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Führung

In der Führung werden Wandmalereien vorgestellt, die mitten in der politischen „Tauwetter-Periode“ zwischen 1957 und 1958 anlässlich zweier Faschingsfeiern im ehemaligen Kohlenkeller der Akademie am Pariser Platz entstanden. Tastmodelle unterstützen die anschauliche Vermittlung.

Akademie der Künste, Bilderkeller, im Vordergrund Wandbild von Harald Metzkes und Manfred Böttcher
Akademie der Künste, Bilderkeller, im Vordergrund Wandbild von Harald Metzkes und Manfred Böttcher VG Bild-Kunst, Bonn 2018 Foto: Andreas FranzXaver Süß

Die Arbeiten der Meisterschüler der Deutschen Akademie der Künste Manfred Böttcher, Harald Metzkes, Ernst Schroeder, Werner Stötzer und Horst Zickelbein sind einmalige Zeugnisse der künstlerischen Nachkriegsmoderne in der DDR. In einer von Fritz Cremer initiierten Ausstellung 1961 boten u. a. Arbeiten der Faschingsmaler Anlass eines kulturpolitischen Kesseltreibens gegen die Akademie in der DDR. Wie im Brennglas spiegeln die Wandmalereien die kontroverse Diskussion zwischen Ost und West und das Bedürfnis nach einer differenzierten Deutung der deutsch-deutschen Geschichte im europäischen Kontext.

Erst 2018 wurde der Bilderkeller öffentlich gemacht. Neben den Ausstellungssälen und dem Brandenburger Tor sind die Wandmalereien der einzige originale Rest des historischen Pariser Platzes.

Die Medienstation bringt Interviews mit Zeitzeugen, u. a. Fritz Cremer, Paul Dessau, Helene Weigel, Arnold Zweig, als Tondokumente einer Kampagne gegen die Akademie, zu Gehör. Eine Publikation in Deutsch und Englisch gibt Einblicke in die damaligen Auseinandersetzungen.
Zusätzliche Informationen
Preis: 6,00 €

Ermäßigter Preis: 4,00 €
Termine
Datum
Akademie der Künste Pariser Platz
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