Aktuelles aus Berlins Clubszene
Diese Clubs sind neu in der Stadt
Clubsterben in Berlin, das ist nur die halbe Geschichte. Tatsächlich haben in den vergangenen Monaten eine ganze Reihe neuer Clubs eröffnet, die wir hier kurz vorstellen.
++ SchwuZ kehrt mit Partyreihe zurück ++ AMT öffnet in ehemaligem Casino in den S-Bahnbögen am Alex ++ C115 startet in der historischen AVUS-Tribühne ++ Mikropol hat sich in der Kutschendurchfahrt beim Metropol etabliert ++ Khisdapaze Frachtkante öffnet wieder ab April 2026 ++ Ava Club wird Sensorium ++ Wilde Renate bleibt ++ AM in Spandau schließt ++
Das SchwuZ kehrt zurück
Ein queeres Urgestein kehrt zurück: Nach dem Abschied vom Rollberg in Neukölln erfindet sich das legendäre Schwuz neu und bringt seinen Spirit als eines der wichtigsten Symbole für LGBTQ+-Kultur mit einer wandernde Partyreihe zurück in die Stadt. Auch wenn der Traditionsclub am Rollberg schließen musste, beweist die Community mit diesem Schritt echte Berliner Resilienz. Ein Zeichen für die Vielfalt und kollektive Energie der queeren Szene! Der glanzvollen Auftakt dieser neuen Ära wird mit einer Nacht im legendären Metropol am 16. Mai 2026 ab 23 Uhr gefeiert. Damit kehrt das Lebensgefühl des Schwuz dorthin zurück, wo Berlins queeres Herz am lautesten schlägt – direkt an den Nollendorfplatz. Langfristig werden jedoch wieder eigene Räume gesucht. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
Wer nochmal mit uns durch die Räume des "alten SchwuZ" wandeln und mehr über die Geschichte des SchwuZ erfahren möchte, dem legen wir die Berlin Unboxed Podcast-Episode "SchwuZ & Queer" vom Sommer 2023 ans Herz. Der langjährige SchwuZ-Geschäftsführer Florian Winkler-Schwarz, nimmt Sie in dieser Podcastepisode mit auf eine Reise durch die Geschichte des SchwuZ und die queere Szene Berlins.
Beschreibung
Das Video gehört zur Folge „SchwuZ & queer“ von dem Podcast Berlin Unboxed, den visitBerlin betreibt. Der Podcast stellt queere Clubs in Berlin vor. In dem Video ist ein Standbild von einer Künstlerin und Zuschauer:innen in einem Club zu sehen sowie das visitBerlin Logo im linken unterem Eck. Die Untertitel des Videos können im YouTube Player unter Einstellungen an- und ausgeschaltet werden. Für eine Transkription sollte das Video direkt auf YouTube angeschaut werden.
AMT öffnet in den S-Bahnbögen am Alex
Direkt am Alexanderplatz in den S-Bahnbögen zwischen Cubix-Kino und Berolinahaus wird im April das AMT eröffnen. So Gründer und Geschäftsführer Robert Havemann, der auch die Velvet Bar in Neukölln betreibt, im Interview mit Groove vom 19. Februar 2026. Betreten wird der Club durch einen zum AMT gehörenden Späti in der Dircksenstraße 114. Von dort führt eine Wendeltreppe in die Kellerräume, in denen früher ein Casino untergebracht war. Für das AMT wurden hier nur zwei Tanzflächen und ein Chill-out-Bereich eingerichtet. Platz gibt es für rund 1000 Nachtschwärmer:innen, die am Eröffnungswochenende, das am 10. April mit der sexpositiven Substation startet, gerne bis zum Sektfrühstück am Montag bleiben dürfen.
Mikropol in der Kutschendurchfahrt des Metropol
Bereits seit September vergangenen Jahres lädt das Mikropol am Nollendorfplatz 5 - gleich neben dem Metropol - in Schöneberg zu Party & Konzerten, aber auch zu Lesesession, Gesprächsrunden und intimeren Veranstaltungen. Dabei versteht sich das Mikropol als kleiner, feiner Kulturkosmos neben der großen Schwester Metropol - und hat in der Kutschendurchfahrt des legendären Schauspielhauses mit der eindrucksvollen Fassade eine Heimat gefunden. Auf dem Programm stehen viele Konzerte, aber auch die eine oder andere Lesung.
Im etwas abgelegenen Marienfelde gibt es mit dem MoMa5 in der Motzener Straße 5 nun ein spannendes Kreativ-Areal, in dem unter anderem das Team des Labels Wellenfarm mit dem neuen Club Lost Loft ein Zuhause gefunden hat.
C115 in der historischen AVUS-Tribüne
In die historische AVUS-Tribüne nahe des Funkturms ist mit dem C115 die Clubszene am Messedamm eingezogen, wobei hier auch andere Eventformate Platz finden, wie etwa das visitBerlin Bestival (Foto). Getanzt wird vor einer großen Fensterfront mit Blick auf die A115, in der sich Stroboskopblitze und Scheinwerfer gleichermaßen spiegeln. Noch ist offen, ob sich das C115 langfristig etablieren wird, obwohl die Lage direkt an der Autobahn durch geringes Potenzial für Lärmbeschwerden und die bereits bestehende Anbindung ja gerade in Berlin ein Riesen Plus sein sollte! Auf alle Fälle sollten Sie sich die Harmony Rec. X Amniote Editions am 24. Mai schonmal im Kalender vormerken.
Khisdapaze Frachtkante öffnet ab April
Auch an der legendären Frachtkantine auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel (TXL) geht es weiter. Nach vielen tollen Events 2025 plant „Khisdapaze Berlin“ auch dieses Jahr Clubnächte, Raves, Kunst, Lesungen, Flohmärkte und andere spannende Formate. Ab April startet der Betrieb auf dem beeindruckenden Außengelände mit direktem Blick auf das alte Rollfeld, bevor perspektivisch auch die Innenräume zum gemeinschaftlichen Kulturzentrum ausgebaut werden. Wer möchte, darf gerne selbst aktiv werden. Begleitet wird der Prozess von der Clubcommission Berlin e.V. in Kooperation mit der Kulturraum Berlin gGmbH und mit der Geschäftsstelle des Berliner Projektfonds Urbane Praxis der Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung.
Und sonst noch ...
Als Sensorium hat sich der Ava Club am Warschauer Platz 18 in Friedrichshain neu erfunden.
Die Renate bleibt: Der Pachtvertrag für den legendären Club in einem ehemaligen Wohnhaus in Alt-Stralau wurde im Dezember 2025 verlängert. Seit 2007 prägt die Location als kreative Keimzelle die Berliner Clubkultur, und auch künftig wird hier wöchentlich von Donnerstag bis Freitag gefeiert.
Und im Untergrund ist mit Passwort gesicherten Informationen der Krannok Club unterwegs.
Nur das AM, das erst im November 2025 in der Alten Meierei in Spandau eröffnete, musste bereits wieder schließen.


