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Ein Kabarett mit Schnaps und Musik, Glamour und schwarzem Humor: Ein temporäres Kollektiv weiblich-identifizierter und nicht-binärer Künstler:innen mit Wurzeln im östlichen Mittelmeerraum vertieft sich in die Komplexität ihrer geteilten Herkunftsregion: Gemeinsam enthüllen sie die Geflechte aus Kulturen, Nationen und Identitäten und deren Verwicklung innerhalb ihrer Geschichten und Narrative, Wünsche und Träume.

© Uferstudios

Was unterscheidet Individuen von ihrer nationalen Identität und wie kann Denken entnationalisiert werden, ohne kulturelle Identitäten aufzugeben? Wie kann man unter Berücksichtigung von Privileg, politischen und sozialen Konflikten und kulturellen Unterschieden miteinander sprechen und arbeiten? Kann diese Zusammenarbeit ein Akt des Widerstands gegen systemische Unterdrückung sein?

Durch die Augen ihrer Vorfahren und ihrer weiblichen Vorbilder aus vorangegangenen Generationen werfen sie einen Blick auf die Möglichkeiten und Notwendigkeiten des Kunstschaffens in Zeiten des verschärften Patriarchats. Manche Dinge haben sich verändert und einiges ist geblieben - noch immer finden sie sich stets auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Sie bestehen auf ihr Recht auf komplexe Identitäten, darauf, in Kontakt und Austausch mit fremden Körpern zu treten, an unbekannte Orte zu reisen, und dabei immer wieder ein neues Zuhause im Exil zu finden.

Across The Middle, Past The East wurde an den Sophiensaelen 2018 uraufgeführt. Für diese Wiederaufnahme im Rahmen von AUSUFERN haben wir neue Gäste eingeladen und uns die Zeit genommen, das Stück, seinen Inhalt und seinen Kontext angesichts der aktuellen politischen Realitäten zu überdenken.
Zusätzliche Informationen
Eine Produktion von Roni Katz & Lee Méir in Kollaboration mit Vierte Welt. Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds und der Stiftung Zurückgeben. Die Wiederaufnahme war gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Die Performance im Rahmen von AUSUFERN ist durch das Programm #takeheart des Fonds Darstellende Künste gefördert.

Besetzung 

Von und mit: Enana, Fulvia Dallal, Roni Katz, Sirine Malas, Lee Méir, Miranda De La Frontera und neue Gäste | Konzept und Leitung: Roni Katz und Lee Méir, mit der dramaturgischen Unterstützung von Fulvia Dallal | Sounddesign: Miranda De La Frontera | Licht: Gretchen Blegen | Soundtechnik: Catalina Fernanadez | Produktion: Saskia Schoenmaker | Uraufführung in Zusammenarbeit mit: Moona Moon, Rasha Nahas, Annett Hardegen | Gäste während des Kreationsprozesses: Sandra Noeth, Kattrin Deufert, Nedjma Hadj Benchelabi

Am 8. November 2017 trafen Moona, Fulvia, Enana, Sirine, Rasha, Miranda, Roni and Lee zum ersten Mal als temporäres Kollektiv zusammen, um gemeinsam ein zeitgenössisches Kabarett zu gründen. Alle sind Künstler*innen, einige von ihnen sind außerdem Mütter, Sozialarbeiterinnen, Aktivistinnen und Rock Stars. Alle haben in der Region des Mittleren Ostens etwas zurückgelassen und in Berlin etwas gefunden. In ihrer Zusammenarbeit war es weniger wichtig, eine kohärente Ästhetik oder eine einheitliche politische Aussage zu formulieren, als vielmehr einen Raum für all ihre unterschiedlichen Stimmen zu schaffen. Sie alle fordern das Recht auf komplexe Identitäten ein und reisen durch neue Heimaten und Exile zu unbekannten Zielen. Ihre Künstlerischen Uneinigkeiten, kulturellen Spannungen, geteilten Gefühle, übereinstimmenden Visionen und individuellen Träume werden am Abend der Aufführung auf wunderbare Weise zur Aufführung gebracht.
Termine
Datum
Uferstudios: Heizhaus
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Uferstudios: Heizhaus
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Uferstudios: Heizhaus