersetzt wurden. Bei der Untertitelung ist die Komische Oper schon lange fortbildlich und damit fortschrittlich. Dezente Displays an den Zuschauersitzen liefern Übersetzungen in deutscher, englischer, französischer und türkischer Sprache.

Spielplan mit Herz und Verstand

Der Australier Barrie Kosky leitet die Komische Oper seit 2012 mit Leidenschaft und Sachverstand. Er bringt mitunter längst vergessene und weniger bekannte Stücke auf die Bühne oder verleiht populären Opern einen modernen Schliff. So ist die verspielte, mit Animationen und viel Liebe zum Detail gespickte Inszenierung von Mozarts Die Zauberflöte seit 2012 nicht nur fester Bestandteil des Repertoires, sondern auch weltweit auf Gastspielreisen erfolgreich unterwegs.

Neben dem Enthusiasmus für Neues überzeugt das publikumsnahe Opernhaus auch qualitativ: Von der Zeitschrift Opernwelt wurde die Komische Oper Berlin 2013 zum Opernhaus des Jahres ernannt. Eine Auszeichnung, die die bereits 2007 unter der künstlerischen Leitung von Andreas Homoki erhalten hat. Bei den International Opera Awards erhielt die Komische Oper 2015 den Preis als beste Opera Company. Chefdirigent ist Henrik Nánási.

Ein Haus mit Geschichte

An der Berliner Behrenstraße wird bereits seit dem 18. Jahrhundert Theater gespielt. Nach Singspielen und Operetten eröffnet 1898 das legendäre Metropol-Theater mit seinen populären Jahresrevuen. Nach dem 1. Weltkrieg legt das Haus seinen Schwerpunkt auf Operetten.

Während des Nationalsozialismus müssen jüdische Künstler das Theater verlassen, 1944 wird es gänzlich geschlossen. Der im Krieg zerstörte Eingangsbereich erhält Mitte der 1960er Jahre nach Entwürfen des Architekten Kunz Nierade seine heutige Form. Im Gegensatz zu Fassade und Foyer blieb der Zuschauersaal mit seinen 1.190 Plätzen nahezu unbeschädigt und steht heute unter Denkmalschutz.

Infos für Schulklassen

Schulklassen können das Opernhaus im Rahmen einer Führung vor und hinter den Kulissen erkunden. Ein besonderes Highlight für Schüler und Lehrer sind die moderierten Konzertproben, in denen der Dirigent während der Probenarbeit die Musik erläutert und sich bei seiner Arbeit über die Schultern schauen lässt.

 

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Öffnungszeiten

Montag 11:00 – 19:00
Dienstag 11:00 – 19:00
Mittwoch 11:00 – 19:00
Donnerstag 11:00 – 19:00
Freitag 11:00 – 19:00
Samstag 11:00 – 19:00
Sonntag 13:00 – 16:00

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