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Neues Museum in Berlin: Ägyptischer Hof
Neues Museum: Ägyptischer Hof © visitBerlin, Foto: Günter Steffen

Neues Museum

Die Entwicklung der Menschheit

Das Neue Museum präsentiert als Teil der Berliner Museumsinsel die Kulturgeschichte der Ägypter, der Antike und der Vor- und Frühgeschichte. Der klassizistische Bau vereint 9.000 Objekte aus bedeutenden Sammlungen. Begeben Sie sich auf eine aufschlussreiche Entdeckungsreise und erkunden Sie Kunstwerke der Vor- und Frühgeschichte. Statten Sie der Ägyptischen Sammlung des Hauses und der Papyrussammlung einen Besuch ab. Vor der Hauptattraktion des Museums, der Büste der Nofretete, spüren Sie die Faszination des alten Ägyptens. Anmutend und majestätisch kommt das Meisterwerk antiker Bildhauerkunst im Nordkuppelsaal daher. Als einziges Objekt im großzügigen Raum, entfaltet die Nofretete ihre volle Wirkung auf den Betrachter. Auch die übrigen Räume des Hauses wirken majestätisch: Die aufwendig restaurierten Räumlichkeiten schaffen eine spezielle Atmosphäre zwischen Klassizismus und Moderne. Das imposante Gebäude zählt nicht umsonst zu den bedeutendsten Museumsbauten des 19. Jahrhunderts.

Klassizistischer Museumsbau neu interpretiert

Friedrich August Stüler, Vertreter des Klassizismus und Schinkel-Schüler errichtet das Neue Museum Mitte des 19. Jahrhunderts. Es dient zunächst als Erweiterung des Alten Museums. Nach dem Zweiten Weltkrieg bleibt das Neue Museum aufgrund massiver Schäden geschlossen. Im Jahre 2009 ist es dann endlich soweit: Das Museum öffnet erneut seine Pforten. Der bristische Star-Architekt David Chipperfield hat das Gebäude nicht einfach wiederaufgebaut sondern eigene, schlichte Elemente zu den restaurierten historischen Gebäudeteilen hinzugefügt. Besonders imposant ist die große Treppenhalle mit ziegelverkleideten Wänden und einer Treppenanlage aus Beton.

Heute vereint der Besuchermagnet Objekte aus dem Ägyptischen Museum und der Papyrussammlung, dem Museum für Vor- und Frühgeschichte und Exponate aus der Antikensammlung. Auf rund 8.000 Quadratmetern und vier Ebenen können Sie circa 9.000 Exponate bestaunen. Spazieren Sie beispielsweise auf den Spuren der alten Ägypter durch restaurierte Opferkammern im Untergeschoss. Den Wandel der Menschheit über die Jahrhunderte hinweg verdeutlicht unter anderem der berühmte Berliner Grüne Kopf, der aus der Zeit um 400 vor Christus stammt. Hohe Decken, Rundbögen und originalgetreue Fresken verleihen den Exponaten dabei den passenden Rahmen. 2014 kommt die Dauerausstellung Zurück! Steinzeit. Bronzezeit. Eisenzeit auf der dritten Ebene hinzu. Hier präsentiert sich seither der berühmte Goldhut aus der Bronzezeit in strahlender Manier. Der 74 Zentimeter hohe Hut wirkt inmitten des runden Sternesaals besonders geheimnisvoll. Begeben Sie sich anschließend auf eine Reise in das Fach der Archäologie: Der Rote Saal präsentiert in mehreren Ausstellungsvitrinen Artefakte aus Funden bis zum späten 19. Jahrhundert. Schautafeln veranschaulichen dabei welche Methoden damals und heute bei Ausgrabungen zum Einsatz kommen. Anschließend gelangen Sie an eine exemplarische Landschaft am Fluss. Diese führt durch die Jahrtausende und verdeutlicht, wie sich ihre Bewohner im Laufe der Zeit entwickeln. Im Steinzeitsaal angekommen, reisen Sie weit zurück in die Menschheitsgeschichte.

Die Highlights im Neuen Museum

  • weltbekannte Werke wie die Porträtbüste der Königin Nofretete
  • der berühmte Berliner Grüne Kopf aus der Spätzeit
  • kostbare Silbergefäße aus dem Schatz des Priamos
  • der gut erhaltene, 74 Zentimeter hohe Berliner Goldhut aus der Bronzezeit
  • ein 700.000 Jahre alter Faustkeil aus der Altsteinzeit, das älteste Exponat des Museums

Sehenswürdigkeiten rund um die Museumsinsel

Besuchen Sie direkt neben dem Neuen Museum die Alte Nationalgalerie. Im Inneren des imposanten Gebäudes finden Sie bedeutende Kunstwerke aus dem 19. Jahrhundert. Diese reichen vom Impressionismus bis hin zum Realismus, darunter Meisterwerke des Malers Paul Cézanne. Spazieren Sie anschließend weiter auf der Museumsinsel bis zum berühmten Pergamonmuseum. Hier erwarten Sie beeindruckende antike Schätze und Bauten wie das prachtvolle Ischtar-Tor mit seiner kunstvollen Prozessionsstraße. Auch ein Besuch im nahe gelegenen Bode-Museum lohnt sich. Dort warten byzantinische Kunstwerke, Skulpturen vom Mittelalter bis zum frühen 18. Jahrhundert sowie das Münzkabinett auf Sie. Neben dem Neuen Museum gestaltet David Chipperfield auch die James-Simon Galerie, das neue spektakuläre Eingangsgebäude der Museumsinsel. Auf der anderen Seite der Monbijoubrücke finden ein drittes Gebäude von Chipperfield: Die CFA Galerie am Kupfergraben. Machen Sie anschließend einen Abstecher zum Polnischen Institut am gegenüberliegenden Spreeufer. Das Institut bringt durch sein buntes Veranstaltungsprogramm Interessierten die polnische Kultur näher.

Unsere Tipps für Ihren Besuch im Neuen Museum

Das Neue Museum liegt zentral auf der Museumsinsel. Diese erreichen Sie vom S-Bahnhof Hackescher Markt bequem zu Fuß. Die S-Bahn-Linien S5, S7 und S75 fahren den Bahnhof an. Alternativ können Sie auch den Bus 100 oder 200 nehmen und an der Haltestelle Lustgarten aussteigen. Mit der Berlin WelcomeCard Museumsinsel erhalten Sie freien Eintritt. Mit dem Museumspass können Sie das Neue Museum sogar an drei aufeinanderfolgenden Tagen kostenlos besuchen. Falls Sie mit einer größeren Gruppe kommen möchten, sollten Sie vorab eine Führung mit gewünschten Themenschwerpunkten buchen. Für die Kleinen finden regelmäßig spezielle Workshops statt, beispielsweise zu Schminktechniken im Alten Ägypten. Für Schulklassen bietet das Neue Museum spezielle Führungen, Ausstellungsgespräche und Workshops an. Diese sind entsprechend auf das Alter der Kinder abgestimmt.

 

Tickets

Öffnungszeiten

Montag 10:00 – 18:00
Dienstag 10:00 – 18:00
Mittwoch 10:00 – 18:00
Donnerstag 10:00 – 20:00
Freitag 10:00 – 18:00
Samstag 10:00 – 18:00
Sonntag 10:00 – 18:00

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