Alte Nationalgalerie
Gemälde & Skulpturen aus dem 19. Jahrhundert
In Berlins Alter Nationalgalerie entdecken Sie Meisterwerke von französischen Künstlern wie Édouard Manet, Auguste Renoir oder Claude Monet und berühmte Gemälde der deutschen Romantik von großen Künstlern wie Caspar David Friedrich oder Adolph von Menzel. Einzigartig ist auch die Skulpturensammlung des Klassizismus.
Caspar David Friedrich, Paul Cézanne, Pierre-Auguste Renoir, Antonio Canova – nur wenige unter vielen berühmten Namen, die Ihnen in der Alten Nationalgalerie begegnen. Das Museum gehört zur Museumsinsel, UNESCO-Welterbe. Das Gebäude selbst ähnelt einem antiken Tempel - gebaut im Stil des Preußischen Klassizismus.
Vom Klassizismus zur Romantik auf drei Etagen
Betreten Sie das Museum, sind Sie zunächst vom Preußischen Klassizismus umgeben. Im Eingangsbereich und der ersten Etage finden Sie sich vor Skulpturen und Gemälden aus dieser Zeit wieder.
Die erste Etage bringt Sie weiter zu den Werken von Adolph Menzel. Seine Kunst wird hier ausführlich dokumentiert. Weiter führt Sie die Tour in die zweite Etage zu den impressionistischen Gemälden. Hier stehen Sie vor berühmten Kunstwerken wie von Monet, Renoir oder Manet.
Planen Sie ruhig ein bisschen Zeit ein und betrachten Sie so berühmte Gemälde wie Renoirs „Im Sommer“. Die Räume sind weitläufig gestaltet, jedem Kunstwerk wird viel Platz eingeräumt. Im dritten Stock begegnen Ihnen Werke aus der Romantik und der Goethezeit. Für viele ein Höhepunkt: Der Saal, der komplett den Werken von Caspar David Friedrich gewidmet ist. Stellen Sie sich einmal vor seinen „Mönch am Meer“ und lassen Sie den weiten Himmel auf sich wirken.
Ein Stück Berliner Geschichte
Nicht nur die Kunstwerke sind bedeutend, auch das Museum selbst hat eine interessante Geschichte hinter sich. Sie beginnt im Jahr 1861 mit dem Tod eines Bankiers. In seinem Testament vermacht Bankier Wagener seine gesammelten Gemälde dem preußischen Staat. Auflage ist, dass alle Freunde der Kunst sie anschauen dürfen. Architekt Friedrich August Stüler beginnt bald ein würdiges Museum für Wageners Kunstschätze zu entwerfen. Johann Heinrich Strack ist der zweite Architekt und vollendet den Bau schließlich. 1876 ist es so weit, das Museum öffnet seine Pforten. Allerdings nicht durchgängig bis heute: Im Zweiten Weltkrieg beschädigen Bomben und Häuserkämpfe das Gebäude. Die Galerie wird saniert, kehrt aber nicht sofort zu Ihren Glanzzeiten zurück. Deutschland wird geteilt und die Exponate verteilen sich auf mehrere Orte in der DDR und West-Berlin. Erst nach der Wende kommen sie wieder an ihren ursprünglichen Platz zurück. Die Stadt saniert das Museum noch einmal in den 1990er Jahren. Jetzt gibt es auch die viel gelobte Halle für Caspar David Friedrich. 2001 öffnet die Alte Nationalgalerie erneut ihre Türen und tut es bis heute.
Fünf berühmte Meisterwerke
Diese Kunstwerke sollten Sie nicht verpassen:
- Caspar David Friedrichs Bild „Der Mönch am Meer“ (1808-1810)
- Johann Gottfried Schadows Doppelskulptur „Prinzessinnengruppe“ (1795-1797)
- die Gemälde „Das Balkonzimmer“ (1845) und „Eisenwalzwerk“ (1875) von Adolph von Menzel
- Alexander Calandrellis Reiterstandbild aus Bronze von Friedrich Wilhelm IV. auf dem Treppenaufgang (1875-1886)
- das Mädchenporträt „Im Sommer“ von Pierre-Auguste Renoir (1868)
Unser Tipp: Entdecken Sie ein ganz besonderes Gemälde, welches Ihnen hier exklusiv von der Direktorin der Alten Nationalgalerie vorgestellt wird:
Sehenswertes in der Nähe
Die Alte Nationalgalerie ist eine von fünf Kunststätten auf der Museumsinsel. Von hier aus blicken Sie direkt auf das Neue Museum. Ägyptische Exponate und frühgeschichtliche Stücke sind dort ausgestellt. Darunter die Büste der Nofretete. Das Pergamonmuseum ist noch geschlossen, Sie können es ab dem 4. Juni 2027 wieder besuchen. Direkt dahinter liegt das Bode-Museum, ein Prachtbau im Stil des Neobarock. Im Programm sind Stücke aus der Byzantinischen Kunst und Skulpturen vom 10. bis zum 18. Jahrhundert. Spätantike Sarkophage gehören genauso dazu wie Statuen von Tilman Riemenschneider. Das Alte Museum am Lustgarten beherbergt die Antikensammlung: Schauen Sie sich in der Ausstellung zum Beispiel die Porträts von Caesar und Kleopatra an.
Unser Tipp: Besuchen Sie die Ausstellung Klassizistischer Skulpturen in der Friedrichswerderschen Kirche, quasi um die Ecke
Praktische Infos
Die Museumsinsel liegt in Berlin Mitte. Nehmen Sie die S-Bahn bis zum Hackeschen Markt. Parkplätze hat die Museumsinsel nicht – Sie müssten auf die kostenpflichtigen Plätze in der Innenstadt ausweichen. Einen ganzen Museumstag planen Sie am besten donnerstags ein, dann hat das Haus bis 20 Uhr geöffnet. Wenn Sie Lust auf alle Museen auf dem Museumsinsel haben, nutzen Sie die Berlin WelcomeCard Museumsinsel. Damit besuchen Sie an drei Tagen hintereinander alle Häuser auf der Museumsinsel kostenlos (Sonderausstellungen sind davon ausgenommen). Haben Sie den Museumspass, können Sie sogar 50 weitere Museen zu Berlin kostenfrei besuchen. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist der Eintritt der Staatlichen Museen Berlin generell frei.
Öffnungszeiten
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