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International Contemporary Ensemble / Samir Odeh-Tamimi / Jessie Cox / Aida Shirazi u. v. a.

Vielfache Perspektiven bieten vielfache Möglichkeiten. Dieses scheinbar simple Kernkonzept bildet den Ausgangspunkt für das Konzert „Polyaspora“ des International Contemporary Ensemble (ICE). Der Titel ist aus Adrian Tschaikowskys 2021 erschienenem Science-Fiction-Roman „Die Scherben der Erde“ entlehnt.


Der Roman beschreibt einen zukünftigen Zustand des menschlichen Lebens in unserer Galaxie, in dem es keinen festen Wohnsitz gibt, sondern die Bewohner:innen stets in Bewegung sind; Ströme, die von überall her in alle Richtungen fließen. Was hier beschrieben wird, ist keine Diaspora, sondern eine Polyaspora.

Folgt man der Ansicht des künstlerischen Leiters des ICE, George Lewis, sind Leben und Wahrnehmung der Welt bereits heute von dieser Idee geprägt. Zugleich gilt diese Eigenschaft auch für das ICE, wenn Lewis das Ensemble als interkulturell, intermedial und interdisziplinär beschreibt, das bewusst, kollaborativ, kreolisiert und verknüpft sowie über die Grenzen von Ästhetik, Praktiken, Gender, Ethnizität, Race und transnationalen Formationen hinweg arbeitet.

Diesem Anspruch folgend, präsentiert das ICE in Zusammenarbeit mit dem renommierten Zafraan Ensemble aus Berlin zwei Generationen afrodiasporischer Schweizer Komponisten, Charles Uzor und Jessie Cox, sowie Werke von bedeutenden Persönlichkeiten wie Samir Odeh-Tamimi und jüngeren Stimmen wie Aida Shirazi, Raven Chacon und Laure M. Hiendl. Das Ziel von „Polyaspora“ ist es, nicht nur ein neues Bewusstsein, sondern eine neue Identität für die Neue Musik vorzuschlagen.


Besetzung

  • ICE - International Contemporary Ensemble
  • Zafraan Ensemble
  • Kazem Abdullah – Dirigent
  • Laure M. Hiendl – Klangregie


Aida Shirazi

Crystalline Trees (2020)

für Kammerensemble


Raven Chacon

(Bury Me) Where The Lightning [Will] Never Find Me (2019)

für Bassklarinette, Violine und Violoncello


Samir Odeh-Tamimi

Philaki (2009)

für Flöte, Klarinette, Harfe und Streichquartett


Jessie Cox

Existence Lies In-Between (2017)

für Kammerensemble


Laure M. Hiendl

String Quartet No. 1 (Tubular—Mondo) (2018)

für Streichquartett und Live-Elektronik


Charles Uzor

Go (Ballet imaginaire) (1999) 

Fassung für sieben Instrumentalist:innen

für Klarinette, Schlagzeug, Klavier und Streichquartett
Zusätzliche Informationen
Termine
März 2024
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