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Küche im DDR Museum
Küche im DDR Museum © DDR Museum, Berlin 2016

DDR Museum

Den Osten fühlen

Im DDR Museum gibt es Geschichte zum Anfassen: Hier nehmen Sie Platz in einem original DDR-Wohnzimmer, durchstöbern Schränke und Schubladen und fahren im Trabi.

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Carat-Schrankwand, Retro-Tapete, die alte Erika-Schreibmaschine sowie Alltagsgegenstände aus Plaste und Elaste: so sieht ein typisches DDR-Wohnzimmer aus. Im DDR Museum erwacht die Deutsche Demokratische Republik wieder zum Leben. Besichtigen Sie eine 120qm große, typische Plattenbau-Vollkomfortwohnung – und lernen Sie gleichzeitig die Abhörtechniken der Stasi kennen. Entdecken Sie bei einem Rundgang die Geschichte der DDR. Und lassen Sie den Alltag der Menschen in der ehemaligen sowjetischen Besatzungszone auf sich wirken.

Entstehung und Highlights im DDR Museum

Zu Zeiten der DDR ist der Ostteil Berlins die Hauptstadt des sozialistischen Einheitsstaates. Im Zuge der Ostalgie-Welle zu Beginn der 2000er Jahre stellt sich die Frage, warum Berlin nach der Wiedervereinigung lange keine Ausstellung hat, die das Dasein in der DDR anschaulich macht. Aber genau das muss der Freiburger Ethnologe Peter Kenzelmann feststellen, als er 2004 an die Spree reist. Kurzerhand kümmert er sich selbst darum und eröffnet 2006 das DDR Museum im Herzen der Stadt. Mit Erfolg: Schon im ersten Jahr wollen über 180.000 Menschen hautnah den Alltag in der DDR nachempfinden. 2008 und 2012 nominiert das Europäische Museums Forum (EMF) das Haus sogar als Europäisches Museum des Jahres. Mitmachen und Eintauchen ist hier die Devise – ein Konzept, das gut ankommt. Die DDR Ausstellung zeigt dabei viele Facetten des alltäglichen Lebens: sowohl private als auch gesellschaftliche. In 27 Themenbereiche unterteilt, können Sie z.B. in der Sektion Urlaub Postkarten von Kindern aus dem FDJ-Ferienlager lesen. Im Bereich Medien lauschen Sie DDR-Musik und Geschichten über Westbesuche. In der zweiten Etage ist eine Plattenbauwohnung mit fünf authentisch eingerichteten Räumen in allen Einzelheiten aufgebaut: Durchblättern Sie im Kinderzimmer alte Schulhefte und entdecken Sie im Kleiderschrank Röcke, Hüte und Hemden aus DDR-Produktion. Werfen Sie in der Küche einen neugierigen Blick auf die typischen Resopalschränke, handelsüblichen Gewürzdosen und den damals bahnbrechenden Schnellkochtopf – oder schwelgen Sie in Erinnerungen auf dem Wohnzimmer-Sofa. Nachdem Sie die Wohnräume verlassen haben, können Sie in einem echten Trabi Platz nehmen. Mittlerweile ein Kult-Objekt, dürfen Sie Ihr Fahrzeug scheinbar mitten durch eine Plattenbausiedlung steuern: Drehen Sie den Schlüssel im Zündschloss, hören Sie das Knattern des Motors sowie das Quietschen der Pedale und geben Sie Gas: Die 3D-Simulation an der Frontscheibe gibt Ihnen das Gefühl, wirklich zwischen den Kaufhallen und den Plattenbauten in Ost-Berlin zu fahren. Ganz zum Schluss verlassen Sie die DDR übrigens wieder durch ein Loch in der Mauer.

Was Sie nicht verpassen sollten

  • ein Fußballspiel DDR-BRD mit dem Kicker selbst nachspielen
  • einen Volvo 264 TE aus dem Ministerfuhrpark
  • den SED-Konferenztisch im Parteiraum mit Multitouchscreen
  • die Gefängniszelle mit Original-Inventar aus Erfurt und Bautzen
  • den Fogscreen mit schwebenden Plattenbauten, eine Art begehbare Leinwand

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe

Das DDR Museum liegt direkt gegenüber der Museumsinsel. Die fünf hier versammelten Museen gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und sind weltweit für Ihre wertvollen Sammlungen berühmt: Im 1830 eröffneten Alten Museum entdecken Sie Kunst und Kultur der alten Griechen und Römer. Im Neuen Museum können Sie eine der berühmtesten Berlinerinnen kennenlernen: Die Büste der Nofretete ist ein Glanzlicht des hier untergebrachten Ägyptischen Museums. Werfen Sie unbedingt auch einen Blick auf die im spätklassizistischen Stil erbaute Alte Nationalgalerie mit ihren imposanten Treppenaufgängen. Machen Sie hier einen Ausflug in die Frühromantik und schwelgen Sie in den Landschaften von Caspar David Friedrich. Im Bodemuseum auf der Spitze der Museumsinsel finden Sie die Skulpturensammlung, das Museum für Byzantinische Kunst sowie das Münzkabinett vor. Eines der meistbesuchten Museen Deutschlands ist das Pergamonmuseum. Auch das Museum für Islamische Kunst ist hier untergebracht. Bewundern Sie unter anderem das gewaltige Ischtar-Tor mit seinen goldenen Verzierungen. Wenn Sie die Museumsinsel Richtung Alexanderplatz verlassen, sind Sie in ca. 10 Gehminuten am Fernsehturm angelangt. Der Fahrstuhl mit Glasdach bringt Sie in nur 35 Sekunden auf die Aussichtsebene des Berliner Wahrzeichens.

Wertvolle Tipps rund um Ihren Besuch im DDR Museum

Das DDR Museum ist täglich geöffnet, auch montags. Besonders in den Abendstunden ab 18 Uhr können Sie die Ausstellung in Ruhe genießen. Für eine ausgiebige Tour kommen Sie am besten samstags. Dann hat das Haus sogar bis 22 Uhr geöffnet. Mit der Berlin WelcomeCard bekommen Sie 25% Rabatt auf den Eintritt. In der Nähe des Museums finden Sie den Knotenpunkt Alexanderplatz. Hier fahren S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahnen und Busse. Von dort aus erreichen Sie Ihr Ziel in ca. 10min Spazierweg. Alternativ nehmen Sie die Tram zur Haltestelle Spandauer Straße/Marienkirche. Die Linien M4, M5 und M6 bringen Sie fast direkt vor den Haupteingang. Wenn Sie mit dem Auto fahren, können Sie zum Beispiel die Tiefgarage am Alexanderplatz nutzen. Beachten Sie bitte, dass die Parkplätze in der Innenstadt meistens kostenpflichtig sind.

Infos für Gruppen und Schulklassen

Gruppen bzw. Schülergruppen zahlen einen ermäßigten Preis.

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Öffnungszeiten

Montag 10:00 – 20:00
Dienstag 10:00 – 20:00
Mittwoch 10:00 – 20:00
Donnerstag 10:00 – 20:00
Freitag 10:00 – 20:00
Samstag 10:00 – 22:00
Sonntag 10:00 – 20:00

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