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Karl-Marx-Allee im Sonnenuntergang
Karl-Marx-Allee im Sonnenuntergang © iStock.com, Foto: querbeet

Karl-Marx-Allee

Einst DDR-Vorzeigestraße, heute beliebte Wohngegend

Breiter als die Champs-Élysées in Paris: die Karl-Marx-Allee in Friedrichshain. Der Prachtboulevard des ehemaligen Ostens wird Sie auch heute noch beeindrucken.

Sie wollen die monumentalste Straße der ehemaligen DDR sehen? Dann ab in die berühmte Karl-Marx-Allee mit ihren Arbeiterpalästen. Spazieren Sie einfach am Alexanderplatz los und spüren Sie hier noch die DDR.

Die monumentalen Gebäude der Karl-Marx-Allee, sind weit über Berlin bekannt, denn sie war die Vorzeigestraße von Ostberlin. Sie führt für rund 2 km vom Straußberger Platz zum Frankfurter Tor durch Berlin-Friedrichshain. Auch wenn heute alle Gebäude renoviert sind, spüren Sie hier noch den Flair des Ostens: Das Gebäude des Kinos International in der Karl-Marx-Allee 33 steht unter Denkmalschutz und sieht noch aus wie zu DDR-Zeiten. Der Bau mit der großen Glaskuppel beherbergt neben dem Kino eine öffentliche Bibliothek sowie Veranstaltungsräume.

Architektur und Geschichte

Nach dem Zweiten Weltkrieg liegt die Allee, die damals noch Frankfurter Straße heißt, völlig in Schutt und Asche. Am 21. Dezember 1949 (dem 70. Geburtstag Stalins) wird die Straße in Stalinallee und am 13. November 1961 in Karl-Marx-Allee umbenannt.

Zwischen 1952 und 1960 entstehen hier die wahrscheinlich monumentalsten Bauten des 20. Jahrhunderts: Unter Vorgaben der SED wird die Straße zunächst auf 90 Meter verbreitert (und wurde damit 20 Meter breiter als die Champs-Élysées in Paris) ehe sieben- bis neungeschossige Wohnhäuser gebaut werden. Und zwar im Stil des Sozialistischen Klassizismus der fünfziger Jahre. Diese Häuser werden auch als „Arbeiterpaläste im Zuckerbäckerstil“ bezeichnet. Besonders bekannt sind die zwei Kuppeltürme am Frankfurter Tor, die die Straße abschließen.

Die DDR-Regierung will die Welt mit der ersten sozialistischen Hauptstraße beeindrucken – und die eigenen Arbeiter einschüchtern. Doch diese starten ausgerechnet hier den Volksaufstand am 17. Juni 1953, der mit Hilfe der Roten Armee niedergeschlagen wird. 1989 demonstrieren sie wieder, diesmal für den Mauerfall.  

Beliebt: Die Karl-Marx-Allee heute

Nach der Wiedervereinigung wurden die Wohnbauten an unterschiedliche Investoren verkauft und meist aufwändig saniert. Nach außen bilden die Gebäude heute ein harmonisches Bild. Die Wohnungen sind inzwischen sehr beliebt.

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