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Es wurde getanzt! – Es wird getanzt!

Das Tanztreffen der Jugend will den aktuellen Entwicklungen und vielfältigen Bemühungen Rechnung tragen, Tanz als eigene Kunstform innerhalb der kulturellen Bildung zu etablieren und Tanz mit jugendlichen Amateuren im künstlerischen Kontext zu verorten.

drei tanzende Jugendliche
drei tanzende Jugendliche Dave Grossmann

Junge Tänzer:innen und Choreograf:innen von 11 bis 21 Jahren

Das Tanztreffen der Jugend bringt beispielhafte und bemerkenswerte Stücke von und mit jungen Tanzschaffenden aller zeitgenössischen und urbanen Tanzstile zusammen.
Bewerben können sich bis zum 31. März 2023 alle jungen Tänzer*innen und Choreograf*innen von 11 bis 21 Jahren - Einzelpersonen, Duos, freie Gruppen oder Ensembles einer (Tanz-)Schule.

Die zehn von der Jury ausgewählten Produktionen – Soli, Duette und große Ensemblestücke – werden vom 22. bis 29. September 2023  im Haus der Berliner Festspiele auf die Bühne gebracht.


Die allabendlichen Vorstellungen vor Publikum werden von Workshops mit Profis und Gesprächsformaten im Rahmen des Tanztreffen Campus begleitet, der den Jugendlichen Raum für Austausch, Inspiration und neue Impulse bietet. Gleichzeitig lädt das Forum-Programm Choreograf*innen, Pädagog*innen und Studierende ein, in Workshops und diskursiven Formaten die eigene künstlerische Praxis in der Arbeit mit jungen Menschen zu reflektieren.

Die 2022 eingeladenen Ensembles arbeiten sowohl an Theater- und Tanzhäusern als auch Tanzschulen. Dazu kommen freie Gruppen, zumeist Eigeninitiativen, die an Vereine oder Jugendkultureinrichtungen angegliedert sind. In diesem Jahr besonders stark vertreten sind neben zeitgenössischen Tänzer*innen junge Tanzschaffende aus dem urbanen Tanzkontext, die mit dem Format des Tanztheaters ihre Ausdrucksform bemerkenswert erweitert haben.

Auffällig viele der eingeladenen Produktionen setzen sich mit dem Thema Identität auseinander. Sie beschäftigen sich mit der Suche nach dem eigenen Ich, mit Konflikten, die sich aus migrationsgeprägten Identitäten ergeben, der Dominanz stereotyper Geschlechterrollen, sowie Zuschreibungen von außen und gesellschaftlichen Erwartungen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in dem Spannungsverhältnis zwischen dem Individuum und dessen sozialem Umfeld.

Als ein Nachklang auf die Pandemie werden Gefühle von Einsamkeit und Isolation formuliert, sowie Unsicherheiten im sozialen Umgang und die Frage, wie das künftige Miteinander aussehen kann. Mit Blick in die Zukunft werden auch Fragestellungen zum Klimawandel und zur individuellen Freiheit und Freiräumen gestellt.

Das detaillierte Festivalprogramm wird Anfang September veröffentlicht.

Zusätzliche Informationen