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Um der völligen Enthemmung im Internet entgegenzuwirken, ermittelt eine Netzwelt-Behörde in besonders fragwürdigen Fällen, um die immer weiter verschwimmenden Grenzen zwischen Virtualität und Realität zu durchleuchten. Denn: Immer mehr Menschen ziehen sich in die sogenannte "Netzwelt" zurück und lassen ihr weltliches Leben hinter sich. Hier können sie sich unzensiert und jenseits aller juristischer und moralischer Gesetze ausleben, während die "wirkliche" Welt um sie herum immer komplizierter zu werden scheint und mit immer neuen Regeln aufwartet. Kurz: hier können sie frei sein.

Berliner Ensemble Außenansicht
Berliner Ensemble Außenansicht © Monika Ritterhaus

Bei den Ermittlungen stößt Kommissarin Morris dabei auf eine Domain, auf der man virtuell pädophile Neigungen ausleben kann. Eine Grenzüberschreitung? Schließlich ist doch nichts geschehen: Es sind doch nur Bilder, nur Gefühle – und die sind nicht real. Oder doch? Was ist schon Realität? Hat unser Handeln nur da Konsequenzen, wo uns die Welt physisch berührt? Gilt Moral nur da, wo sie sich materiell auswirkt? Was bedeutet die technologische Erweiterung der Welt und des Menschen für das Leben aller? Was für die Freiheit?

In ihrem Kriminaldrama "Die Netzwelt" (2013) verhandelt die US-Autorin JENNIFER HALEY die Fragen nach den moralischen Dilemmata, vor die uns die Technisierung unseres Alltags stellt. Für das Stück wurde sie mit dem The Susan Smith Blackburn Preis ausgezeichnet.

#BEnetzwelt

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Zusätzliche Informationen
Teilnehmende Künstler
Von Jennifer Haley (Autor/in)
Nico Holonics (Sims / Papa)
Kathrin Wehlisch (Morris)
Philine Schmölzer (Iris)
Alexandra Lukas (Iris)
Veit Schubert (Doyle)
Christian Erdt (Woodnut)
Max Lindemann
Robin Metzer
Lara Roßwag
Benjamin Schwigon
Johannes Nölting
Termine
Datum
Berliner Ensemble - Neues Haus
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Berliner Ensemble - Neues Haus