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Abspannwerk Scharnhorst
Abspannwerk Scharnhorst © Fridolin Freudenfett (CC BY-SA 4.0) by wikimedia commons

Abspannwerk Scharnhorst

Expressionistische Industriearchitektur mit ungewöhnlichen Einblicken

Ein eigenwilliger und ungewöhnlich konzipierter Industriebau: Zur Straßenseite präsentiert sich die eher unscheinbare Backsteinfassade - sein wahres Gesicht zeigt das Abspannwerk Scharnhorst nur, wenn man sich ihm vom Wasser aus nähert: Die beeindruckende expressionistische Fassade zeigt zum Nordhafen.

Mit ihren dreieckigen, rhythmisch aufgereihten Mauerpfeilern wirkt sie wie gefaltet. Je nach Blickwinkel verschwinden die dazwischen angeordneten Fenster ganz oder teilweise hinter den vorspringen Mauerteilen. Erbaut wurde der monumentale Industriebau 1927-29 nach Entwürfen des damaligen Hausarchitekten der Berliner Städtische Elektrizitätswerke Aktiengesellschaft (BEWAG), Hans Müller. Er fasste alle Funktionen sind in einem Baublock zusammen, die sich um zwei innere Lichthöfe gruppieren.

Das tragende Stahlskelett wurde mit gelben Klinkern versehen. So wirkt der Bau wie eine Mischung aus märkischer Backsteingotik und expressionistischer Moderne. In einem kreisrunden, verglasten Aufsatz auf dem Dach des Abspannwerks war die Lichtwarte untergebracht: Hier wurde in den 1920er-Jahren das Stadtgebiet Berlins beobachtet. Entsprechend der Lichtverhältnisse konnte die Straßenbeleuchtung ein- und ausgeschaltet werden.

Abspannwerk Scharnhorst
Abspannwerk Scharnhorst © Fridolin Freudenfett (CC BY-SA 3.0) by wikimedia commons

Bis 1992 tat das Abspannwerk Scharnhorst seinen ursprünglichen Dienst. Heute befindet sich in diesem Industriedenkmal ein Vattenfall Kundencenter.

Hinweise für Fahrradfahrer

Das Abspannwerk Scharnhorst liegt an der Fahrradroute: Tour: Warmes Licht und kühles Bier
Weitere Fahrradrouten finden sind in unseren Tourenvorschlägen