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Wernerwerk Schaltwerk-Hochhaus
© visitBerlin, Foto: Steve Simon

Wernerwerk Schaltwerk-Hochhaus

Ein Symbol der Moderne

Die zwischen Charlottenburg und Spandau gelegene Siemensstadt ist ein Beispiel für die Industriegeschichte Ende des 19. Jahrhunderts: Ab 1899 entstand ein eigenständiger Berliner Industriestadtteil mit Werksanlagen, Wohnvierteln und Versorgungseinrichtungen. Sein Erscheinungsbild wurde vor allem von einem Mann geprägt: Hans Hertlein, der als Direktor der firmeneigenen Bauabteilung 1915-51 nicht nur die Werksgebäude, sondern das ganze Stadtviertel einheitlich gestaltete.

Sein Erscheinungsbild wurde vor allem von einem Mann geprägt: Hans Hertlein, der als Direktor der firmeneigenen Bauabteilung 1915-51 nicht nur die Werksgebäude, sondern das ganze Stadtviertel einheitlich gestaltete. Einer der beeindruckendsten Gebäudekomplexe innerhalb der sogenannten "Wernerwerke" ist das Schaltwerk-Hochhaus, errichtet zwischen 1926-28 nach Plänen von Hans Hertlein. Das in moderner Stahlskelett-Bauweise gebaute Hochhaus erweitert das einige Jahre zuvor von Karl Janisch als Flachbau entworfene Schaltwerkgebäude. Als erstes Fabrikhochhaus Europas gilt das Schaltwerk-Hochhaus heute als bedeutendes Beispiel für das Bauen im Stil der Neuen Sachlichkeit: Die Fassade wird einzig durch die Fensterreihen gegliedert. Es gibt weder Blockrandbebauung noch repräsentative Elemente. Beliebt war in den 1920er-Jahren die nächtliche Beleuchtung der Fenster, die im Zusammenspiel mit den dunklen Gebäudeumrissen zum Symbol der "Elektropolis" wurden. Auch heute hat das Schaltwerk-Hochhaus nichts von seiner Faszination verloren.