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Das Junge Kammerorchester Reinickendorf unter der Leitung von Jürgen Mittag spielt Werke von Joseph Haydn und Jan Václav Vorísek.


Die manchmal als „Schwesterwerk“ zur Nr. 104 bezeichnete Sinfonie Nr. 103 Joseph Haydns (1732-1809) weist in einigen Teilen Richtung Romantik und verdeutlicht den musikalischen Werdegang Haydns von der Musik des höfischen Rokoko hin zu Musik, in der sich tiefer Gefühlsausdruck abzuzeichnen beginnt.



Jan Vaclav Vorisek (1791-1825) stammte aus dem nordöstlichen Teil Böhmens und wurde in Prag ausgebildet. 1813 ging er nach Wien, führte seine musikalischen Studien (u .a. bei J. N. Hummel) fort und erlangte eine Reputation als exzellenter Pianist und wurde später erster Hoforganist. Zudem war er nach Gründung der Gesellschaft der Musikfreunde dort Korrepetitor und Dirigent. Als solcher dirigierte er u. a. die zweite Sinfonie Beethovens, den er sehr verehrte. Seine Kompositionen stehen in der Tradition Bachs und Mozarts und weisen auf die musikalische Ausdrucksvielfalt von Schubert und Chopin voraus. In seinem Werk zeigt er sich der großen Musik von Welt aufgeschlossen, während die Individualität und Reife der typisch tschechischen Melodiebildung bewahrt wird. Seine Verehrung Beethovens zeigt sich in der Symphonie in D-Dur, die aus vier Teilen besteht, die hinsichtlich Ausdruck und Satzart große Unterschiede aufweisen. Insgesamt scheint in diesem Werk eine ausgereifte Künstlerpersönlichkeit durch, die in der tschechischen Tradition tief verwurzelt ist.

Text: Bärenreiter Verlag/Bradford Robinson

Eintritt frei, Spenden gern gesehen.
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