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Roshanak Amini und Juniper Foam haben zwei Videoinstallationen geschaffen, die von diesem Phänomen lernen und über die oberflächliche Schönheit hinaus in eine Welt voller realer, soziopolitischer Unterströmungen vordringen, die sich im Verborgenen abspielen. "Staring at the Sun" und "Wherever I Am, the Sky Is Mine" sprechen die Sprache der Remix-Kultur und des sanften Astral-Jazz, aber der Raum, den sie schaffen, gehört zu einem neuen Genre, das wir Future Lofi nennen könnten.

"Wherever I Am, the Sky is Mine" Juniper Foam and Roshanak Amini
"Wherever I Am, the Sky is Mine" Juniper Foam and Roshanak Amini © R. Amini

Der rhythmische Fluss der Bewohnenden, die die "illegale Siedlung" Karail verlassen und dorthin zurückkehren, über einen kleinen Kiesweg, der auf dem Gewässer erscheint, das die beiden Welten trennt, ist ein Zeichen dafür, dass nichts isoliert bleibt: dass diese beiden Welten, Karail und der Rest von Dhaka, ineinander übergehen, in jeden Aspekt des Alltagslebens der "anderen".

Die Waren bewegen sich in und aus diesen beiden Räumen. Die Arbeitskräfte, die für die Bewohnenden der "legalen" Teile Dhakas arbeiten, kommen aus diesen Siedlungen.

Der Zustrom ist zwar den ganzen Tag über konstant, doch bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nimmt er zu. Was in diesen Videos festgehalten wird, ist die allgegenwärtige Durchlässigkeit von Karail.

Roshanak Amini ist bildende Künstlerin, die derzeit in Berlin, Deutschland, lebt und arbeitet. Sie wurde im Iran geboren und immigrierte als Kind nach Kanada. In den letzten 5 Jahren hat sich Amini darauf konzentriert, wie Kunst in den Raum des täglichen Lebens eindringen und ihn beeinflussen kann. Dieses Interesse hat sie dazu gebracht, die Sicherheit des White Cube zu verlassen und die vielfältigen und reichhaltigen Möglichkeiten des öffentlichen Raums zu erkunden. Partizipatorische Kunst, künstlerische Interventionen, öffentliche Installationen und performative Forschung sind von zentraler Bedeutung für ihre künstlerische Praxis. Roshanak betrachtet das Kunstmachen als eine Möglichkeit, auf die Welt um sie herum zu reagieren: ein paar Steine in den Fluss zu legen, in der Hoffnung, den Lauf des Wassers ein wenig zu verändern.

Juniper Foam ist ein in Berlin lebender Künstler und Lehrer, der mit Video, Musik und Menschen arbeitet. Er wurde 1982 in Michigan geboren, erhielt einen MFA von CalArts und zog dann nach Berlin, als er ein Stipendium für künstlerische Forschung an der Universität der Künste (UdK) erhielt. 2012 gründete er das Label Care Of Editions als eine Form der sozialen Praxis, bei der er Modelle des Musikvertriebs durch die Brille der Performance neu gestaltete. Heute betreibt er das Label als Kollektiv mit seinen ehemaligen Studenten und jungen Kuratoren aus aller Welt. Im vergangenen Jahr wurden Junipers Werke international auf der Triennale Mailand, im Museum für Moderne Kunst in Rio de Janeiro und im Kulturzentrum von Belgrad gezeigt.
Zusätzliche Informationen
Roshanak Amini, Karail/Dhaka, Bangladesh

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