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Figurentheater und Kammermusik als Einheit: Grillparzers Novelle über die skurrile Lebensgeschichte eines tragischen Clowns, der an seinem genauso noblen wie unpraktischen Idealismus zu Grunde geht, wird neu erzählt.

Franz Ensemble
Franz Ensemble © Ervis Zika

Beethovens Septett op. 20 steht am Beginn des Abends.

Klänge, Notenständer, Instrumententeile und Schatten verselbständigen sich und wachsen zur Kulisse eines turbulenten Volksfestes zusammen. Dort entflammt Grillparzers „anthropologischer Heißhunger“ beim Anblick eines alten Knaben, der lächelnd in sein fürchterliches Geigenspiel vertieft ist.

Das Stück ist verspielte Liebesgeschichte und Gesellschafsstudie zugleich.
Reflektiert wird dies durch eine Musik, die viele Anleihen von alten Wienerliedern und Tänzen aufnimmt. Sie erweckt einerseits Grillparzers Zeit (und damit auch die Schuberts) zum Leben und erlaubt andererseits einen maximalen Kontrast zu den neu komponierten Klängen, die mal Wasserflut, mal einsame Nachtwanderung, mal agitierte Rede, mal Ohrfeigenszenedarstellen.

PROGRAMM:

  • Ludwig van Beethoven: Septett op. 20
  • Helena Winkelman: Der arme Spielmann (UA) - Auftragswerk des franz ensemble

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Zusätzliche Informationen
Das Projekt wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen von NEUSTART KULTUR sowie von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.
Teilnehmende Künstler
Glenn Christensen (Violine), Yuko Hara (Viola), Tristan Cornut (Violoncello), Juliane Bruckmann (Kontrabass), Maximilian Krome (Klarinette), Pascal Deuber (Horn), Rie Koyama (Fagott) (franz ensemble)
Janna Mohr (Spiel und Konzept)
Sebastian Ryser (Regie)
Moritz Schönbrodt (Ausstattung)
Helena Winkelman (Komposition)
Termine
Datum
Theater im Delphi