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St. Hedwigs-Kathedrale

Das Pantheon von Berlin

Ein Beispiel für religiöse Toleranz: Die St Hedwig-Kathedrale fasziniert mit ihrer markanten Kuppel und dem modern-schlichtem Innenraum.


Die St Hedwig-Kathedrale mitten in Berlin – eine Kirche, die im Laufe der Geschichte immer wieder für religiöse Toleranz steht. Der wichtigste katholische Sakralbau Berlins, die Bischofskirche des Erzbistums Berlin, schmückt mit seiner markanten Kuppel den Bebelplatz. Im Innern ist die Kirche schlicht gehalten, ein beeindruckendes Beispiel sakraler Baukunst der Moderne.

Geschichte der St Hedwigs-Kathedrale

Die Kirche geht als Geschenk des preußischen König Friedrichs II. an die katholischen Schlesier. Als dieser eine neue Platzanlage mitten in Berlin planen lässt, bekommt das Forum Fridericianum mitten im protestantischen Berlin nicht nur ein Opernhaus und eine Bibliothek sondern auch eine katholische Kirche. Erste Pläne für den Rundbau, der dem Pantheon als Vorbild folgt, soll Friedrich II. skizziert haben. Johann Boumann d.Ä. baut von 1747 und 1773 die Kirche nach den Skizzen und Plänen Georg Wenzeslaus von Knobelsdorffs. Mit der Gründung des Bistums Berlin 1930 wird sie zur Bischofskirche und ihr Innenraum im expressionistischen Stil umgestaltet. Im Zweiten Weltkrieg brennt die Kirche nach einem Luftangriff nieder. Mit dem Wiederaufbau ab 1952 wird der Innenraum  durch den Architekten Hanns Schwippert neu gestaltet.

Innenraum

Der neue, schlicht und nüchtern gehaltene Innenraum der Kathedrale ist ein Meisterwerk der Sakralkunst der 50er Jahre. Besonders beeindrucken wird Sie sicherlich die außergewöhnliche Raumaufteilung in Oberkirche und Unterkirche. Die jetzige Oberkirche und Unterkirche sind zueinander geöffnet und durch den Altar miteinander verbunden. Eine breite, sich teilende Treppe führt von der Oberkirche hinab. Der Altar mit Kreuz und Tabernakel bildet die liturgische Mitte der Kirche.
Derzeit diskutiert die Gemeinde intensiv über einen Umbau und die Neugestaltung des Innenraums.

Kapellen

Die ehemalige Krypta wurde umgestaltet und mit acht kleinen, kreisförmig angeordneten  Kapellen ausgestattet. Die Hedwigskapelle schmückt eine Holzschnitzfigur der Hl. Hedwig aus dem 18. Jahrhundert. Sehen Sie sich unbedingt die geschnitzte Pietà aus der Zeit nach 1400 in der Grabkapelle mit den Grabstätten der ersten Bischöfe von Berlin an. Eine Sammlung liturgischer Geräte schmückt die Schatzkammer. Die Marienkapelle erinnert an verfolgte Katholiken im Nationalsozialismus. Eine weitere Kapelle beherbergt das Grab des am Widerstand gegen Hitler beteiligten Domprobst Bernhard Lichtenberg.

Domprobst Bernhard Lichtenberg

Bernhard Lichtenberg ist seit 1938 Domprobst. Er wendet sich gegen den nationalsozialistischen Terror, betet öffentlich für verfolgte Juden und verurteilt das Euthanasieprogramm. Nach seiner Verhaftung stirbt er nach zwei Jahren im Gefängnis bei der Verlegung ins Konzentrationslager. 1996 sprach Papst Johannes Paul II. bei seinem Berlin-Besuch Bernhard Lichtenberg selig. Die Gedenkstätte Yad Vashem ehrt ihn 2004 als „Gerechten unter den Völkern“.
 

Gottesdienste in der St. Hedwigs-Kathedrale

Heilige Messe:
Sonntag
     08  Uhr /     
     10  Uhr    Hochamt*
     12 Uhr    
     18 Uhr    
Montag bis Freitag
     08 Uhr    
     18 Uhr    
Samstag
     08.00 Uhr    
     18.00 Uhr    Vorabendmesse
    
*) am 1.Sonntag jeden Monats in lateinischer Sprache.

Eucharistische Anbetung
Freitag: 17:00 - 17:45 Uhr

Orgelkonzerte und Kirchenmusik

Jeden Mittwoch um 15 Uhr gibt es ein Konzert mit 30 Minuten Orgelmusik. Der Eintritt ist frei. An jedem 1. Sonntag im Monat findet um 19.30 ein Orgelabend statt. Und von Montag bis Freitag lädt die Kirche um kurz vor 12 Uhr zur MittagsMusikMeditation ein.
Weitere Konzerte und Auftritte des Chors der St. Hedwigs-Kathedrale sind auf der Website gelistet.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe

Besichtigungen

Die Kirche ist für Besucher offen. Beachten Sie bitte, dass während der Gottesdienste keine Besichtigungen möglich sind.

Infos für Gruppen

Anmeldung für kostenpflichtige Gruppen-Führungen für Gruppen unter Tel.: 030 - 20 34 810.

 

Öffnungszeiten

Montag 10:00 – 17:00
Dienstag 10:00 – 17:00
Mittwoch 10:00 – 17:00
Donnerstag 10:00 – 17:00
Freitag 10:00 – 17:00
Samstag 10:00 – 17:00
Sonn- und Feiertage 13:00 – 17:00

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