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Alternative historische Erzählungen im Film

Was wäre gewesen, wenn die Geschichte einen anderen Verlauf genommen hätte, wenn an einer bestimmten Stelle andere Entscheidungen getroffen worden wären? Welche Auswirkungen hätte diese Richtungsänderung gehabt?

Veranstaltungen in Berlin: Roads not Taken
© Getty Images, Foto: KTSDESIGN

Es ist ein beliebtes Motiv in den Künsten und von Filmen und Fernsehproduktionen im Besonderen, im Reich der Fiktion alternative historische Szenarien zu entwerfen und eine andere Geschichte zu imaginieren.

Besonders viel Fantasie entwickeln diese Gedankenspiele beim Spekulieren über die Geschichte des „Dritten Reichs“. Was wäre gewesen, wenn die deutschen Truppen England besetzt hätten, wenn die deutsche Wehrmacht den Zweiten Weltkrieg gewonnen und Hitler überlebt hätte? Es sind Fragen wie diese, mit denen sich die Filme der Retrospektive Roads not Taken. Alternative historische Erzählungen im Film beschäftigen.

Die von Mathias Barkhausen ausgewählten Filme bewegen sich zwischen Ernsthaftigkeit und spielerischer Provokation. Während die älteren Beispiele, die auf zeitgenössische Bedrohungen reagieren, warnen möchten und daran appellieren, sich dem fragilen Status der Gegenwart bewusst zu werden, schleicht sich mit zunehmendem zeitlichen Abstand ein humoristischer Blick auf die Geschichte ein, ein Spiel mit medialen Geschichtsbildern.

Im Unterschied zu der in Kooperation mit der Alfred Landecker Foundation entstandenen Ausstellung des Deutschen Historischen Museums Roads not Taken. Oder: Es hätte auch anders kommen können, die das Bewusstsein für die tatsächlich eingetretene Geschichte schärfen möchte, spekulieren die Filme der Retrospektive über andere historische Verläufe, alternative Geschichtsszenarien.


Mit der Retrospektive Roads not Taken. Alternative historische Erzählungen im Film startet das Zeughauskino nicht nur ins neue Jahr 2023, es wechselt auch seinen Spielort.

Während der Bauarbeiten im Zeughaus wird das Zeughauskino ab 6. Januar 2023 im Pei-Bau des Deutschen Historischen Museums zuhause sein.

Dort ist im Auditorium ein Kinosaal entstanden, in dem neben einem Projektor für digitale Kopien auch Projektionstechnik für 35mm-Kopien vorhanden ist und ein Klavier für die Begleitung von Stummfilmen bereitsteht.

Das DHM-Team freut sich, die Zeit der Bauarbeiten an diesem feinen Ort zu überbrücken und weiterhin seine filmhistorischen Programme einem neugierigen Publikum präsentieren können.