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HAUT – HÜLLE, ORGAN, ARCHIV bringt Werke von 28 internationalen in Berlin lebenden Künstlerinnen* zusammen. Haut ist ein Supermaterial: form- und dehnbar, atmungsaktiv und selbstregenerierend, Schutzhülle von Körpern, gleichzeitig aber auch Angriffsfläche: verletzbar und empfindlich. Vor allem ist Haut jedoch mit Bedeutungen aufgeladen. Sie ist gesellschaftlich und kulturell kodiert, bestimmt Identitäten, ist Gegenstand von Politik, Religion und nicht zuletzt auch ökonomischer Faktor.

Sophie Utikal: See me through, 2022
Sophie Utikal: See me through, 2022 © Cheongjin Keem

Die Künstlerinnen* setzen sich in Video, Audio, Fotografie, Skulptur, Malerei, Zeichnung, Collage, Installation und Performances mit dem Thema Haut auseinander und konfrontieren dieses zugleich mit dem aufgrund seiner Historie patriarchal geprägten Ausstellungsort – der Zitadelle Spandau. Mit der thematischen Vielschichtigkeit von Haut, die die Verwobenheit von Sexismus, Rassismus, Klassismus, Altersdiskriminierung und Ableismus sichtbar werden lässt sowie von individuellen und kollektiven Archivierungspraxen zeugt und gleichzeitig als sinnliches, resistentes und zugleich verwundbares Organ zum Ausgangspunkt künstlerischer Analyse wird, setzt die Ausstellung dem männlich geprägten Ort feministische Gegenerzählungen entgegen.

Die Arbeiten gruppieren sich um drei Schwerpunkte, die unter den Begriffen HÜLLE, ORGAN und ARCHIV gebündelt sind. Diese sind jedoch nicht als feste Zuschreibungen zu verstehen, sondern als assoziative, die Ausstellung leicht strukturierende Themenfelder, die durchlässig und miteinander verwoben sind.
Zusätzliche Informationen
Öffnungszeiten: Fr – Mi 10–17 Uhr, Do 13–20 Uhr