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Die Kuppel des Bode-Museum an der nördlichen Spitze der Museumsinsel Berlin
Kuppel des Bode-Museums © zeitort.de, Foto: Jürgen Hohmuth

Bode-Museum

Imposante Sammlungen

Entdecken Sie Ausstellungen von Weltrang im Berliner Bode-Museum. Bestaunen Sie imposante Gemälde und Skulpturen sowie eine umfangreiche Sammlung an Münzen.

Tickets

Eine der Top-Adressen der Berliner Kulturszene ist die malerisch in der Spree gelegene Museumsinsel. Auf der Nordseite finden Sie das Bode-Museum, zu dem Sie ganz stilvoll über die steinerne Monbijoubrücke kommen. Mit seiner majestätisch anmutenden Kuppel fällt der Neubarockbau sofort ins Auge. Das Museum vereint Werke aus verschiedenen Epochen: Gehen Sie in der Skulpturensammlung, dem Museum für Byzantinische Kunst und dem Münzkabinett auf Entdeckungsreise.

In prunkvollen Räumen durch die Jahrhunderte

Fünf Innenhöfe und eine lange Mittelachse mit prunkvollen Hallen bilden das Erdgeschoss. Über den Eingangsbereich betreten Sie die filigran verzierte große Kuppelhalle mit dem Reiterstandbild des Großen Kurfürstens Friedrich Wilhelm von Brandenburg. In einer anderen Halle stehen Sie plötzlich inmitten einer italienischen Renaissancebasilika. Ein Highlight sakraler Kunst ist der florentinische Auferstehungsaltar. Achten Sie auch auf die Skulpturen der Venus und des Merkur in der kleinen Kuppelhalle: Der Bildhauer Jean-Baptiste Pigalle fertigt sie um 1745 für den französischen König an.

Die Hauptausstellung ist in den beiden oberen Etagen. Hier schreiten Sie durch Räume mit Böden aus Marmor und edlen Kassettendecken. Die Wände zieren großformatige Gemälde und Skulpturen von Künstlern wie Donatello oder Tilman Riemenschneider. Die byzantinische Sammlung zeigt Kunst aus dem 3. bis 15. Jahrhundert: von antiken Sarkophagen über Elfenbeinschnitzereien bis hin zu Mosaik-Ikonen. Daneben machen eine halbe Million Münzen und Medaillen das Münzkabinett zu einer der größten Sammlungen seiner Art. Die römischen, griechischen und orientalischen Werke erzählen Ihnen Geschichten aus vergangener Zeit. Im Tiepolo-Kabinett bleiben Sie ganz sicher länger: Der rosafarbene Raum ist üppig verziert mit kunstvollem Stuck. Die 22 Fresken fertigt der italienische Barockmaler Giovanni Battista Tiepolo bereits im Jahr 1759 an. Die Geschichte des Bode-Museums selbst beginnt im Jahr 1871, als der kaiserliche preußische Hof ein Kunstmuseum einrichten möchte. Das Konzept stammt vom Kunsthistoriker Wilhelm von Bode. Im Jahr 1904 eröffnet das Haus. Es wird zu Ehren Friedrichs III. „Kaiser-Friedrich-Museum“ genannt. Zunächst werden Sammlungen – Skulpturen und Gemälde – aus dem Besitz der Kurfürsten von Brandenburg präsentiert. 52 Jahre später verleiht der DDR-Kultusminister der Kunststätte den Namen „Bode-Museum“. Von 2000 bis 2005 wird das Kunsthaus gründlich restauriert und modernisiert.

Höhepunkte des Museums

  • Pazzi-Madonna aus Marmor von Donatello (1420)
  • glasierte Terrakotten von Luca della Robbia, darunter die „Jungfrau mit Kind“ (1450)
  • antike Sarkophage aus Rom (um 300 n.Chr.)
  • sogenannte Dekadrachmen, griechische Silbermünzen (um 470 v.Chr.)
  • klassizistische Skulptur „Tänzerin“ von Antonio Canova (1812)

Viel Kultur rund um die Museumsinsel

Unweit vom Bode-Museum liegt das Pergamonmuseum. Viele Besucher kommen eigens, um den monumentalen, 36 Meter breiten Pergamonaltar aus dem 2. Jahrhundert vor Christus zu sehen. Über die Museumsinsel erhebt sich die gewaltige Kuppel des Berliner Doms. Der König von Preußen lässt die größte Kirche Berlins im 19. Jahrhundert erbauen – aus Prestigegründen. Die Hohenzollerngruft fasziniert mit ihren circa 100 Särgen und den jährlich rund 100 klassischen Konzerten. Wenige Gehminuten südlich kommen Sie zum Berliner Schloss – Humboldtforum. Hier steht ab dem 16. Jahrhundert ein Residenzschloss preußischer Könige. Im Jahr 1950 sprengt die DDR die Anlage. Im Moment baut die Stadt das Berliner Stadtschloss als Humboldtforum wieder auf. Bis 2019 will man fertig sein. Dann ziehen die Sammlungen aus dem Museumszentrum Dahlem ein: ethnologische und außereuropäischen Sammlungen von Weltrang. Freuen Sie sich auf berühmte Großobjekte wie nordamerikanische Totempfähle und Südseeboote. Das größte jüdische Gotteshaus Deutschlands, die Neue Synagoge – Centrum Judaicum liegt nördlich der Museumsinsel. Im Zweiten Weltkrieg wird sie schwer beschädigt, 1958 abgerissen. Seit 1995 glänzt der wiederaufgebaute Teil in maurischem Stil. Das prächtige Gebäude mit seiner goldenen Kuppel beherbergt heute die Dauerausstellung „Tuet auf die Pforten“. Nur ein paar Schritte entfernt, erstreckt sich am Spreeufer der Monbijoupark mit dem Monbijoutheater, das frühere Hexenkessel Hoftheater. Die beliebte Freilichtbühne gibt es seit über 20 Jahren. Und wie einst stehen vor allem Stücke von Shakespeare auf dem Programm.

Praktische Infos von visitBerlin

Das Bode-Museum erreichen Sie bequem mit der U-Bahn U6 sowie den S-Bahnen S1, S2 und S25. Vom Bahnhof Friedrichstraße sind es wenige Gehminuten zu Fuß. Das Bode-Museum ist als barrierefrei zertifiziert. Wenn Sie Lust auf alle Museen auf dem Museumsinsel haben, nutzen Sie die Berlin WelcomeCard Museumsinsel. Damit besuchen Sie an drei Tagen hintereinander alle Häuser auf der Museumsinsel kostenlos (Sonderausstellungen sind davon ausgenommen). Haben Sie den Museumspass, können Sie sogar 50 weitere Museen zu Berlin kostenfrei besuchen. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist der Eintritt der Staatlichen Museen Berlin generell frei. Montags ist geschlossen. Geführte Touren können Sie im Voraus online buchen, Gruppen (zum Beispiel Schüler) melden Sie bitte an. Ungewöhnlich für ein klassisches Museum ist die Kindergalerie: Hier experimentieren kleine Besucher nach Herzenslust.

Tickets

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 – 18:00
Mittwoch 10:00 – 18:00
Donnerstag 10:00 – 20:00
Freitag 10:00 – 18:00
Samstag 10:00 – 18:00
Sonntag 10:00 – 18:00

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