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Werkschau im Alten Rathaus Marzahn

Das Alte Rathaus Marzahn widmet dem Maler Rudolf Hübler (1928 – 2018) eine große Ausstellung. Die Werkschau zeigt einen Querschnitt der architektonisch und technisch inspirierten Arbeiten des Malers auf mehreren Etagen im Alten Rathaus Marzahn. Die Kurator:innen sind Martina Nußbaum und Niels Beugeling. Der Schwerpunkt liegt hier auf Arbeiten, die mit den letzten dreißig Schaffensjahren des Künstlers in Berlin-Biesdorf in Verbindung stehen.

Das Wort Ausstellung in verschiedenen Schriftarten
Das Wort Ausstellung in verschiedenen Schriftarten © visitBerlin, MFS

Anfang der 1990er Jahre lässt sich der Maler Rudolf Hübler in Biesdorf nieder. Die Arbeiten, die hier in den folgenden Jahren entstanden sind, spiegeln vor allem Eindrücke wider, die er auf seinen Streifzügen durch Marzahn sammelt. Nach seiner Zeit in West-Berlin ist Hübler fasziniert von den Plattenbauten der 1970er mit ihren abstrakten vertikalen und horizontalen Linien. Diese auf das Wesentliche reduzierte Architektur nimmt in seinem Werk einen herausragenden Platz ein.

In den 1960er und 1970er Jahren prägt Hübler die Berliner Kunstszene mit und steht nicht zuletzt als Beispiel für eine Künstlergeneration im geteilten Berlin. In den 70er Jahren ist Hübler Gründungsmitglied der Gruppe Plus. Zusammen mit Rolf Fässer, Detlef aus dem Kahmen, Gerald Matzner und Brigitte Stamm hat er zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Seine Arbeiten befinden sich heute in wichtigen Sammlungen, wie denen des Neue Berliner Kunstvereins und der Akademie der Künste in Berlin. Rudolf Hübler widmet sich im Laufe seines Schaffens vor allem großformatigen Malereien und Zeichnungen.

Zu sehen sind darin vor allem Architektur- und Industrielandschaften, Landschaften in Schwarz, Weiß, Grau und Braun, die das Leben in der Stadt gleichsam auf surrealistische Weise darstellen und den Menschen allenfalls als Passanten inszenieren. Die Debatte über Architektur, Bebauung und Stadt wird derzeit wieder intensiv geführt in Berlin. Auch zu dieser Debatte leistet die Ausstellung einen Beitrag.
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