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Die Berge rufen! Auf zum Gipfel-Hopping in der Hauptstadt. Diese Tour führt Bergsteiger*innen und Gipfelstürmer*innen quer durch drei Bezirke und auf fünf Berliner Gipfel. Hier erleben Sie Stadtgeschichte über den Dächern Berlins. Ob von ehemaligen Flaktürmen, der Sternwarte oder einem Weinberg: Überall eröffnet sich eine beeindruckende Aussicht auf das Leben in der Hauptstadt.

Tourkarte von Komoot

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Auf Trümmern und auf Schrott - am Mont Klamott

Volkspark Friedrichshain
Volkspark Friedrichshain © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Die Gipfel-Tour startet im Volkspark Friedrichshain. Hinter dem Platz der Vereinten Nationen geht es hinein in den Park und direkt auf den ersten Gipfel.

Der 78 Meter hohe Bunkerberg hat einiges an Geschichte zu erzählen. Während des NS-Regimes sollten die hier stationierten Flakgeschütze feindliche Flugzeuge orten und abschießen. Die darunter liegenden Räume dienten für mehr als 50.000 Menschen als Schutzraum bei Bombenangriffen. Im Jahr 1946 wurde der Bunkerberg gesprengt und mit den Trümmern der zerstörten Berliner Stadt aufgefüllt.

Heute wandern Sie auf einen begrünten Hügel hinauf zur Spitze. Verschiedene Wege treffen sich oben auf einem Rondell. Der Liedermacher Wolf Biermann widmete dem Berg sogar ein Lied und schuf einen eigenen Namen für ihn: Mont Klamott. Nach dem ersten Abstieg führt die Tour zu einem weiteren ehemaligen Flakturm und dem nächsten Gipfel: der Humboldthöhe.

Überquerung des Prenzlauer Bergs

Zionskirche in Berlin
Zionskirche © iStock.com, Foto: querbeet

Sie verlassen Friedrichshain und machen sich auf nach Prenzlauer Berg! Der ehemalige Arbeiterkiez ist ein belebtes und beliebtes Wohnviertel. Straßencafés, Flohmärkte und  kleine Läden reihen sich hier eng aneinander.

Auf der Friedensstraße durchqueren Sie den Leise-Park und folgen der Saarbrücker Straße bis zum Senefelder Platz. Wie der Name schon sagt, auch hier geht es hinauf auf einen Berg: der Prenzlauer Berg liegt auf dem sogenannten Barnimplateau, einer Grundmoränenfläche aus der Eiszeit. Über den Zionskirchplatz mit seiner imposanten Kirche geht es entlang der Wollinerstraße weiter in Richtung Mauerpark. Wer jetzt schon einen Snack für Zwischendurch braucht, kann sich hier stärken.

Hinter der Gleimstraße führt der Weg hinüber in den Wedding. Der höchste Aufstieg der Tour liegt nun direkt vor Ihnen!

Mit Humboldt in die Ferne blicken

Frühling: Blumenpracht im Volkspark Humboldthain in Berlin
Der Rosengarten im Volkspark Humboldthain © visitBerlin, Foto: Arthur F. Selbach

Im Andenken an Alexander von Humboldt wurden im Humboldthain einst Gehölze aus allen Kontinenten angepflanzt, ein eigener Botanischer Garten beheimatete Amphibien und Reptilien. Erst in den 1920er Jahren erfolgte eine Umgestaltung zum Volkspark.

1940/41 ließ das NS-Regime - wie auch im Volkspark Friedrichshain und Tiergarten -  im Humboldthain eine Bunkeranlage mit Flaktürmen errichten. Nach der Sprengung in den Nachkriegsjahren entstanden hier eine weitläufige Grünanlage mit Rodelberg und eine Aussichtsplattform. Wer einen Blick ins Innere des Bunkers  werfen möchte, kann eine der spannenden Führungen des Berliner Unterwelten e.V. besuchen.

Zwei Wege führen auf den knapp 85 Meter hohen Gipfel der Humboldthöhe. Für die Sportlichen geht es 163 Treppenstufen steil nach oben; wer lieber gemütlich flaniert, folgt dem spiralförmigen Pfad über den bewaldeten Hang. Oben angekommen wird man für die Anstrengungen belohnt. Es eröffnet sich eine atemberaubende Sicht über die Stadt.

Sogar ein weiterer Berliner Trümmerberg lässt sich bei guter Sicht in der Ferne erkennen, der Teufelsberg mit seinen weißen Radar-Kuppeln. Auf der Humboldthöhe finden Sie anstelle eines Gipfelkreuzes das Einheitsdenkmal des Künstlers Arnold. Nach einer kurzen Rast geht es zurück zu den Rädern. Die nächste Besteigung wartet!

Basislager auf der Südroute

Gedenkstätte Berliner Mauer
Grenzpfähle an der Berliner Mauer Gedenkstätte © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Auf zum Insulaner, dem südlichsten Gipfel der Tour! Die etwas längere Fahrrad-Etappe führt Sie an vielen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt vorbei. Über die Gedenkstätte der Berliner Mauer, das historische Gelände der Charité, den verwunschenen Tiergarten und den Potsdamer Platz verläuft die Route stets in südlicher Richtung.

Hinter dem Park am Gleisdreieck mündet die Strecke in den gut ausgebauten Fernradweg Berlin - Leipzig. Die weiten Wiesen am Wegesrand bieten sich für eine kleine Pause vor dem nächsten Aufstieg an. Ein Highlight im Frühling ist die blühende und duftende Kirschbaum-Allee. Noch einmal tief durchatmen, bevor Sie Gipfel Nummer drei bezwingen.

Star Wars in Schöneberg

Vor uns liegt mit dem Insulaner der älteste Berliner Trümmerberg. Viele Pfade schlängeln sich durch das dichte Grün der Bäume bis hinauf auf den 78 Meter hohen Gipfel. Zu seiner Entstehungszeit war das Gebiet um den Insulaner noch wenig besiedelt. So entschied man sich Anfang der der 1960er Jahre für den Bau einer Sternwarte, die nun auf der Spitze des Berges thront. Von hier lassen sich nicht nur die Sterne gut beobachten.

Bei klarer Sicht können Sie auch das Rathaus Schöneberg und die Türme des Heizkraftwerks Lichterfelde erkennen. Am Fuße des Berges befindet sich das Planetarium am Insulaner, das ein vielfältiges Programm rund um das Thema Astronomie bietet.

Kreuzberger Gipfelbrotzeit

Viktoriapark
Viktoriapark © Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

Die Route führt nun wieder ein kleines Stück zurück, über den Weg entlang der S-Bahn-Gleise bis zur Monumentenbrücke, die die beiden Bezirke Stadtteile Schöneberg und Kreuzberg miteinander verbindet.

Folgen Sie der Kreuzbergstraße bis zum Viktoriapark, der den 66 Meter hohen Kreuzberg, unseren nächsten Gipfel umgibt. Dieses Mal geht es auf einen „echten“ Berg, entstanden während des letzten Eiszeit vor über 18.000 Jahren ! Die grüne Oase, in der auch ein Wasserfall plätschert, liegt inmitten der Berliner Innenstadt.
Am Fuße des Berges wird bereits seit dem 15. Jahrhundert Wein angebaut. Den edlen Tropfen „Kreuz-Neroberger“ können Sie gegen eine Spende beim Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg erwerben und damit die Winzer unterstützen.
Am Nordhang wird es gebirgig. Über die felsige Wolfsschlucht führt der Weg auf den Gipfel. Dort oben thront ein neugotisches Nationaldenkmal, das König Friedrich Wilhelm III. im 19. Jahrhundert errichten ließ.

Spätestens jetzt wird es Zeit für eine Gipfelbrotzeit. Entweder ganz oben mit Blick über die Stadt oder am Fuße des Berges im Biergarten. Danach kann es gestärkt auf die letzte Etappe gehen.


Auf die Rixdorfer Höhe turnen

Volkspark Hasenheide
Volkspark Hasenheide © visitberlin, Foto: Philip Koschel

Viele Wege führen in die Hasenheide, den ersten Turnpark Preußens. Am nördlichen Eingang des Parks erinnert ein Denkmal an Friedrich Ludwig Jahn und die Anfänge der Turnbewegung. Je nach Lust und Laune können Sie entweder die Route entlang der Bergmannstraße wählen oder noch einen Abstecher zum Tempelhofer Feld machen.

Inmitten des Volksparks Hasenheide liegt die Rixdorfer Höhe, unser fünfter und letzter Berg auf der Berliner Gipfel-Tour. Noch einmal heißt es „Auf auf!“ und die letzten Kräfte mobilisieren. Durch die grüne Weite geht es hinauf auf die Rixdorfer Höhe. Der knapp 68 Meter hohe Trümmerberg bietet vielleicht nicht die weiteste Aussicht der heutigen Tour, dafür herrscht auf dem Plateau eine angenehme Ruhe.

Ein kurzes Innehalten bevor Sie sich ins bunte Leben Neuköllns stürzen und den verdienten Erfrischungsdrink genießen können.

Informationen für Ihre Gipfel-Tour:

  • Start: Volkspark Friedrichshain  
  • Ziel: Volkspark Hasenheide
  • Tourdauer: ein Tag                                                                                                                 
  • Radstrecke: etwa 30km

Gastro-Tipps

  • Restaurant Schoenbrunn
  • Alte Ziegenweide Biergarten
  • Golgatha Biergarten
  • Café Hasenschenke

Bademöglichkeiten

  • Sommerbad Humboldthain
  • Sommerbad am Insulaner
  • Sommerbad Neukölln