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Künstlicher Wasserfall im Viktoriapark Kreuzberg
Viktoriapark mit Wasserfall © visumate, Foto: Sylvia matzkowiak

Viktoriapark

Wein und Wasser

Ein Wasserfall wie im Riesengebirge, ein Weinanbaugebiet und ein Nationaldenkmal – all das erwartet Sie im Kreuzberger Viktoriapark.

Kreuzberg ist nicht nur der Name des Bezirkes, sondern damit wird auch ein 66 Meter hoher Hügel Berlins bezeichnet. Auf dem Gipfel des Berges steht ein Nationalmonument – und er ist geschmückt mit einem romantischen, kleinen Park. Nirgendwo sonst in der Hauptstadt können Sie das Plätschern und das Ambiente eines Wasserfalls hören und genießen!

Vom Weinanbaugebiet zum Nationaldenkmal

Im 18. Jahrhundert nennt der Volksmund die größte Erhebung Berlins noch Tempelhofer Berg oder gelegentlich Runder Weinberg. Dass Berlin als Weinregion gilt – ein vielleicht unterschätzter Fakt. Auf dem Tempelhofer Berg wird bis ins 18. Jahrhundert tatsächlich Wein angebaut. 1968 wird die Tradition wieder zum Leben erweckt. Edle Tropfen des Kreuz-Neroberger Weißweins können Sie gegen eine Spende erwerben und sich selbst ein Urteil über den Berliner Tropfen bilden.

1818 beginnt die Grundsteinlegung für den Bau des Nationaldenkmals im neogotischen Stil nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel. Das Monument wird 1821 durch König Friedrich Wilhelm III. eingeweiht. Es steht symbolisch für den Siegeszug über Napoleon Bonaparte und die Erlösung Europas von der französischen Vorherrschaft durch die Befreiungskriege. Mit dem Denkmal beginnt auch die Geschichte des Parks, der erst 73 Jahre später angelegt wird.

Ein Wasserfall mitten in Berlin

Das Riesengebirge – heute zwischen Polen und Tschechien gelegen – ist damals für Adlige und vermögende Berliner das Reiseziel schlechthin, wann immer es die freie Zeit ermöglicht. Der heute im Viktoriapark zu bewundernde Wasserfall ist eine Kopie des Hainfalls. Dieser wird mithilfe geologischer Studien möglichst naturgetreu nachgebildet.

1888 beschließt Kaiser Friedrich III. das Denkmal mit einer angemessenen Umgebung zu würdigen. Der Park ist zu Ehren seiner englischen Gemahlin Viktoria benannt. Die Idee zum Wasserfall stammt von dem Stadtgartendirektor Hermann Mächtig. Mit groben Felsfragmenten kommt der Wasserfall täuschend echt an sein Vorbild im Riesengebirge heran. Die Unterschiede zum Original: Der 24 Meter hohe Wasserfall steht inmitten einer Metropole und speist sein Wasser aus einer Pumpe.

Biergarten im Viktoriapark

Am Fuße des Kreuzberges kommen nicht nur Biertrinker zu jeder Stunde auf ihre Kosten. Das Golgatha bietet Ihnen Biergarten und Dachterrasse in einem sowie in den Abendstunden einen Ort zum Ausspannen und Tanzen. Auch die Osteria No. 1 in der Kreuzbergstraße ist kein Geheimtipp mehr.

Um die Ecke in der Methfesselstraße 7 erinnert übrigens eine Gedenktafel an Konrad Zuse, der hier die Z3 einen der ersten Universalrechner der Welt entwarf.

Folgt man der Kreuzbergstraße nach Osten so geht sie jenseits des Mehringdamms in die berühmte Bergmannstraße und den angrenzenden Marheineckeplatz über. Ein Muss für alle die ausgiebig in kleinen Geschäften stöbern, flanieren und bei Barcomis hervorragenden Kuchen und Kaffee genießen wollen.