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Schloss Biesdorf
Schloss Biesdorf im Sommer © Fachbereich Kultur Marzahn-Hellersdorf, Foto Karin Scheel

Schloss Biesdorf

Denkmal, Gartendenkmal, Kunst-Ort

Umgeben von einem idyllischen und verwunschenen Park bietet das Schloss Biesdorf - seit Herbst 2016 frisch saniert und um eine Etage erweitert - Kunst, Kultur, Erholung und Kulinarik.

Die neue Landmarke in der Berliner Kulturlandschaft widmet sich in wechselnden Ausstellungen dem Dialog internationaler zeitgenössischer Kunst mit Positionen aus der ehemaligen DDR. Begleitend finden Künstlergespräche, Vorträge und Konzerte statt.

Im Osten der Stadt gelegen und doch nur 20 Minuten vom Stadtzentrum entfernt, trägt die Galerie im Kunsthaus Schloss Biesdorf der besonderen urbanen Situation des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf, zwischen Einfamilienhaussiedlungen und Plattenbauten, Rechnung. Sie präsentiert und unterstützt Kunstprojekte mit dem Fokus auf den städtischen Raum. Mit externen Kuratoren und dem Kunstarchiv Beeskow unterhält das Schloss eine enge Zusammenarbeit. Das Kunstarchiv Beeskow bewahrt rund 23.000 DDR-Kunst-Objekte aus aus öffentlichen Gebäuden vor 1989 von Parteien, Massenorganisationen und Staatsorganen der DDR auf.

Die Galerie ist die Geschäftsstelle der Kommission für Kunst im öffentlichen Raum des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf und Ansprechpartner für Künstler, Architekten, Bauherren und alle am Thema interessierten. Sie koordiniert Kunstwettbewerbe bei bezirklichen Baumaßnahmen und berät private Investoren zum Thema Kunst im öffentlichen Raum. Darüberhinaus ist die Galerie Mitglied im KGB — dem Arbeitskreis Kommunale Galerien Berlin. Die kommunalen Galerien ganz Berlins zeigen zusammen auf rund 3.500 qm Ausstellungsfläche bis zu 200 Ausstellungen pro Jahr, an denen ca. 1.000 Künstler beteiligt sind.
 

Geschichte der Villa

Die liebevoll "Schloss" genannte spätklassizistische Villa ist schon von Weitem dank ihres markanten, achteckigen Turms zu erkennen. Das herrschaftliche Wohnhaus von 1868 hat eine wechselvolle Geschichte durchlebt und ist das älteste Berliner Bauwerk des Architekten Heino Schmieden. Schmieden und sein kongenialer Partner - der bekannte Martin Gropius - entwerfen u.a. den Martin-Gropius-Bau, das Gewandhaus in Leipzig und zahlreiche Krankenhäuser. Das Schloss Biesdorf entsteht auf einem ehemaligen Rittergut für den Baron von Rüxleben im italienischen Villenstil, wird wegen Spielschulden und Fehlspekulation seiner Besitzer mehrfach verkauft, bis der Industrielle und Erfinder der Elektrotechnik Werner von Siemens das Schloss übernimmt. Sein Sohn, Wilhelm von Siemens, lässt den Schlosspark erweitern.

Park und Architektur

Der öffentliche Park ist vom renommierten Landschaftsarchitekten Alfred Brodersen im englischen Stil gestaltet mit einem Teich, einem historischen Eiskeller, geschwungenen Wegen, weiten Rasenflächen und einem wertvollen alten Baumbestand. Sogar geschützte Singvögel- und Fledermäuse haben hier ihr Domizil. Außerdem befinden sich im Schlosspark ein Teepavillon und ein Lesegarten. Einmalig in Berlin ist die Fassadengestaltung des Herrensitzes in einem historischen Baustoff, dem Romanzementmörtel, der hier in einem Rot-Ton eingefärbt wurde.

Vernachlässigung, Krieg und Wiederaufbau

1927 geht das Haus mit 20 Sälen in den Besitz der Stadt Berlin über. Später setzt eine Vernachlässigung ein und 1945 folgt ein Brand, dem die gesamte obere Etage zum Opfer fällt. Zwischen 2015 und 2016 erhält das Schloss sein lang vermisstes Obergeschoss wieder, wird im Inneren komplett renoviert und technisch ausgestattet. Auch die historische Fassade und der Außenbereich des Parks werden wiederhergestellt. Fotografien aus dem 19. Jahrhundert dienen den Architekten als Vorlage.

IGA Berlin 2017

Das Schloss Biesdorf war 2017 zur Internationalen Gartenausstellung IGA Berlin 2017 ein wichtiger Schauplatz. Als Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum bot es seinen Besuchern mit dem pittoresken Schloss und dem schönen Park einen Ort der Erholung und gleichzeitig ein einmaliges Ensemble Berliner Kultur und Geschichte. Eine frei zugängliche Ausstellung zur Geschichte und Architektur des Gebäudes steht allen Besuchern offen. Hinzu kommt die spannende Auseinandersetzung mit der Kunst der Gegenwart und der DDR. Für das Wohl sorgt das malerische Café-Bistro und im großzügigen Empfangsbereich gibt es einen Museums-Shop.

Barrierefreiheit

Der Zugang zum Schloss Biesdorf ist barrierefrei gestaltet und die WC`s sind rollstuhlgeeignet.

Anfahrt

Vom Stadtzentrum bringt Sie die U-Bahn-Linie U5 in rund 20 Minuten zum nahegelegenen Elsterwerdaer Platz oder die S-Bahnline S5 zum S-Bahnhof Biesdorf.

Kieztipp

Entdecken Sie das grüne Wuhletal und genießen Sie die bequemen Wanderwege hinauf auf den Kienberg, die Biesdorfer Höhe oder die Ahrensfelder Berge.
 
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Öffnungszeiten

Montag 10:00 – 18:00
Dienstag geschlossen
Mittwoch 10:00 – 18:00
Donnerstag 10:00 – 18:00
Freitag 12:00 – 21:00
Samstag 10:00 – 18:00
Sonntag 10:00 – 18:00

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