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Schloss Köpenick
Schloss Köpenick © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Tour 56 - Fahrradtour durch Treptow-Köpenick

Mit dem Rad vom Treptower Park zur Altstadt Köpenick: mal sportlich, mal entspannt vorbei an Freizeitmöglichkeiten und Schlössern bis hinein in Berlins grünen Südosten. Und wer es ganz sportlich mag, der fährt noch ein Stück weiter und umrundet den Müggelsee – ein besonders schönes Fleckchen in Berlin. Tipp: Nehmen Sie Ihre Badesachen mit.

Treptower Park

Die Radtour startet am Treptower Park, Berlins größter Picknickwiese am Wasser. Vom S-Bahnhof Treptower Park aus radeln Sie die Uferpromenade entlang und genießen den Ausblick auf die Spree. Nach wenigen hundert Metern passieren Sie den Rosengarten. Ein Abstieg vomFahrrad lohnt sich, denn über 100 Rosenarten blühen hier. Halten Sie sich nach den Wasserfontänen rechts und überqueren Sie die Puschkinallee, um zum Russischen Ehrenmal zu gelangen.

Tipp: Russisches Ehrenmal

Die Anlage im Treptower Park ist das zentrale Ehrenmal, das an die bei der Eroberung Berlins im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten der Roten Armee erinnert. Es ist das größte seiner Art in Deutschland und zugleich Friedhof für über 5.000 sowjetische Soldaten. Die imposante Statue über dem Mausoleum zeigt einen Soldaten, der ein gerettetes deutsches Kind trägt. Fahren Sie weiter geradeaus und halten Sie sich links, bis Sie zur Archenhold-Sternwarte kommen.

Tourkarte

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Archenhold-Sternwarte

Die Archenhold-Sternwarte ist die älteste und größte Volkssternwarte Deutschlands und besitzt das mit 21 Metern Brennweite längste bewegliche Linsenfernrohr der Erde. Im Zeiss-Kleinplanetarium sitzen die Besucher in bequemen Sesseln unter einer acht Meter großen Kuppel, auf die der vollständige nördliche oder südliche Sternenhimmel projiziert wird. Von der Sternwarte aus fahren Sie durch den Park Richtung Spree, dazu biegen Sie einmal links ab auf der Straße Alt-Treptow und dann nochmals links. Ein Stück geht es nun am Ufer lang, dann sehen Sie die Brücke zur Insel der Jugend. Über die Abteibrücke, die als älteste Stahlverbundsbrücke Deutschlands der einzige Zugang zur Insel ist, erreichen Sie den perfekten Ort für ein Picknick direkt an der Spree.

Nach einer Pause treten Sie wieder in die Pedale und kreuzen die Bulgarische Straße. Wenn Sie links abbiegen, kommen Sie zur Anlegestelle der Spree – gut geeignet für eine Kaffeepause. Nehmen Sie die Bulgarische Straße zurück, bis Sie den Poetenweg erreichen und diesen links hineinfahren. Ganz entspannt radeln Sie auf dem Europaradweg R1 – erst Poetenweg, später Wasserweg und dann Kiehnwerderallee - durch den Plänterwald. Schauen Sie genau hin und entdecken Sie die Gerüste und Skulpturen des ehemaligen Vergnügungsparks Spreepark. Derzeit liegt die Fläche noch brach, die Wiedereröffnung ist aber geplant. Am Ende des Parks lenken Sie Ihr Fahrrad nach links. Sie können mit der Fähre F11 die Spree überqueren und auf der anderen Seite des Ufers Ihre Tour fortsetzen. Dazu fahren Sie geradeaus in die Spreeschloßstraße. Wenn diese in die Nalepastraße mündet, halten Sie sich rechts und dann gleich wieder links in den Fritz-König-Weg. Dieser endet an der Rummelsburger Landstraße, in die Sie rechts abbiegen. Ein Stück geht es die Straße entlang, bis diese die Treskowallee kreuzt, die Sie links hineinradeln. Diese bringt Sie in die Wuhlheide. Vorbei geht es am Sommerbad Wuhlheide und zur Trabrennbahn Karlshorst.

Trabrennbahn Karlshorst

Hier können Sie schon mit wenig Geld dabei sein, auf die Geschicke der Traber wetten und mitfiebern. Auf der Trabrennbahn Karlshorst finden das ganze Jahr über spannende Rennen statt. Hauptrenntage sind Freitag und Sonntag. Nehmen Sie nun Ihren Drahtesel und lenken ihn vor dem Rennbahngelände rechts in die Kastanienallee. Folgen Sie dem Weg durch die grüne Wuhlheide. Am Ende des Weges biegen Sie rechts ab und gleich wieder links. Sie sind nun auf dem Eichgestell, das Sie zum FEZ bringt.

Tipp für Familien: FEZ

Das Paradies für alle Kinder: Das Freizeit- und Erholungszentrum Wuhlheide, kurz FEZ genannt, ist Europas größtes gemeinnütziges Kinder-, Jugend- und Familienzentrum. Ein Museum, eine Bühne und Schwimm- und Sporthalle, Konzertsäle, Kino und Spielplätze laden ein zum Ausprobieren und Mitmachen. Hinter dem FEZ geht es weiter. Sie stoßen dann auf die Straße zum FEZ und lenken nach rechts. Nun stoßen Sie auf die große Straße An der Wuhlheide, in die Sie links hineinfahren. Ein Stück weiter sehen Sie das Stadion an der Alten Försterei, die Heimat von Berlins Zweitligisten 1. FC Union Berlin. Errichtet wurde es dank der Initiative der treuen Fans, die sich auch alljährlich zum Weihnachtsliedersingen hier treffen.

Durch die Wuhlheide zur Altstadt Köpenick

Von hier ist es nicht mehr weit zum Rathaus und zum Wasserschloss in der Köpenicker Altstadt. Überqueren Sie die Wuhle und folgen Sie der Lindenstraße. Hinter der Sammbrücke liegt die Köpenicker Altstadt mit ihren bezaubernden Gassen. Die Straße Alt-Köpenick bringt Sie zum Wasserschloss – vorbei am Rathaus Köpenick.

Tipp: Rathaus Köpenick

Kurz nach seiner Einweihung wurde das Köpenicker Rathaus 1906 beinahe über Nacht weltberühmt. Der Grund: Der arbeitslose Schuster Wilhelm Voigt zog sich eine Uniform vom Trödel an und verhaftete den Bürgermeister Georg Langerhans, um sich der Stadtkasse zu bemächtigen. Seitdem ist er bekannt als Hauptmann von Köpenick. Die Geschichte des Hauptmanns von Köpenick werden regelmäßig im Ratssaal erzählt – natürlich mit original Berliner Schnauze. Mitten in der Altstadt empfiehlt sich eine wohlverdiente Kuchenpause im nostalgischen „Altstadtcafé Cöpenick“. Ein Stückchen weiter erreichen Sie das hübsche Schloss Köpenick.

Tipp: Schloss Köpenick

Das barocke Wasserschloss auf einer kleinen Insel ist umgeben von einem englischen Park mit Flatterulmen und Ginkobäumen. Das Schloss beherbergt eine sehenswerte Abteilung des Berliner Kunstgewerbemuseums. Vor dem Schloss befindet sich die Müggelheimer Straße, folgen Sie dieser linkerhand. Vor dem Volkspark Köpenick biegen Sie links in die Pablo-Neruda-Straße ein und radeln diese immer geradeaus. Bald heißt sie Müggelschlößchenweg. Allmählich wird alles ein wenig grüner, bis Sie die Stadt endgültig hinter sich lassen und zu Berlins größtem See kommen, dem Müggelsee. Die Stichstraße in Richtung Müggelsee teilen Sie sich mit Erholungssuchenden, Joggern, Spaziergängern oder Skatern. Auf der linken Uferseite sehen Sie eine ganz spezielle Einkehrmöglichkeit: die SpreeArche, ein schwimmendes Blockrestaurant mitten auf der Spree - erreichbar nur per Mini-Fähre oder mit dem Boot. Wenn Sie möchten, können Sie die Tour auch gut hier beenden. Fahren Sie am Ufer links und nehmen Sie den Spreetunnel. Vorbei am Strandbad Friedrichshagen gelangen Sie auf der beliebten Bölschestraße zum S-Bahnhof Friedrichshagen.

Rund um den Müggelsee

Der Müggelschlößchenweg endet an der Uferseite des Sees. Von hier aus startet auf dem Radweg R1 die eigentliche Umrundung des Sees entlang des Ufers. Am Ufer des Müggelsees angekommen, fahren Sie rechts lang, um auf der südlichen Seite entlang des Sees weiter zu radeln. In Müggelheim hat man vom Ausflugslokal Rübezahl einen wunderschönen Blick über den See. Es empfiehlt sich von Müggelheim dem Radweg zu folgen und sich von der Uferseite abzuwenden. Der R1 führt ab hier komfortabel auf einer asphaltierten Fahrradstraße durch den Wald. Sie sind nun in der Köpenicker Bürgerheide. Wenn Sie die Straße zum Müggelhort kreuzen, lenken Sie nach links. Am Kleinen Müggelsee halten Sie sich rechts. Auch können Sie einen Stopp an der Badestelle einlegen und ins Wasser springen. Vorbei an den Müggelheimer Wiesen biegen Sie links in die Schönhorster Straße ein. Diese bringt Sie zum Dämeritzsee. Am Dämeritzsee haben Sie hier die einzige Möglichkei, das Ufer zu überqueren. Auf einer kleinen Holzbrücke passieren Sie den „Alten Spreearm“ und befinden sich nun auf der anderen Seite des Kanals.

Über Neu-Venedig nach Erkner

Auf dem Weg nach Erkner machen Sie einen Abstecher nach Neu-Venedig. Nach dem Passieren der zweiten Brücke auf der Triglawstraße biegen Sie links ab und folgen der Straße „Im Hasenwinkel“ und der „Biberpelzstraße“ bis zum Rialtoring. Sofort können Sie anhand der vielen Kanäle, Brücken und idyllischen Wasserläufe erkennen, warum dieser idyllische Teil Köpenicks Neu-Venedig heißt. Über den Rialtoring finden Sie den Weg aus dem Wasser-Labyrinth hinaus. An der Hauptstraße fahren Sie rechts in die Fürstenwalder Allee. Von hier aus folgen Sie dem Radweg neben der Hauptstraße bis zum Ortsteil Erkner. Hier endet die Tour. Vom S-Bahnhof Erkner fährt die S-Bahn zurück in Richtung Innenstadt. Wer mit dem Fahrrad in die Innenstadt zurückkehren möchte, der nimmt die Fürstenwalder Allee und Fürstenwalder Straße in Richtung Köpenick. Von hier können Sie dem Radweg der Hin-Tour bis zum Treptower Park folgen.