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Hackesche Höfe
Hackesche Höfe © visitBerlin, Foto: Wolfgang Scholvien

Hackesche Höfe

Berliner Hinterhöfe am Hackeschen Markt

Eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Berlin sind die Hackeschen Höfe – lassen Sie sich die beeindruckende Jugendstil-Fassade und den Flair nicht entgehen!

An den Hackeschen Höfe in Mitte kommen Sie bei Ihrem Berlin-Besuch kaum vorbei: Sie sind seit dem Mauerfall zum zentralen Anlaufpunkt sowohl für Szene-Gänger als auch für Berlin-Besucher geworden. Die Höfe liegen im historischen Scheunenviertel in der Spandauer Vorstadt von Berlin-Mitte. Sie bilden das größte geschlossene Hofareal Deutschlands und stehen seit 1972 unter Denkmalschutz.

Das Scheunenviertel und die Spandauer Vorstadt

Das Gebiet, auf dem heute die Hackeschen Höfe stehen, gehört im 17. Jahrhundert noch gar nicht zu Berlin. Hier stehen viele Scheunen, die zur Lagerung von Heu und Stroh genutzt werden, denn dieses darf aufgrund der Brandgefahr nicht innerhalb der Stadt gelagert werden. Auch wenn die Gegend rund um den Hackeschen Markt längst mitten in Berlin liegt, hat sich die Bezeichnung „Scheunenviertel“ aus dieser Zeit bis heute gehalten. 

Um 1700 haben sich vor den Stadtmauern schließlich so viele Bewohner angesiedelt, dass die Spandauer Vorstadt entsteht. Hier gibt es sogar eine eigene Kirche. 1731 wird die Vorstadt schließlich ein Teil Berlins, als der preußische König Friedrich Wilhelm I. die Stadtmauern erweitern lässt. Kurz darauf entsteht der Hackesche Markt  nach den Plänen des Stadtkommandant Hans Christoph Graf von Hacke.

Besonders jüdische Einwohner lassen sich in den folgenden Jahren rund um den Hackeschen Markt nieder, sodass sich eine lebendige jüdische Gemeinschaft entwickelt: Es entstand der jüdische Friedhof in der Großen Hamburger Straße und 1866 wird die Synagoge in der Oranienburger Straße erbaut, wo sie auch heute noch steht.

Die Geschichte der Hackeschen Höfe

Eröffnet werden die gegenüber des Hackeschen Marktes gelegenen Höfe am 23. September 1906 nach einigen Jahren Bauzeit. Geplant und gebaut werden sie von dem Architekten Kurt Berndt, die Jugendstil-Fassade stammt von August Endell. Die Nutzung des Gebäudekomplexes ist wie in vielen Berliner Hinterhöfen eine Mischung aus Büros, Gewerbe, Stockwerkfabriken (vor allem in den ersten Höfen) und Wohnungen.

Im Zweiten Weltkrieg werden die Höfe nur teilweise zerstört, aber während der deutschen Teilung zerfallen die Fassaden immer weiter. Die Höfe werden in der DDR Volkseigentum und werden nicht gepflegt.

Erst nach der Wende, 1993, werden die Höfe für 80 Millionen DM aufwändig restauriert. Und seitdem sind sie auch wieder ein Touristen-Magnet.

Die Hackeschen Höfe heute

Das damalige Nutzungskonzept wird auch in den neunziger Jahren bei der Sanierung wieder aufgegriffen und erfolgreich umgesetzt. Heute bieten die acht Hackeschen Höfe zwischen der Rosenthaler- und der Sophienstraße auf 27.000 Quadratmetern Raum für 40 Gewerbeunternehmen, dazu gehören Kultureinrichtungen, ein Kino, Cafés, Shops und Wohnungen.

Rings um die Hackeschen Höfe ist eine neue Ausgehmeile mit zahlreichen Bars, Restaurants und Clubs entstanden, so dass die Gegend zu den angesagtesten Vierteln des Berliner Nachtlebens zählt.

Die Höfe

  • Hof I – Endellscher Hof, entworfen von dem Jugendstil-Künstler und Architekten August Endell. Der Hof beherbergt das Kabaretttheater Chamäleon, ein Kino sowie mehrere Bars und Restaurants
  • Hof II – Theaterhof, hier befinden sich das Hackesche Hof-Theater sowie eine Reihe von Architekturbüros.
  • In den weiteren Höfen sind viele kleinere Läden und Galerien untergebracht.


Die Höfe mit Wohnungen werden über Nacht immer geschlossen. In die vorderen Höfe mit Bars, Kino und Theatern kommen Sie immer rein.

Anreise & Parken

Rings um die Hackeschen Höfe und den Hackeschen Markt ist immer viel los. Hier gibt es kaum Parkplätze. Wir empfehlen Ihnen deshalb, mit Bus und Bahn zu kommen. Der Hackesche Markt ist an S-Bahn, U-Bahn und Straßenbahn und Bus angebunden.

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