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Jüdisches Museum Berlin im Sommer
Jüdisches Museum Berlin im Sommer © visitberlin, Foto: Wolfgang Scholvien

Jüdisches Museum Berlin

Außergewöhnliche Konzepte im Jüdischen Museum Berlin

Das Jüdische Museum Berlin bringt Ihnen die deutsch-jüdische Geschichte näher. Seine ungewöhnliche Architektur spiegelt das spannende Thema beeindruckend wider.

Tickets

Aktuell wird die Dauerausstellung des Jüdischen Museums bis 2019 überarbeitet. Während dieser Zeit können Sie die Ausstellung „Welcome to Jerusalem“ besuchen und die architektonischen Höhepunkte des Gebäudes erleben. Sie können die Achsen im Untergeschoss des Libeskind-Baus mit dem Garten des Exils besuchen sowie den sogenannten Holocaust-Turm sowie die Installation „Gefallenes Laub“ von Menashe Kadishmann in der Leerstelle der Erinnerung. Auch die Eric F. Ross Galerie im Erdgeschoß des Libeskind-Baus mit jeweils wechselnden Präsentationen ist sehenswert. Sie sehen dort derzeit die Installation „unten“ von Micha Ullmann und ein Werk von Edmund de Waal. Die Rafael Roth Galerie (das ehemalige Learning Center) empfängt Besucher mit der Licht- und Klanginstallation „res.o.nant“ des Künstlers Mischa Kuball.

Kennenlernen, verstehen und reflektieren – das Jüdische Museum in Berlin erzählt Ihnen die Geschichte der Juden in Deutschland. Wenn Sie das Museum besuchen, finden Sie sich inmitten eines Gesamtkunstwerks wieder. Die ganze Architektur (innen und außen) ist mit dem Konzept dieses auch sensiblen Themas verbunden. Architekt Daniel Libeskind legt den Museumsbau zickzackförmig an. Wie ein Blitz oder für manche wie ein aufgebrochener Davidstern wirkt er. Leere Räume, die sogenannten Voids, durchziehen das Gebäude. Die Voids sind bis auf den Memory Void nicht zugänglich. Sie erinnern an die Leerstellen, die der Holocaust hinterlassen hat.

Das Museum, ein Kunstwerk für sich

Der Museumsbau an sich ist außergewöhnlich. Schauen Sie sich einmal selbst den Gebäudekomplex an, bevor Sie hineingehen. Er ist zickzackförmig und mit scharfen Winkeln konstruiert. Titan und Zink verkleiden ihn. In das Museum kommen Sie über das alte Kollegienhaus aus dem 18. Jahrhundert. Der Eingang bringt Sie ins Untergeschoss des Libeskind-Baus. Hier treffen Sie auf drei Achsen, symbolträchtige Gänge, die Phasen des jüdischen Lebens in Deutschland symbolisieren: Exil, Holocaust und Kontinuität. Nehmen Sie die Achse des Exils, kommen Sie zum Garten des Exils. Betonstelen und der schiefe Boden sorgen für ein Gefühl der Verunsicherung. Ölweiden stehen dort für Zuversicht auch in Zeiten der Not.

Die Achse des Holocaust führt Sie zu einem dunklen Turm. Ein kahler Betonschacht mit schmalem Lichtschlitz dient hier als Sinnbild für Ausweglosigkeit und Verlassensein.

Besondere Exponate im Jüdischen Museum Berlin

  • Schalechet (gefallenes Laub): Tausende aus Eisen geformte Gesichter auf dem Boden eines Voids
  • Jeden Samstag um 15 Uhr und jeden Sonntag um 11 Uhr finden öffentliche Führungen statt

Weitere Gedenkstätten zum Nationalsozialismus in Berlin

In Berlin gibt es mehrere Stätten zum Gedenken an den Holocaust und die Zeit des Nationalsozialismus. Das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors liegt auf dem Gelände, in der die SS einst ihre Zentrale hat. Es befasst sich mit dem Terror zwischen 1933 und 1945. Nach einem Kilometer Richtung Norden kommen Sie zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Hier sind unterschiedlich große Betonquader wellenförmig angeordnet. Wie durch ein Labyrinth gehen Sie dort hindurch. Das Haus der Wannsee-Konferenz ist ebenfalls ein wichtiger Erinnerungsort. Dort planen die Nationalsozialisten den Völkermord an den europäischen Juden. Sie informiert unter anderem in einer Mediathek über die Deportation nach Osteuropa. Einen anderen Akzent setzt der T4 – Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde: Im Zweiten Weltkrieg finden über 70.000 behinderte Menschen bei der Aktion T4 den Tod. „T4“ steht dabei für Tiergartenstraße 4, dem Amtssitz der Täter. An dieses Kapitel erinnert die Gedenkstätte mit Informationen zu den Opfern. Nur wenige Meter entfernt liegt an der Stauffenbergstraße der Bendlerblock, heute zweiter Sitz des Verteidigungsministeriums. Hier ist die Gedenkstätte Deutscher Widerstand mit einem Ehrenhof für die Widerständler um Stauffenberg untergebracht.

So kommen Sie hin

Zum Jüdischen Museum Berlin kommen Sie am einfachsten mit der U-Bahn. Fahren Sie mit der Linie U6 bis zur Kochstraße. Danach sind es noch etwa zehn Minuten zu Fuß. In der Nähe halten auch die Busse M29, M41 und 248. Mit der Berlin WelcomeCard bekommen Sie 25% Rabatt auf den Eintritt. Mit dem Erwerb des Museumspass Berlin können Sie das Museum an drei aufeinanderfolgenden Tagen umsonst besuchen. Kinder bis sechs Jahre müssen generell nichts bezahlen. Als Ansprechpartner stehen Ihnen im Museum sogenannte „hosts“ zur Verfügung, die gerne Ihre Fragen beantworten. Sie erkennen sie an ihren roten Schals. Regelmäßig gibt es im Jüdischen Museum öffentliche Führungen, für die Sie sich nicht vorher anmelden müssen. Schulklassen und Gruppen können Führungen zu einem bestimmten Thema buchen. Für Kinder gibt es spezielle Workshops, die sensible Themen kindgerecht vermitteln.

 

Tickets

Öffnungszeiten

Montag bis Sonntag 10:00 – 20:00

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