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Eine Experimental-Film-Serie in acht Kapiteln

Die gemeinsame Komposition ist für das Künstlerduo Mariola Groener und Günther Wilhelm seit jeher Grundbedingung ihres Schaffens. Als WILHELM GROENER verbinden sie Raum, Körper, Ton, visuelle Mittel und Material zu choreografisch-performativen Texturen an der Schnittstelle von darstellender und bildender Kunst.

Veranstaltungen in Berlin: Frames Fragments Frequencies
© WILHELM GROENER

Experimentelles, Abstraktes, Poetisches als auch rezeptive Perspektivwechsel sind Teil der künstlerischen Strategie. Ihr so über mehr als zwei Jahrzehnte gewachsenes komplexes Oeuvre untersuchen WILHELM GROENER derzeit in ihrem Langzeitprojekt „performing archive“.  

Mit dem sich Woche für Woche aufbauenden achtteiligen Filmexperiment FRAMES FRAGMENTS FREQUENCIES, das im Frühjahr 2022 online zu sehen war, hatten sie bereits das Fundament der jetzt im Kunstquartier Bethanien erlebbaren Präsentation ihrer multimedialen Inszenierung aus Installation, Video und Performance gelegt. Auf der unteren der zwei Ebenen des Studio 1 bestimmt eine Installation wie ein neuronales Geflecht den Raum: acht großformatige Bildschirme, untereinander mit überlangen Kabelsträngen verbunden und bestückt mit der erwähnten gleichnamigen Experimental-Film-Serie FRAMES FRAGMENTS FREQUENCIES. Die Möglichkeit, sich bei der Raumerkundung individuell und selektiv in die „Frames“ des Filmmaterials zu vertiefen, erzeugt einen Schnitt durch verschiedene Zeitebenen, ein Anachronismus, in dem Assoziationen gleichzeitig Vergangenes und Zukünftiges hervorbringen. Die ästhetisch-choreographische Handschrift vergangener performativer Arbeiten des Künstlerduos wird als Echo wahrnehmbar. Die obere Ebene bietet den Besucher:innen eine Art Vogelperspektive, um auf das untere Feld der sich dort überlagernden Informationen der medialen Inszenierung zu blicken. So entstehen immer neue Wahrnehmungs- und Stimmungsfrequenzen. Gleichzeitig formen hier wandfüllende Collagen und skulptural erscheinende Performer, die wiederum den medialen Arbeiten entsprungen zu sein scheinen, zusätzliche Perspektiven und Resonanzen. Mit den verschiedenen Ebenen der Gesamtkomposition eröffnen Mariola Groener und Günther Wilhelm ein Vexierspiel zwischen realer und filmischer Präsenz, irritieren und sensibilisieren das Publikum im selben Moment. So wird die physisch-mediale Inszenierung von FRAMES FRAGMENTS FREQUENCIES im Kunstquartier Bethanien ein Reflektionsraum über Zeitlichkeit und Bewegung, Maskerade und Eskapismus, Abstraktion und poetische Realitätsbefragung.
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Kunstquartier Bethanien
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