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Staatsoper Unter den Linden in Berlin
Saal der Staatsoper Unter den Linden © visitberlin, Foto: Wolfgang Scholvien

Staatsoper Unter den Linden

Hofoper mit über 275 Jahren Tradition

Entdecken Sie mehr 275 Jahre Operngeschichte. Die traditionsreiche Staatsoper Unter den Linden strahlt wieder im Glanz der Rekonstruktion der 1950er Jahre.

Ein Phönix aus der Asche - das Opernhaus Unter den Linden

Am Boulevard Unter den Linden befindet sich das prachtvolle Opernhaus der Staatsoper. Generalsaniert - mit neuer Technik, besserer Akustik, mehr Sicht für die Besucher und mit frischem Glanz für den Nachkriegsentwurf des Architekten Richard Paulick - eröffnet die Staatsoper unter den Linden am 3. Oktober 2017 und nimmt zu ihrem 275. Geburtstag am 7. Dezember 2017 nach fast siebenjähriger Bauzeit wieder den Regelbetrieb am historschen Standort auf.

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Wiedereröffnung der Staatsoper Unter Den Linden - Ein erster Blick in den Zuschauerraum.

 

Mehr als 275 Jahre Tradition

Am Boulevard Unter den Linden befindet sich das prachtvolle Opernhaus der Staatsoper. Generalsaniert - mit neuer Technik, besserer Akustik, mehr Sicht für die Besucher und mit frischem Glanz für den Nachkriegsentwurf des Architekten Richard Paulick - eröffnet die Staatsoper unter den Linden am 3. Oktober 2017 und nimmt zu ihrem 275. Geburtstag am 7. Dezember 2017 nach fast siebenjähriger Bauzeit wieder den Regelbetrieb am historischen Standort auf.

Das Opernhaus ist eines der schönsten Gebäude am Boulevard Unter den Linden. Errichtet wird das Gebäude als Königliche Oper 1741 bis 1743 nach Plänen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff. Die Hofoper Friedrichs II. gehört mit zur Anlage des Forum Fridericianum, dem damaligen Zentrum Berlins. Die wie ein antiker Tempel gestaltete Oper ist seinerzeit das erste freistehende Opernhaus Deutschlands und das größte in Europa.

Nachdem die Oper 1843 fast vollständig niederbrennt , wird sie unter der Leitung von Carl Ferdinand Langhans wieder errichtet. Im Zweiten Weltkrieg bis auf die Grundmauern zerstört, wird der Bau in den 1950ern unter Wahrung der Knobelsdorffschen Architektur erneut wiederaufgebaut. Die vom ehemaligen Poelzig-Schüler und Gropius-Assistenten Richard Paulick gestalteten Innenräume der Oper gelten als Meisterleistung des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Hier entwickelt Paulick bewusst den Knobelsdorffschen Formgedanken weiter. Seine Inspiration und das entsprechende Architekturvokabular holt er sich dazu im Schloss Sanssouci. In diesem Knobelsdorff-Bau vermisst er in monatelanger Detailarbeit mit 30 Mitarbeitern korinthische Säulen, Rokokodekorationen und die meisterhafte Kuppel des Marmorsaals, um diese Gestaltungselemente in seinen Entwurf für die neue Staatsoper einfließen zu lassen. Nach der Generalsanierung zu DDR-Zeiten und der feierlichen Wiedereröffnung 1986 und der erneuten Sanierung der Jahre 2010 – 2017 erstrahlt nun jedes Ornament, jedes goldene Gitter, jeder Wandleuchter wieder in "altem" Glanz.

"Ariadne auf Naxos" in der Staatsoper Unter den Linden
"Ariadne auf Naxos" in der Staatsoper Unter den Linden © Monika Rittershaus

Hier wurde Operngeschichte geschrieben

Große Persönlichkeiten haben das Haus entscheidend geprägt, darunter

  • Carl Heinrich Graun
  • Giacomo Meyerbeer
  • Felix Mendelssohn Bartholdy
  • Richard Strauss
  • Wilhelm Furtwängler
  • Herbert von Karajan

 

Derzeitiger Generalmusikdirektor ist Daniel Barenboim, der im Jahre 2000 von der Staatskapelle Berlin als Dirigent auf Lebenszeit gewählt wurde. Intendant ist derzeit Jürgen Flimm, der mit Matthias Schulz, seinem Nachfolger, den Übergang organisiert und die Zukunft probt.

Das schönste Bühnenbild

Das schönste und sicher auch bekannteste Bühnenbild ist der blaue Nachthimmel mit goldenen Sternen für Mozarts Zauberflöte von Karl Friedrich Schinkel. Auch die aktuelle Inszenierung der Zauberflöte in der Staatsoper hat Schinkels legendären Sternenhimmel aufgegriffen. Und so leuchten seine Sterne immer noch in funkelnden Glanz, wenn die Königin der Nacht auftritt. 

 

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