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Humboldt, Schinkel, Knoblauch

Ab dem 1. Juni 2022 ist das Museum Knoblauchhaus wieder geöffnet und präsentiert erstmals mit dem „Berliner Salon“ einen völlig neuen Ausstellungsbereich, der dem preußischen Stararchitekten Karl Friedrich Schinkel und den berühmten Brüdern Alexander und Wilhelm von Humboldt gewidmet ist.

Knoblauchhaus
Knoblauchhaus © Stadtmusem Berlin

Hier geht es um die Kommunikations-Netzwerke der sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts rasant entwickelnden Stadt hin zur Metropole.

Damit wird im historischen Knoblauchhaus bewusst eine thematische Brücke zum nahegelegenen Humboldt Forum geschlagen. Schinkels Produktdesign, die Reisen von Alexander von Humboldt und die Sprachstudien seines Bruders Wilhelm stehen dabei als Beispiele für den Wissens- und Kulturtransfer im sich rasant entwickelnden Berlin der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Vor rund 200 Jahren notierte der Journalist Ludwig Börne beim Besuch Berlins erstaunt: „Die Menschen der verschiedensten Art sind hier so vermischt, dass man sie oft an Orten findet, wo man sie nicht erwartet.“ Und er hatte Recht. In Berlin war schon damals manches selbstverständlich, was andernorts undenkbar schien. In Salons, Vereinen und Lokalen pflegte die Berliner Gesellschaft einen offenen Gedankenaustausch.

Wo aber befanden sich die Treffpunkte jener Zeit, und wer gab dort den Ton an? Die neue Dauerausstellung im Museum Knoblauchhaus erzählt mehr darüber.

Der einstige Eigentümer des Hauses, der Unternehmer Carl Knoblauch, war ein ausgesprochener Netzwerker, zu dessen Freundes- und Bekanntenkreis viele Prominente gehörten – darunter der Architekt Karl Friedrich Schinkel und die Brüder Wilhelm und Alexander von Humboldt. Jeder von ihnen hatte auf seine Art Anteil am Aufblühen der modernen Bürgergesellschaft und damit am Aufstieg Berlins zur europäischen Metropole.
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