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Villa Schöningen
Villa Schöningen mit Parkanlage © Villa Schöningen, Foto: NOSHE

Villa Schöningen

Berliner Zeitgeschichte an der Glienicker Brücke

Bitte um Beachtung: Die derzeitigen, Covid-19-bedingten Öffnungs- und Schließzeiten sowie die besonderen Hygieneregeln entnehmen Sie bitte der Webseite.

In der Villa Schöningen ist die Geschichte des geteilten Deutschlands noch heute nachvollziehbar. Von der strahlend weißen Villa blicken Sie direkt auf die Glienicker Brücke. Von 1961 bis 1989 verläuft hier die Mauer. Genau von dieser Zeit erzählt die Dauerausstellung in der Villa Schöningen. Es geht um Geschichte, Kunst und Freiheit zur Zeit der deutschen Teilung. Die Rolle der Glienicker Brücke und der Villa selbst ist multimedial aufgearbeitet. Zu den diplomatischen Kuriositäten des Kalten Krieges zählt der Agentenaustausch der damaligen Alliierten auf der Glienicker Brücke. Neben der Dauerausstellung über die deutsche Teilung zeigen namhafte Künstler ihre Werke in Sonderausstellungen.

Kalter Krieg und Todesstreifen: Ausstellungen erinnern an historische Ereignisse

Der ehemals geschichtsträchtige Ort präsentiert sich mittlerweile selbst als Bewahrer der Geschichte. 1843 erbaut, steht das Haus im Stil einer italienischen Villa heute unter Denkmalschutz. An der historischen Nahtstelle zwischen Ost und West tauschen die USA und die Sowjetunion ihre Spitzel aus. Auf der Glienecker Brücke passiert in den 70er und 80er Jahren ganz real, was sonst fiktive Agententhriller zeigen. Der berüchtigte „Stalinrasen“ und ein Erziehungsleitfaden Margot Honeckers sind Relikte jener Jahrzehnte und heute Teil der Dauerausstellung.

Reisen Sie zurück in eine Zeit, in der Deutschland geteilt ist. Die sanierten Räume sind mit ihren hohen, stuckverzierten Decken schon Hingucker für sich. Das Licht fällt durch die deckenhohen Fenster auf das edle Fischgrätparkett. Mittendrin berichten Zeitzeugen auf alten Computerbildschirmen aus der Zeit zwischen 1961 und 1989. Das Museum präsentiert die Geschichte der deutsch-deutschen Teilung eindrucksvoll anhand von Filmen, Bildern, Originaldokumenten und historischem Mobiliar. Im Obergeschoss finden wechselnde Kunstausstellungen international bedeutender Künstler statt. Auch für private Lesungen, Vortragsreihen und Veranstaltungen stellt die Villa ihre Räumlichkeiten zur Verfügung. Im Park der Villa können Sie anschließend zwischen Obstbäumen und Skulpturen verschiedener Künstler wandeln.

Was Sie erwartet

  • Dauerausstellung über das Leben im Todesstreifen und den Agentenaustausch
  • wechselnde Kunstausstellungen namhafter Künstler im Obergeschoss
  • Skulpturengarten mit Ausstellungen wechselnder Künstler
  • Obstgarten mit Obstsorten, die Sie im Herbst auch ernten und probieren dürfen
  • hauseigenes Café und Restaurant von Donnerstag bis Sonntag geöffnet

Sehenswerte Schlösser und Museen rund um die Villa Schöningen

Nach einem kurzen Spaziergang über die Glienicker Brücke erreichen Sie das Schloss Glienicke im Berliner Stadtteil Wannsee mit seiner klassisch englischen Parkanlage. Das Schloss selbst beheimatet das Hofgärtnermuseum sowie das Schlossmuseum. Im Gartensaal finden gelegentlich Konzerte statt. Die Pfaueninsel in der Havel mit ihrem Schloss ist für die preußischen Könige im 19. Jahrhundert ein romantischer Sommersitz. Heute ist die Insel ein beliebtes Ausflugsziel. Nehmen Sie ab Bahnhof Wannsee die Buslinie 218, eine Fähre bringt Sie auf die Insel. „Potsdam. Eine Stadt macht Geschichte“ heißt es anschließend im Potsdam Museum. Das Museum lädt Sie ein, bei einem Rundgang die mehr als 1.000-jährige Geschichte im Wandel der Jahrhunderte mitzuerleben.

Tipps für den Besuch der Villa Schöningen

Die Villa Schöningen können Sie von Donnerstag bis Sonntag besuchen. Für die verschiedenen Ausstellungen kaufen Sie entweder Einzel- oder Kombitickets. Mit der Berlin WelcomeCard zahlen Sie nur die Hälfte. Der Eintritt zum Garten ist während der Öffnungszeiten des Museums kostenlos. Mit der Buslinie 316 fahren Sie bequem bis zur Haltestelle Glienicker Brücke. Für Schulklassen bietet das Ausstellungshaus Führungen für die Dauer- und Kunstausstellungen an. Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren haben freien Eintritt, Lehrer in Begleitung einer Schulklasse ebenfalls.

Öffnungszeiten

Donnerstag 10:00 – 18:00
Freitag 10:00 – 18:00
Samstag 10:00 – 18:00
Sonntag 10:00 – 18:00