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Wechselvolle Geschichte – Teil der Vielfalt

1295 werden Juden erstmals in einem Handwerksbrief der Wollweber genannt.  1671 kommen 50 jüdische Familien aus Wien nach Berlin und bilden eine Keimzeile jüdischer Gemeinschaft in Berlin. Der Große Kurfürst hat sie, wie auch andere Glaubensflüchtlinge, für den Wiederaufbau nach dem 30jährigen Krieg geholt. Durch die Jahrhunderte sind Juden Teil des geistigen und kulturellen Erbes Berlins. Moses Mendelsohn, Fanny Mendelsohn, Rosa Luxemburg oder Albert Einstein stehen stellvertretend für nur einige Facetten. In den 20er Jahren leben rund 170.000 Juden in Berlin. Die meisten werden nach 1933 fliehen und zur Emigration gezwungen. 55.000 werden Opfer der Shoa, den organisierten von Berlin ausgehenden Massenmord an den europäischen Juden. Mit den späten 80er Jahren und dem Beginn der 90er Jahre erlebt jüdisches Leben eine kleine Renaissance. Zu beobachten ist die Entwicklung einer kulturellen Vielfalt insbesondere außerhalb der Gemeinden. Diese Seiten möchten Ihnen einen Eindruck dieser wechselvollen Geschichte und der Vielfalt neuen jüdischen Lebens in Berlin vermitteln.