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11 Tipps für kostenlose Museen in Berlin

kein Ticket nötig: spannende kostenlose Kulturangebote

Jüdisches Museum Berlin
© Jüdisches Museum Berlin

Mit mehr als 200 Museen steht Berlin in Deutschland an der Spitze, was große und kleine Ausstellungshäuser betrifft. Dazu kommen einzigartige Gedenkstätten, Denkmäler und Skulpturen. Entsprechend groß ist die Vielfalt an Exponaten, Themen und Konzepten. Phantastisch, dass es dabei ein großes Angebot an kostenfreiem Zutritt gibt!

Übrigens, spezielle Infos zu freiem Eintritt in Museen und Attraktionen für Kinder und Jugendliche haben wir extra für euch zusammengestellt.
 

Tipp 1: Besucht Museen mit freiem Eintritt in Berlin

Stabi Kulturwerk Bibliotheksmuseum Berlin
Stabi Kulturwerk Bibliotheksmuseum Berlin © Staatsbibliothek zu Berlin

Tatsächlich gibt es in Berlin eine erstaunliche Zahl an Museen mit kostenlosem Eintritt für alle Besucher:innen. Dazu zählen ganz unterschiedliche Orte wie der Deutsche Dom am Gendarmenmarkt mit seiner Ausstellung zur deutschen Demokratiegeschichte oder das PalaisPopulaire am Bebelplatz, das sich als Hotspot der Gegenwartskultur einen Namen gemacht hat.

Im Jüdischen Museum in Kreuzberg kann sich gleich die ganze Familie willkommen fühlen: die Erwachsenen in der kostenfreien Dauerausstellung, die Kinder in der spektakulären Kinderwelt ANOHA

Unter den Linden erwartet euch das Stabi Kulturwerk. Es ist das hochmoderne Museum der Staatsbibliothek zu Berlin, das rund 300 unschätzbar wertvolle Objekte aus 600 Jahren Bibliotheksgeschichte zeigt - von der Gutenberg-Bibel über die Original-Partitur der h-Moll-Messe von J.S.Bach bis hin zu einem großen Erdglobus aus dem Jahre 1826.

Mehr museen ohne Eintritt

Tipp 2:  Entdeckt kostenlos zugängliche Geschichtsorte

Kapitulationssaal im Museum Berlin-Karlshorst
Kapitulationssaal im Museum Berlin-Karlshorst © Museum Berlin-Karlshorst, Foto Thomas Bruns

Berlin ist der authentische Ort, an dem im 20. Jahrhundert mehrfach Weltgeschichte geschrieben wurde. Ihr könnt sie an vielen Orten in bewegender Weise nachempfinden: 

Im Herzen Berlins liegt ein großes, sehr berührendes  Dokumentationszentrum, das die großen, unter nationalsozialistischer Herrschaft begangenen Verbrechen aufarbeitet: die Topographie des Terrors. Die Ausstellung im Haus der Wannsee-Konferenz dokumentiert am historischen Ort die hier beschlossene Planung und Durchführung des nationalsozialistischen Völkermordes an Jüdinnen und Juden. Im Museum Berlin-Karlshorst erfahrt ihr vor allem vieles Unbekannte über den deutschen Vernichtungsfeldzug gegen die Sowjetunion, der mit der in Berlin-Karlshorst unterzeichneten Kapitulation des Dritten Reiches sein Ende fand.

Im Alliierten-Museum, einem ehemaligen Kino für amerikanische Soldaten in Zehlendorf, könnt ihr euch über die Rolle der Westalliierten und den Alltag der Soldaten und ihrer Familien in West-Berlin informieren. Die Ausstellung im Tränenpalast am Bahnhof Friedrichstraße versetzt euch in die Zeit der Teilung Berlins. Hier erfahrt ihr, wie katastrophal die erschwerten oder gar verhinderten Reisemöglichkeiten zwischen Ost und West für Menschen und ihre Familien auf beiden Seiten der Mauer waren. Mehr Informationen zu den großen kostenfreien Gedenkstätten in Berlin findet ihr unten in Tipp 4.

Wenn ihr gleichermaßen in die Vergangenheit und in die Gegenwart Berlins eintauchen möchtet und euch das Thema "Flucht" und "Migration" interessiert, besucht das Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung am Anhalter Bahnhof, das euch neben Führungen und Workshops auch eine Bibliothek mit Zeitzeugenarchiv und einen Raum der Stille anbietet.

Übrigens: Auch die Geschichtsmuseen der einzelnen Bezirke sind überwiegend kostenfrei.

Mehr Geschichtsmuseen

Tipp 3: Erkundet besondere Ausstellungshäuser mit freiem Eintritt

Visioni del futuro al Futurium di Berlino
Futurium Berlin © Foto: David von Becker

Das Humboldt Labor der Humboldt-Universität zu Berlin im Humboldt Forum gegenüber der Museumsinsel zeigt spannende Wechselausstellungen, die euch anhand verschiedener aktueller Themen zeigen, wie wichtig Forschung und Wissenschaft sind und was sie bewirken. Die aktuelle Ausstellung „On Water. WasserWissen in Berlin“ führt euch alle Aspekte dieses lebenswichtigen Elementes vor Augen - wie sehr es Leben bedeutet, aber wie zerstörerisch es auch sein kann.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Hauptbahnhof liegt das große Futurium. Es stellt die grundsätzliche Frage: „Wie wollen wir leben?“ und inspiriert euch dazu, in Gedanken, interaktiv und anhand spannender Objekte die Zukunft unseres Planeten zu gestalten und Zukunftsvisionen zu entwickeln.

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Tipp 4: Lernt Berlins Gedenkorte und Denkmäler kennen

Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin Mitte
Denkmal für die ermordeten Juden Europas © visitBerlin, Foto: Artfully Media, Sven Christian Schramm

Berlin hat in seiner Geschichte unglaublich viel erlebt - und ist dadurch weltweit bekannt. In der deutschen Hauptstadt gibt es etwas ganz Besonderes, Unvergleichliches: den gleichermaßen offenen und sensiblen Umgang mit der Vergangenheit im gesamten Stadtgebiet! Das reicht von den oft sehr liebevoll geschmückten Stolpersteinen in den Kiezen bis hin zu riesigen, im Herzen der Stadt platzierten Gedenkorten wie dem mehr als 2.000 Stelen zählenden begehbaren Denkmal für die ermordeten Juden Europas nahe dem Brandenburger Tor. Ein paar Schritte weiter findet ihr auch auch das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Roma und Sinti sowie das Denkmal für die zur NS-Zeit verfolgten Homosexuellen. Berührend auf dem Bebelplatz: Das Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung. Eine Ausstellung am authentischen Ort, welche euch tief in ein heikles Thema des Nationalsozialismus blicken lässt, ist das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit. ein weiterer besonderer Ort des Erlebens neben der Topographie des Terrors.

Daneben spiegelt sich auch die Zeit der Teilung Berlins in vielen kostenfrei zugänglichen Gedenkorten und Denkmälern wider: 

Direkt auf dem ehemaligen Grenzstreifen befindet sich heute die Gedenkstätte Berliner Mauer mit einem 70 Meter langen, originalen Stück Berliner Mauer und Wachturm. Ein Besucherzentrum dort gibt euch Einblick in die dramatischen Momente, die sich hier abspielten. Das längste Stück erhaltener Berliner Mauer und gleichzeitig wohl die größte Open-Air-Gallery der Welt ist die weltbekannte East Side Gallery mit Malereien von 118 Kunstschaffenden aus 21 Ländern, die gleich nach dem Mauerfall 1989 die East Side Gallery zu bemalen begannen.

Gedenkorte & Denkmäler

Tipp 5: Entdeckt Street Art und haushohe Murals

Streetart von Herakut
© Aurelio Schrey

Was besonders neu, cool und frisch wirkt, ist in Wahrheit oft - durch die Geschichte hindurch - einfach wandlungsfähig gewesen und manchmal schon Jahrtausende alt. Street Art ist dafür ein sehr gutes Beispiel, ihre Wurzeln gehen zurück bis zu Höhlenmalerei und Jahrtausende alten Symbolen auf den Wänden römischer Katakomben. Die moderne Kunstform Street Art hat auch in Berlin eine echte Heimat gefunden und sich die Stadtfassaden als Bühne erobert. Schaut mal hier: In unserer kostenlosen App ABOUT Berlin findet ihr tolle kuratierte Touren zu vielen Street Art Highlights in Berlin.

Jetzt im Google Play Store laden: Download ABOUT BERLIN

Es gibt viel zu erzählen | ABOUT BERLIN

Street Art in Berlin

Tipp 6: Schlendert durch Berlins Galerienviertel

Galerie Thomas Schulte
© visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Die Berliner Kunstszene ist so vielschichtig und mannigfaltig, dass es schwer ist, auf dem Laufenden zu bleiben. Eine sehr gute Orientierung bekommt ihr, wenn ihr euch zu einer Entdeckungstour durch Berlins Galerien aufmacht. Von neuester Gegenwartskunst bis hin zu antiken Fundstücken aus aller Welt - Berlins Galerien laden zum Erkunden, Schauen und oft auch auf einen spannenden Austausch ein. Ihr findet sie vor allem in der Auguststraße in Mitte, in der City West, auf der Potsdamer Straße und im Wedding. 

Galerien in Berlin

Tipp 7: Joggt durch die Stadt, vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten 

Reichstagsgebäude mit Quadriga
© visitBerlin, Foto: Mike Auerbach

Wer sich die ganze Stadt als ein riesiges Open-Air-Museum erschließen will, dem bietet Berlin praktisch an jedem Ort einzigartige Gelegenheiten dazu. Also einfach mal die Laufschuhe schnüren und sich joggend die Stadt erobern. Bunt bemalte Fassaden, bekannte und versteckte Sehenswürdigkeiten sowie schöne oder skurrile Orte lassen sich dabei allenthalben entdecken. Kostenfrei, absolut selbst bestimmt und obendrein gesund - ob ihr im Tiergarten lauft und euch zum Beispiel die berühmte Siegessäule einmal genauer anschaut oder ob ihr durchs Regierungsviertel joggt.

In unserer Berlin Unboxed Podcast-Folge zum Reichstag und der Transparenz der Deutschen Demokratie nehmen wir euch mit auf einen Kunstspaziergang durchs Regierungsviertel. Kristina Volke, Kuratorin der Kunstsammlung des Deutschen Bundestags, zeigt uns spannende öffentlich zugängliche Kunstwerke und erklärt, welche Rolle die Kunst bei der Vermittlung demokratischer Wert spielt.

Top 10 Sehenswürdigkeiten

Tipp 8: Macht einen Skulpturen-Spaziergang in Berlin

Der Tiergarten im Winter
© visitberlin, Foto: Wolfgang Scholvien

Dass man „bis in die Puppen“ ausgehen kann, ist ein bekanntes Berliner Sprichwort. Die Redewendung bezieht sich auf die in Berlin überall öffentlich aufgestellten Skulpturen. Genauer gesagt auf jene im Tiergarten vor den damaligen Toren der Stadt, vom spöttischen Volksmund gern „die Puppen“ genannt. Wer seinerzeit vor den Toren der Stadt dort unterwegs war, war wirklich etwas länger unterwegs. Heute verteilen sich in der ganzen Stadt historische, moderne, aber in jedem Fall sehenswerte Skulpturen, die ihr – ob Tag, ob Nacht – unbedingt einmal ansteuern solltet.

Hauptstadt der Skulpturen

Tipp 9: Taucht in die Kunst & Kulturszene der Berliner Kieze ein 

Dorfkirche und Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf
Dorfkirche und Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf © visitberlin, Foto: Philip Koschel

Berlins Bezirksmuseen bieten euch oft einen spannenden Einblick, sowohl in die Geschichte der Stadt als auch in die historische und aktuelle Kunst & Kultur Berlins. Dabei sind die Räume oft mehr als nur Ausstellungsorte, sondern laden als offene Kreativräume zum Austausch ein. Diskutiert dort zum Beispiel die aktuelle Frage, inwieweit Straßen und Plätze umbenannt werden sollten und schaut euch das bezirksübergreifende Ausstellungsprojekt an.

Bezirksmuseen - umbenennen?!

Berlins kommunale Galerien verschaffen euch einen wunderbaren Überblick über Berlins unabhängige Kunstszene. Eine tolle aktuelle Ausstellung läuft noch bis zum 25. Januar in der Galerie Pankow: Golden Notebooks. Frauen in Kunst und Kunstgeschichte.

Kommunale Galerien in Berlin

Bei unseren letzten Tipps könnt ihr beim Eintritt richtig sparen:

Tipp 10:  Freier Eintritt in 30 Museen mit dem Museumspass

Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel
© visitBerlin, Foto: Wolfgang Scholvien

Genial für alle Kunstliebhaber:innen: der Berliner Museumspass. Mit dem Pass in der Tasche stehen euch die großen Museen Berlins offen. Mehr als 30 Museen und Ausstellungen könnt ihr ohne zusätzliche Kosten besuchen. Darunter die Häuser der legendären Museumsinsel. Einfach auf der Seite des jeweiligen Hauses ein kostenloses Zeitfenster buchen - und schon kann es losgehen. 

zum Museumspass

Tipp 11: Mit der Berlin WelcomeCard bei vielen Museen sparen

"The Necklace"
© visitBerlin, Foto: Alessandra Sanguinetti

Mit der Berlin WelcomeCard könnt ihr bei eurem Berlin-Besuch sehr gut sparen, denn sie verschafft euch Rabatte beim Eintritt zu einer Vielzahl sehenswerter spannender Orte. Beispielsweise spart ihr ganze 40 Prozent, wenn ihr euch die bekannte Berlinische Galerie, das Museum für Berlins moderne und zeitgenössische Kunst ansehen wollt. 25 Prozent Nachlass gibt es beim Foto-Ausstellungshaus C/O Berlin. Mit der Berlin WelcomeCard all inclusive habt ihr zu vielen Orten wie dem DDR Museum sogar komplett freien Zutritt.

Berlin WelcomeCard

Person mit langem Haar lächelt in die Kamera.

Dagmar

Dagmar beschäftigt sich besonders mit den kulturellen Schätzen Berlins und liebt es, durch Museen und Ausstellungen zu streifen und darüber zu schreiben.