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Humboldt Forum: Berlin Asiatisches Museum
Humboldt Forum: Berlin Asiatisches Museum © © Stiftung Berliner Schloss – Humboldt Forum, Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Museum für Asiatische Kunst im Humboldt Forum

Von chinesischem Porzellan bis zu japanischer Malerei

Die Kunst- und Kulturgüter im Museum für Asiatische Kunst sind so vielfältig wie die verschiedenen asiatischen Kulturen selbst: Es handelt sich um eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Kunstwerken des indo-asiatischen Kulturraums vom 4. Jahrtausend v. Chr. bis in die Gegenwart. Seit 2021 befinden sie sich, ebenso wie das Ethnologische Museum, in den Obergeschossen des Humboldt Forums.

Die großartigen Kunstobjekte aus dem asiatischen Raum begeisterten Museumsbesucher:innen schon für viele Jahrzehnte, als sie noch in Berlin-Dahlem zu Hause waren. Danach verschwanden sie für einige Jahre von der Bildfläche, um umfassend restauriert zu werden. Heute sind sie in den weiten Ausstellungsräumen im dritten Geschoss des Humboldt Forums zu sehen.

Ausstellung Japan, Museum für Asiatische Kunst
Ausstellung Japan, Museum für Asiatische Kunst © Staatliche Museen zu Berlin / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / Foto: Alexander Schippel

Herausragende Kunstwerke hinter den rekonstruierten Schlossfassaden des Humboldt Forums

Die Zeugnisse der Kulturen des größten Kontinents stammen aus einem Zeitraum, der im 5. Jahrtausend v.Chr. beginnt und bis in unsere Gegenwart reicht. Präsentiert werden Artefakte aus Süd-, Südost-, Ost- und Zentralasien. Schwerpunkte sind die frühindische Skulptur und die Kunst und Kultur an der Seidenstraße, aber auch die sakrale Kunst Chinas, Japans und Koreas.

Chinesischer Buddha, Museum für Asiatische Kunst Berlin
Chinesischer Buddha, Museum für Asiatische Kunst Berlin © Staatliche Museen zu Berlin / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / Foto: Alexander Schippel

Besonders Augenmerk gilt der weltberühmten "Turfan-Sammlung", benannt nach der ersten der vier Königlich-Preußischen Expeditionen an die Nördliche Seidenstraße (heute Xinjiang, Volksrepublik China) zwischen 1902 und 1914: Im Zentrum steht der Nachbau eines in Originalmaßen rekonstruierten Höhlentempels, der Kizil-Höhle 123, der "Höhle mit den ringtragenden Tauben", welcher mit originalen Wandmalereien ausgestattet ist.

Machtsphären und Lebenswelten 

Die ausgestellte Kunst spiegelt spannende Details über Lebensauffassung und Spiritualität, aber auch über früheres höfisches Leben und Machtsphären in den asiatischen Kulturen. Buddhistische Lebenskonzepte aus Indien, die Philosophie der Askese der Jains, aber auch die komplexe Götterwelt des Hinduismus haben die hier gezeigten Meisterwerke inspiriert und geprägt.

Lebenskonzepte wie die Teezusammenkunft werden im zeitgenössischen Japanischen Teehaus vermittelt: Es wurde 2019 von Jun Ura/ Ura Architects  in Zusammenarbeit mit dem Teemeister  Sokyu Nara und zeitgenössischen Künstlern entworfen und verfügt über einen Vorbereitungsraum und einen Hauptraum mit Feuerstelle, in dem Teezusammenkünfte stattfinden können. Besucher:innen können hier den Alltag hinter sich lassen und das Erlebnis des traditionellen japanischen Teewegs mit allen Sinnen genießen.

japanisches Teehaus im Museum für Asiatische Kunst, Berlin
japanisches Teehaus im Museum für Asiatische Kunst, Berlin © Staatliche Museen zu Berlin / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / Foto: Alexander Schippel

  

Chinesische Hofkunst wie ein Thronsitz aus lackiertem Palisanderholz und zahllosen Perlmutt- Gold- und Silberstückchen wird in einem einzigartigen Thronsaal gezeigt. Dieser wurde von dem weltbekannten chinesischen Architekten Wang Shu entworfen. Unter der Raumdecke beeindruckt die gigantische Dachkonstruktion einer chinesischen Pagode, für die 1.300 Einzelteile aus Pappelholz verschraubt wurden. Eine große Wandnische aus Edelstahl umfasst ein höfisches Wandgemälde aus dem 18. Jahrhundert mit Ausmaßen von 5,43 x 10,15 Metern. 

Was Sie unbedingt sehen müssen:

  • Prozessionsstier "Nandi", farbig bemaltes Holz, Südindien 17. Jahrhundert
  • Juwelendose, Elfenbein, Ceylon 16. Jahrhundert
  • Höhle mit den ringtragenden Tauben, originale Wandmalereien, China 6./7. Jahrhundert
  • Stellschirm "Kiefer, Zedern und Vögel", Tusche und Farben auf Blattgoldgrund, Japan 17. Jahrhundert
  • Relief "Maras Angriff auf Buddha", Schiefer, Pakistan 2./3. Jahhundert
Prozessions-Stier, Museum für Asiatische Kunst Berlin
Prozessions-Stier, Museum für Asiatische Kunst Berlin © Staatliche Museen zu Berlin / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / Foto: Alexander Schippel

Ihr Besuch

Das Museum für Asiatische Kunst im Humboldt Forum ist vollständig barrierefrei. Sie erreichen es am besten über den neu eröffneten U-Bahnhof Museumsinsel der Linie U5. Die nächsten S-Bahnhöfe sind Friedrichstraße oder Hackescher Markt (jeweils S3, S5, S7, S9). Wenn Sie mit dem Bus kommen, steigen Sie an den Haltestellen Lustgarten oder Staatsoper aus. Und auch die Straßenbahn hält in der Nähe: Stationen Am Kupfergraben oder ebenfalls Hackescher Markt.

Besuchen Sie auch unsere neue Berlin Tourist Information direkt im Humboldt Forum mit neuem breiten Serviceangebot und bestaunen Sie dort das große historische Stadtmodell.

Mehr Kultur in der Nähe

Da Sie sich im Zentrum der Stadt, in der neuen kulturellen Mitte zwischen Fernsehturm und Brandenburger Tor befinden, sind Sie von Sehenswürdigkeiten nur so umgeben. Besonders interessant sind der Berliner Dom am Lustgarten direkt gegenüber und natürlich alle Bauten und Museen der weltberühmten Berliner Museumsinsel, die zum UNESCO-Weltkulterbe gehört. Sie können auch einfach den Boulevard Unter den Linden Richtung Brandenburger Tor entlangschlendern. Achten Sie dabei auf Denkmäler: Berlin ist auch Haupstadt der Skulpturen.

 

Öffnungszeiten (Zusatzinfos)

Montag 10:00 - 20:00 Uhr
Dienstag geschlossen
Mittwoch 10:00 - 20:00 Uhr
Donnerstag 10:00 - 20:00 Uhr
Freitag 10:00 - 22:00 Uhr
Samstag 10:00 - 22:00 Uhr
Sonntag 10:00 - 20:00 Uhr